Markus Seidel

Nach einer Lehre als Buchhändler in Hannover (1990-1992) studierte Markus Seidel Germanistik und Philosophie in Hannover, Wien und Berlin. Während seiner Buchhändlerausbildung und seines Studiums schrieb er Literaturkritiken für verschiedene Blätter (u.a. Hannoversche Allgemeine Zeitung, ab 1995 für die Berliner Zeitung).

Im letzten Semester seines Studiums in Berlin verfasste er seinen ersten Roman "Umwege erhöhen die Ortskenntnis", der ihn 1998 deutschlandweit bekannt machte und von der Kritik überaus gelobt wurde. Danach widmete er sich ausschließlich dem Schreiben.

Es folgte "Freischwimmer", dann "Vom Stand der Dinge", worin Seidel seine Erfahrungen als Leistungsschwimmer einfließen ließ (in den 80er Jahren war er deutscher Rekordhalter im Marathonschwimmen, er schwamm 1985 42 und 1 Jahr später 43 Kilometer) und wofür er das Alfred-Döblin-Stipendium erhielt; darauf folgte "Und alle Zeit der Welt".

Nach der Fertigstellung seines fünften Buches Satt (2003) zog Seidel sich vorerst aus dem Literaturbetrieb zurück. Danach schrieb er gelegentlich Beiträge für verschiedene Zeitungen (wie etwa 2004 über eine Kanada-Reise in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie 2006 über ein Schreibseminar für Die Zeit) und verfasste 2008 unter Pseudonym das Buch zu einem Kinofilm ("Die Briefe der Josefine Eylandt").

Seidel führt seit 2005 eine Agentur für Ghostwriting und Lektorat in Hamburg. 2011 gründete er die Textagentur "plagiat-bereinigung", worüber auch die Medien (z.B. Tagesthemen und NDR aktuell) berichteten.

Alle zwischen 1998 und 2003 erschienenen Romane erscheinen 2015 bei Endeavour Press, London, als Ebook, so wie Ende 2015 auch sein neues Buch "Von Leuten, die ihre Brille verlieren und sich einen Porsche kaufen".

Markus Seidel lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Hamburg.

Franka Potente zu "Umwege erhöhen die Ortskenntnis":

"Ich lese gerade ein Buch mit dem schönen Titel "Umwege erhöhen die Ortskenntnis". Das habe ich von einem Freund gekriegt, den Titel fand ich super. Und das stimmt! Das ist ein junger Autor (...), der von seinem Leben in Berlin berichtet, wie er Berlin erlebt und was für Sehnsüchte er hat. Er fährt auch zwischen Berlin und Wien mit dem Zug hin und her. Das ist eine ganz charmante und ein bisschen schwermütig erzählte Geschichte. Also ich fand das irgendwie schön, mal wieder über Berlin zu lesen. Wie jemand in Mitte steht, er beschreibt das alles. Es passiert natürlich noch einiges mehr in dem Buch. Ich bin aber gerade mittendrin, und zuviel möchte ich ja auch nicht verraten."

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