Hermann Sottong

Hermann Sottong, Jahrgang 1959, Dr. phil.

Die Beschäftigung mit Kommunikation, Zeichen und der Analyse von Texten aller Couleur (insbesondere die Alltagserzählungen der Kunden und Mitarbeitern von Unternehmen), steht im Zentrum meiner Arbeit und meiner Forschungen.

Nach Studium, Promotion und einigen Lehrjahren in der Wirtschaft gründete ich vor zwanzig Jahren mit Gleichgesinnten eine Beratungsagentur für Unternehmenskommunikation, die sich der Erkenntnisse bedient, die Sprachwissenschaften und Semiotik zur Verfügung stellen und daraus eigene Analysetools entwickelte. Da die kommunikativen Fähigkeiten von Wirtschaftsorganisationen nach meiner Beobachtung eher nicht zugenommen haben, bleibt hier noch viel zu tun.

Mein neuestes Buch trägt den Titel "Die größte Agentur der Welt -Anleitung zum Post-Fake-Marketing" und beschäftigt sich mit meinen - weitgehend in der Praxis gemachten - Beobachtungen und Thesen zum Thema Marken, Marketing und Werbung. Das Buch wendet sich an reflektierte Verbraucher ebenso wie an Unternehmer und Marketer. "Anleitung" ist dabei als Einladung zum Nach- und Mitdenken zu verstehen; wer also die üblichen Checklisten und "In-Vier-Schritten-Zur-Lösung-Rhetorik" erwartet, ist hier falsch.

Menschen zuzuhören, die Geschichten der Alltagskommunikation und „Alltagspsychologie“ (Bruner) aufmerksam zu beobachten und zu analysieren, bildet letztlich den Roten Faden meiner Tätigkeit und meines Schreibens. Deshalb sind auch meine Themen breiter gestreut - wie z.B. „Stadtpolitik“ in meinem Essay im Kursbuch 190. Mein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit der Wissensgesellschaft und dem paradoxen Phänomen, dass ausgerechnet in ihr die subjektive Verunsicherung gegenüber dem je eigenen „Wissen“ und das kollektive „Nicht-Wissen“ rasant zuzunehmen scheinen.

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