Dr. Inga Bodenburg
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Dr. Inga Bodenburg, geb. 1943 , Erzieherin, Dipl. Sozialpädagogin, Dipl. Psychologin, verheiratet, 3 Kinder, 3 Enkel.
In den sechziger Jahren erste wichtige Erfahrungen im Bereich Jugendfreizeitpädagogik, vorwiegend in der Arbeit mit Rockern in kirchlichen Jugendzentren in Hamburg.
Danach - Anfang der siebziger Jahre - Mitarbeit an den Curricula für die ersten Vorschulklassen in Hamburg.
Nach dem Studium Psychologie (Schwerpunkt: Frühe Kindheit) dreißig Jahre Aus- und Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte: Dozentin und Abteilungsleiterin an der Berufsfachschule und Fachschule für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Frühpädagogik in Hamburg.
Um den Unterricht mit Inhalt zu füllen und Unterrichtsinhalte auf ihre Relevanz zu überprüfen: 1988- 1990 in der „Vereinigung städtischer Kindertagesstätten“ in Hamburg: Erstellen des allerersten „Krippenkonzeptes“ mit engagierten Leitungskräften aus dem Bereich "Krippe".
Seitdem habe ich den Begriff "Krippe" aus meinem Wortschatz gestrichen:
Krippen sind per Definition Futtertröge für (Nutz-) Tiere. Die Krippe im Stall ist ein zentrales christliches Symbol und löst bei Angehörigen anderer Kulturen und Religionen Befremden aus. Die Krippe im Stall bei den Tieren war einst die einzige Zuflucht für Jesus und seine Familie auf der Flucht. Sie war ein Notbehelf, der das Überleben sicherte und wurde als letzter Ausweg gewählt in einer Situation bitterer Not und Armut, als Folge von Ausgrenzung, Abschiebung und Verachtung. Der Begriff „Krippe" spiegelt ein Menschenbild, das den heutigen Erkenntnissen der Kleinstkindforschung genau entgegensteht. Wer die ursprünglichen Krippen noch erlebt hat (Reihen weißer Gitterbettchen und Topfbänke,spärliches Babyspielzeug, engagierte medizinische Fachkräfte, deren wichtigstes Anliegen Gesundheitsprävention und frühes Sauberwerden war), weiß, was gemeint ist.
Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren sind heute keine Notlösung mehr, um die Jüngsten zu "retten" oder ungefährdet unterzubringen, sondern sie gewährleisten familienergänzend eine umfangreiche Bildung, Betreuung und Erziehung in den wichtigsten drei Entwicklungsjahren des Menschen. Sie bieten den Jüngsten Orientierung, Geborgenheit, Erfahrungsmöglichkeiten und Entwicklungsanreize, die in unserer hochtechnisierten Welt oft fehlen. Und sie sind für Eltern eine wichtige Begleitung und Unterstützung auf dem Weg mit ihren Kindern in einer immer unüberschaubarer werdenden pädagogischen Landschaft.
Warum steht dann der Begriff „Krippe“ in Deutschland immer noch in den meisten rechtlichen Bestimmungen für die früheste Bildungseinrichtung unserer Jüngsten? Weil sie (unterschwellig) immer noch als Notbehelf für gefährdete Kinder angesehen wird, die ihre ersten Lebensjahre nicht zuhause (in Obhut ihrer Mutter) verbringen (dürfen)?
1988 bis 2005 ein neues, erfüllendes Arbeitsgebiet: Fort- und Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte der „Vereinigung“ in Hamburg: Integration von Kindern mit Behinderungen in die Kita. Flankierend die wissenschaftliche Begleitung (Prof. Dr.Inghard Langer, Institut III der Uni Hamburg)und das Erstellen eines Curriculums für die Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der damaligen Fachhochschule Hamburg).
In den neunziger Jahren Abordnung an die Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung in Hamburg: Geschäftsführung der Entwicklung, Implementierung und Überarbeitung der Bildungspläne für die sozialpädagogischen Ausbildungsgänge (FSP, SPA, SW).
1993 bis 2001 Seminare an der Universität Hamburg, psychologisches Institut III, zum Bereich „Entwicklungsprozesse in der frühen Kindheit“.
Seit 1995 nebenberuflich in freier Praxis tätig als Klinische Psychologin BDP mit dem Schwerpunkt Elternberatung und Kindertherapie nach Violet Oaklander.
Seit 2006 „Bildungswerkstatt Stellau“ mit dem Schwerpunkt Fort- und Weiterbildung im Bereich „Kinder bis zum 3. Lebensjahr“ in Nord- und Süddeutschland.
Mitglied in der WIFF- Expertengruppen „Kinder unter drei Jahren" "Kompetenzen von Weiterbildner/innen" des DJI
Zusammen mit Dr. Ilse Wehrmann (Wehrmann Education Consulting Bremen und Stuttgart) Herausgeberin der Reihe „Kinder von 0 bis 3“ im Cornelsen-Verlag und Weiterentwicklung von Konzepten für Kitas für Kinder bis zu drei Jahren.
Zahlreiche Publikationen zum Thema „Frühpädagogik“, oft zusammen mit anderen Autorinnen, denn: zwei Gehirne denken mehr als eins:
Was will das Kind denn bloß? Kleine Kinder verstehen und ihnen mehr Erfahrungen ermöglichen.
Reinbek (Rowohlt) 1983 (Koautorin: Gunhild Grimm)
So werden Kinder sauber. Schwierigkeiten und Erfolge.
Reinbek (Rowohlt) 1986 (Koautorin: Gunhild Grimm)
Zusammenleben mit Kleinstkindern. Anregungen für die Arbeit in Krippen und Krabbelstuben. (Koautorin: Gunhild Grimm) 1987
Jeder Augenblick ist neu. Tagesabläufe in der Krippe - Bedeutung, Planung, Gestaltungsmöglichkeiten.
Hamburg 1991(Materialien 2 /Vereinigung städtischer Kinder- und Jugendheime)
Wo hat der Baum denn seinen Rücken?
Erfahrungsangebote in der Frühpädagogik
Hamburg 1992 (Materialien 3 /Vereinigung städtischer Kinder- und Jugendheime )
Erfahrung durch Bewegung. (mit Ute Stoltenberg)
Bewegungsbedürfnisse und Bewegungsanregungen in altersheterogenen Kleinstkindergruppen
Berlin 1995 (FIPP- Verlag)
Mut zur Veränderung - Und: Wie schwer es ist, über Stärken zu reden.
Bericht über die Fortbildung „Integrative Pädagogik“ in Hamburg.
Zeitschrift Kita Aktuelle 3/98 und 5/98
Zur Lebensweltaneignung von Vorschulkindern in Kindertagesstätten (Dissertation)
Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften Frankfurt 2000
Vielversprechende Wege und Stolpersteine:
Die sozialpädagogischen Ausbildungsgänge in Hamburg ändern ihr Lehr- und Lernkonzept
Hamburg, 2002
Zeitschrift „Berufliche Bildung“ der BBS Hamburg
Vom Lernfeld zur Lernsituation – Sozialpädagogik
Strukturierungshilfe zur Analyse, Planung und Evaluation von Unterricht (Kooautoren: Muster-Wäbs, Schneider, Jasper, Schulz) BildungsverlagEINS Troisdorf 2005
Bildungspläne für berufliche Schulen Sozialpädagogik in Hamburg
- Geschäftsführung der Bildungsplankommission–
Erstfassungen BBS Hamburg 2004: Fachschule für Sozialpädagogik, Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz, Berufsfachschule für Sozialwesen
Frühpädagogik
Lehrbuch für die Arbeit mit Kindern von 0 bis 3 Jahren
(Koautorin: Irmgard Kollmann)
BildungsverlagEINS Troisdorf Mai 2009
Frühpädagogik
Arbeitsbuch Kinder unter drei Jahren
(Koautorin: Irmgard Kollmann)
BildungsverlagEINS Troisdorf Mai 2010
Frühpädagogik: Lehrbuch für die Arbeit mit Kindern von 0 bis 3 Jahren für die sozialpädagogische Erstausbildung
BildungsverlagEINS Köln 2011
Weißt du, was ich sagen will?
Kommunikation mit o bis 3Jährigen.
(Koautorin: Gunhild Grimm)
Cornelsen Verlag Scriptor 2011
So fühlen sich die Kleinsten wohl.
Beziehungsvoll pflegen und Körperbewusstsein stärken.
(Koautorin: Gunhild Grimm)
Cornelsen Verlag Scriptor 2011
Der Entwicklung Raum geben.
Ausstattungsideen für Kitas.
Cornelsen Verlag Scriptor 2012