Heinz-Peter Baecker

Ein Leben voll Vielfalt

Der Journalist und Autor wurde 1945 in Trier geboren. Durch familiäre Gene muss sein Leben bereits vorbestimmt gewesen sein. Denn sein Urgroßvater, Eduard Groppe, war Verlagsbuchhändler und Gründer des heutigen Trierischen Volksfreund und sein Großcousin der bekannte TV-Journalist Werner Baecker (1917-1993), dessen wohl bekannteste TV-Reihe "New York, New York" von 1966 bis 1985 in der ARD lief. Weitere Gene lieferten als Vorfahren die Portrait- und Landschaftsmaler Louis (1801-1876) und Ferdinand Krevel und sein leiblicher Vater, der bis ins hohe Alter mit Foto-, Film- und Videokamera begeistert regionale Ereignisse an Saar und Mosel festhielt und auch ausgezeichnet mit dem Zeichenstift umgehen konnte.

Bereits als Schüler begann Baecker in Schulkladden Geschichten und kleine Gedichte zu schreiben und besaß bereits mit 16 Jahre seine erste 8mm-Filmkamera, mit der er nicht nur kurze Dokumentarfilme sondern auch bereits Minispielfilme drehte, bei denen seine Familie und Mitschüler als Schauspieler agieren mussten und er bereits Preise gewann. Nach dem Gymnasium ging er bei dem Fotografenmeister und ehemaliger Chefkameramann der UFA, Ferdy Thömmes, in die Lehre und absolvierte nebenbei ein Praktikum als Kameramann bei ihm. Anschließend besuchte er die Fachhochschule für Fotografie in Kiel und legte die Meisterprüfung ab.

Seine Laufbahn setzte er als Fotoreporter bei der Kölnischen Rundschau fort, wo er nach kurzer Zeit als Journalist volontierte. Noch als Volontär lernte er bei einem Interview Hans-Dietrich Genscher kennen, der ihn ans Bundespresse- und Informationsamt vermittelte, für das Baecker als Journalist bundesweite politische Veranstaltungen und Wahlkämpfe beobachtete und kommentierte. Als unter Conrad Ahlers seine Abteilung aufgrund der entstehenden großen Koalition aufgelöst wurde, entschied er sich gegen ein Angebot von Inter Nationes und übernahm beim Institut für Hochfrequenztechnik, Funk und Mathematik die Foto- und Filmabteilung, für die er u. a. den Bau des Weltraumspiegels und Radoms in Werthoven dokumentierte.

1970 machte er sich selbstständig und arbeitete in Bonn wechselweise in beiden Berufen u. a. für den WDR, Burda, Axel Springer und RTL und drehte nebenher Filme für die Industrie und öffentliche Institutionen. 1973 rief ihn Walther Heering wegen der beruflichen Kombination von Fotograf und Journalist für das Fotomagazin nach München. Von dort wechselte er zwei Jahre später als Chefredakteur zunächst zu einem Touristikverlag und dann zum Nutzfahrzeughersteller M.A.N., wo er eine Hauszeitschrift entwickelte, die nach kurzer Zeit auch in Englisch und Französisch erschien und als Berater Film- und TV-Projekte betreute, bei denen LKW zum Einsatz kamen.

1980 machte er sich mit einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit am Starnberger See selbstständig und betreute Kunden wie McDonald's, Teilbereiche des deutschen Süßwarenverbandes und Boehringer-Mannheims. Zusammen mit den bekannten Ärzten Dr. Marianne Koch, Dr. Erhard Keller und den Professoren Dr. Hansjosef Böhles und Dr. Wolfgang Pförringer rief er die Bundesarbeitsgemeinschaft für Verbraucherfragen, kurz BAVG, ins Leben, die sich mit der Aufklärung gesundheitlicher Fragen und medikamentöser Risiken beschäftigte. Nebenbei gründete Baecker eine Film- und TV-Produktion, die für den Bayerischen Rundfunk, große Industriekonzerne und verschiedene Ministerien arbeitete, wobei er nicht nur die Drehbücher schrieb und an der Kamera stand, sondern meist auch selbst Regie führte. 1988 schrieb er für das deutsche Bundespostministerium und die österreichische und belgische Postveraltungen ein Konzept zum 500jährigen Bestehen und führte zusammen mit seiner Frau 1990 den "Historischen Postkurs" durch. Er übernahm dabei für fast 400, weitgehend parallel laufende Großveranstaltungen die Organisation und Pressearbeit und seine Frau die hippologische Konzeption und Betreuung der Pferde von Poststafettenreitern und Postkutschen.

Zwei Jahre später erarbeitete er für die Telekom, der inzwischen dreigeteilten Post, das Konzept zur Teilnahme eines begleitenden Medienschiffes an der Regatta auf dem historischen Seeweg von Columbus nach Amerika, anlässlich auch dieser 500- Jahrfeier. Danach drehte er, zurück in heimatliche Gefilde, noch einige weitere Dokumentarfilme u. a. zusammen mit dem SWR und begann mit dem Schreiben von Romanen.

So begann er 1996 mit Recherchen zu seinem ersten Roman, indem er sich, selbst ein Scheidungskind, von zwei Anwälten mit Zustimmung der Beteiligten Akteneinsicht in zwei Scheidungsprozessen verschaffte und mit den Beteiligten Gespräche führte. Doch noch während des Schreibens ereignete sich der Autounfall von Lady Di in Paris. Baecker hielt sich zufällig in Bordeaux auf und fuhr noch am gleichen Tag an den Unfallort, um dort, exakt 24 Stunden später, die Route des Unfallfahrzeugs zur gleichen Zeit und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten abzufahren. Aufgrund seiner erlangten Kenntnisse während seiner Tätigkeit bei M.A.N. im Bereich Fahrzeugverhalten und einer eigenen, langjährigen Fahrerfahrung, kam er zu dem Ergebnis, so, wie die offiziellen Verlautbarungen und Animationen waren, konnte es nicht gewesen sein. Darüber hinaus wunderte er sich, dass die Unterführung der Pont de l'Alma bereits kaum vier Stunden nach dem Unfall mit einem starken Dampfstrahler gereinigt worden war. Ein ungewöhnlicher Vorgang, der sämtliche Spuren beseitigte. Er begann sofort weiter zu recherchieren, unterhielt sich mit Taxifahrern, die sich zur Unfallszeit auf der Brücke aufgehalten hatten, rekonstruierte auf eigene Faust die letzten Stunden von Lady Di und flog nach London, wo er seine Recherchen fortsetzte. So erschien "Der Tod des Lächelns", sein erster Faction-Roman, bereits im Februar 1998, allerdings unter dem Pseudonym Peter Brighton, um den Autor zu schützen und weil das Buch kurze Zeit später in einer englischen Ausgabe erschien. Inzwischen liegt das Buch unter dem Titel "Diana – Das Komplott" in 5. Auflage vor.

Der Scheidungsroman, bei dem der rücksichtslose Kampf um das Sorgerecht eines Kindes im Vordergrund steht, erschien durch die Unterbrechung somit als zweiter Faction-Roman erst 2000 unter dem Titel "Das Kleid der Lüge".

Inzwischen war der Pandion Verlag auf den Autor aufmerksam geworden und bat ihn, als Alternative zu den bereits bekannten Eifel-Krimis, Kriminalromane zu schreiben, die im Hunsrück spielen. Baecker lehnte zunächst ab. Erst als ihm der Verlag zusicherte, neben dem Krimistrang ein aktuelles oder brisantes Thema in die Bücher einarbeiten zu dürfen, sagte er zu. So wurden Themen wie der Zölibat, die Frage nach der Veränderung der kriminellen Hemmschwelle eines Menschen durch lange Arbeitslosigkeit, die Echtheit von Stammtischfreundschaften oder falsch verstandene Mutterliebe zu interessanten Nebenthemen spannender Kriminalromane. Auch sie werden vom Autor wie Faction-Romane aufgebaut, mit dem Unterschied, dass hierbei die komplette Handlung frei erfunden ist. Baecker selbst bezeichnet das Schreiben dieser Romane als Urlaub von der Arbeit an den Faction-Recherchen. So sind in zehn Jahren auch zehn so genannte Hunsrück-Krimis entstanden. 2010 erschien zur Leipziger Buchmesse der 11. in dieser Reihe. Im Gegensatz zu den Eifel-Krimis, sind bei Baecker fast alle Personen, bis hin zu dem Protagonisten Hauptkommissar Fuß, im wahren Leben Hauptkommissar Wilfried Rindsfüßer, ebenso wie die Handlungsorte, real existierend. In diesen Krimis gibt es als besonderes Markenzeichen des Autors immer einen Nebenstrang, der sich mit brisanten oder aktuellen Themen beschäftigt. Mal ist es die Arbeitslosigkeit, die den Protagonisten in die Kriminalität treibt, mal der Zölibat oder falsch verstandene Mutterliebe. Immer geschrieben mit packender Spannung und bewegender Menschlichkeit, wobei auch die lokale Atmosphäre nicht zu kurz kommt.

Zur Frankfurter Buchmesse 2010 erschienen gleich zwei Romane von ihm. "Tibidabo ... all das gebe ich dir" ist ein mysteriöser Liebesroman, der u.a. in Spanien und auf Mallorca spielt. Hierbei geht es um wahre und bedingungslose Liebe und tiefe Zuneigung zwischen einem Mann und zwei Frauen. Zu einem Bestseller entwickelte sich schnell das zweite Buch, der BUGA-Krimi "Blütenpracht", anlässlich der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz als Regio-Krimi erschienen. Bereits innerhalb von nur 6 Wochen war die 1. Auflage vergriffen. Hierin ermittelt die Soko Koblenz und das BKA nach einem Mord in der BUGA-Seilbahn über den Rhein, der offenbar in Zusammenhang mit einer international arbeitenden Verbrecherbande steht.

Nebenher schrieb der ehemalige Mitarbeiter des Bundespresse- und Informationsamtes eine Satire über die Kohl-Affäre unter dem Titel "Schwarze Konten, rote Köpfe, gold'nes Schweigen" und "Heut fall ich über Linda her", die Geschichte eines Superweibs à la Hera Lind. Auf die Frage, wann er noch Zeit hat, solche Bücher zu schreiben, antwortet Baecker einfach: "Das frage ich mich manchmal selbst."

Während der BSE-Krise recherchierte der Autor für ein TV-Feature und stieß dabei in einem so genannten Zerlegebetrieb von Schlachtvieh auf ein neues Thema für einen weiteren Faction-Roman. Wieder recherchierte er im In- und Ausland und entdeckte dabei eine europaweite Fleisch-Mafia, der es auf verbrecherischer Weise gelingt, Fleisch, das nicht einmal für die Verarbeitung als Tiernahrung zugelassen ist, auf Umwegen als 1a-Tiefkühlware wieder auf den Markt zu bringen. Natürlich verlegte er die tatsächlichen Handlungsorte und änderte die Namen der Firmen und Personen. In diesem dritten Faction-Roman "Das Fleisch-Kartell" zeigt er auf, welche Manipulationen zwischen Stall und Teller geschehen und welche gesundheitlichen Risiken dadurch für den Verbraucher entstehen, die letztendlich sogar zum Tod führen können. Der Roman erschien im Herbst 2004. Seither wird Baecker von den Medien oftmals als "Deutschlands Faction-Autor Nr. 1" bezeichnet, da für den Leser die Grenzen zwischen Facts und Fictions kaum zu erkennen sind, was nicht nur die Romane äußerst spannend macht, sondern auch den Leser viel stärker in die Handlung hineinversetzt.

Knapp ein Jahr später saß Baecker und ein befreundeter Gynäkologie-Professor abends gemütlich bei einem Glas Wein zusammen. Man unterhielt sich über dies und jenes, bis dann beim Thema Stammzellenforschung der Professor meinte: "Es soll da unter meinen Kollegen einige schwarze Schafe geben ..." Sofort horchte der Faction-Autor auf und schon am nächsten Tag war für ihn der Startschuss zu neuen Recherchen gefallen.

Drei Jahre dauerten sie an, zwischen Kiel und München, Dresden und Saarbrücken und im europäischen Ausland. Basierend auf diesen Recherchen entstand wieder ein packender, realitätsnah geschriebener Thriller. Der illegale Embryohandel für die Stammzellenforschung und Adoptionsschwangerschaften. Ein brisanter, hochaktueller Stoff über ein regelrechtes Horror-Szenarium, mit viel fleißiger Recherchearbeit, engagiert aufbereitet, spannend bis zum Schluss geschrieben. Zu keinem Zeitpunkt wirkt die Handlung überzeichnet, die Charaktere der handelnden Personen sind authentisch und der Plot bescheinigt dem Autor große Sachkenntnis.

Inzwischen schreibt der Autor bereits an seinem 12. Hunsrückkrimi, der bereits im April 2011 erscheinen wird.

Bibliografie

Der Tod des Lächelns (Hc)

Faction-Thriller

Econ, ISBN 3-430-11559-0

Der Tod des Lächelns (Pb)

Faction-Thriller

Econ & List, ISBN 3-612-27445-7

The death of a smile

Faction-Thriller

Simon & Schuster, ISBN 0-671-02275-X

Herzflimmern in Simmern

Kriminalroman

Pandion, ISBN 3-922929-90-7

Das Kleid der Lüge

Familiendrama um en Scheidungskind

Kontrast, ISBN 3-935286-08-2

Koblenzer Schängel jagt Hunsrücker Bengel

Kriminalroman

Pandion, ISBN 3-934524-06-0

Schwarze Konten, Rote Köpfe, Gold'nes Schweigen

Politsatire zur Kohl-Affäre

Kontrast, ISBN 3-935286-04-X

Mädchenleiche unter der Hunsrückeiche

Kriminalroman

Pandion, ISBN 3-934524-19-2

Der Zirkusclown von Kastellaun

Kriminalroman

Pandion, ISBN 3-934524-27-3

In die Falle gehen alle

Kriminalroman

Pandion, ISBN 3-934524-30-3

Heut fall ich über Linda her

Satire um ein Superweib

Kontrast, ISBN 3-935286-21-X

Der Mann meiner Mutter

Kriminalroman

Pandion, ISBN 3-934524-41-9

Diana – Das Komplott

Faction-Thriller

Kontrast, ISBN 3-935286-39-2

Rachegelüste

Psychothriller

Gmeiner, ISBN 3-89977-631-3

Tödliche Träume

Kriminalroman

Pandion, ISBN 3-934524-66-4

Das Fleisch-Kartell

Faction-Thriller

Kontrast, ISBN 3-935286-42-2

Fatale Folgen

Kriminalroman

Pandion, ISBN 978-3-934524-86-6

Verborgene Verbrechen

Kriminalroman

Pandion, ISBN 978-3-934524-94-1

Skrupellos

Faction-Roman

Kontrast, ISBN 978-3-941200-02-9

Ein Fall für Fuß

Kriminalroman

Pandion, ISBN 978-3-86911-017-2

Mysteriöse Morde

Kriminalroman

Pandion, ISBN 978-3-86911-023-3

Tibidabo – All das gebe ich dir

Mysteriöse Liebesgeschichte

Kontrast, ISBN 978-3-941200-14-2

Kurzkrimis in

Ein Schnitter namens Tod: donum dorcadis – Mädchengabe

Grenz-Echo, ISBN 90-5433-165-8

Mord(s)fälle 1: Die Gebrauchsanleitung

Kontrast, ISBN 3-935286-35-X

Fichten, Fälle, Fahnder: Der fünfte Augenblick

Podszun, ISBN 3-86133-382-1

Insel-Krimis: Eine feine Gesellschaft

Leda, ISBN3-934927-59-9

Hörbücher

Eine feine Gesellschaft

Kontrast, ISBN 978-3-935286-90-0

Diana – Das Komplott

Radioropa HörBuch, ISBN 978-3-86667-765-4

Das Fleisch-Kartell

Radioropa-HörBuch, ISBN 978-3-86667-862-0

Herzflimmer

Radioropa-HörBuch, ISBN 978-3-83680-142-3

Rachegelüste

Radioropa-HörBuch, ISBN 978-3-86667-962-7

Tödliche Träume

Radioropa-HörBuch, ISBN 978-3-8368-0148-5

Mädchenleiche

Radioropa-HörBuch, ISBN 978-3-8368-0144-7

Der Zirkusclown

Radioropa-HörBuch, ISBN 978-3-8368-0145-4

Bengeljagd

Radioropa-HörBuch, ISBN 978-3-8368-0143-0

Mann meiner Mutter ISBN 978-3-8368-0147-8

Radioropa-HörBuch,

Fatale Folgen

Radioropa HörBuch, ISBN 978-3-8368-0149-2

In die Falle gehen alle

Radioropa HörBuch , ISBN 978-3-83368-0146-1

In Vorbereitung

Wut tut selten gut

Kriminalroman

Pandion, erscheint 4/2011

Es wird Zeit für mich zu gehen

Vorrecherchen zum Manuskript

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