Martin Karsten

Martin Karsten wurde 1954 in Münster/Westfalen geboren. 1962 zog die Familie nach Süddeutschland nördlich von Karlsruhe. Nach Abitur folgte ein Lehramtsstudium in Germanistik und Geographie an der Universität Heidelberg. Dort promovierte er 1984 in Klimageographie. Arbeitsmarktbedingt folgte eine Umschulung zum Informatiker und anschließend eine Spezialisierung als Datenbankadministrator. Dieses damals noch neue Berufsbild führte ihn in die Landesforstverwaltung von Baden-Württemberg, wo er bis zu seinem Ruhestand Mitte 2019 als Datenbankspezialist angestellt war. Jetzt konnte das bereits 2015 begonnene Romanprojekt 'TRANSSTELLAR' endlich fertiggestellt werden.

Schon im Teenalter begeisterten ihn Perry Rhodan und Raumschiff Orion. Der Grundstein war gelegt und im Laufe der Jahrzehnte vermittelte die Lektüre ungezählter Science-Fiction-Romane auch die spannende Entfaltung des modernen kosmologischen Weltbildes. Stets stellte sich die grundlegende Frage: Wie verändern neue naturwissenschaftliche Entdeckungen unser philosophisches Weltbild? Das ist die Kernfrage der 'Kosmologie', welche im 21. Jahrhundert mit einer Fülle neuer Themen aufwartete: Multiversum, Multidimensionalität, Dunkle Energie und Dunkle Materie, Quantenmechanik, Weltanfang und -ende.

Jede neue Entdeckung schien mehr Fragen als Antworten zu liefern und führt bis heute dem Menschen seine begrenzte Erkenntisfähigkeit deutlich vor Augen.

Beflügelt von immer tieferem Weltverständnis und immer größerem Respekt vor der Komplexität des Universums erlebten auch spirituelle Weltinterpretationen eine Renaissance, nicht zuletzt befruchtet durch das weitläufige Spekulationsfeld der Quantenmechanik.

Historisch eher durch die fortschreitende Medizintechnik bedingt, eröffnete sich mit den Ergebnissen der Nahtodforschung eine weitere Inspirationsquelle. Neben seriösen medizinischen Studien findet sich eine Fülle eindrucksvoller, letztendlich aber schwer beweisbarer Berichte über eine transzendente Existenz. Verknüpft man dieses Thema mit anthroposophischen und theosophischen Weltbildern, 'Gesprächen mit Seth', Einblicken in das tibetanische Totenbuch und einer überbordenden Fülle spiritueller und esoterischer Webseiten, so drängt sich einem der Schluss auf: den 'Geistes'-Wissenschaften geht es nicht besser als der naturwissenschaftlich ausgerichteten Kosmologie. Auf der dünnen Basis weniger empirischer Erkenntnisse oder auch nur rein subjektiver Erfahrungen werden kühne Theorie-Paläste errichtet, deren durchaus komplexe Architekturen sich voneinander teilweise grundlegend unterscheiden. Wenig überprüfbares Wissen in einem Füllhorn eindrucksvoller Spekulationen.

Irgendwann reifte der Entschluss, aus diesen schillernden Mosaiksteinchen scheinbar gegensätzlicher Erkenntniswelten ein stimmiges Gesamtbild zu fügen, einen Roman. 'TRANSSTELLAR' versucht den Balanceakt zwischen Naturwissenschaft und Spiritualität auf dem narrativen Drahtseil einer klassischen SpaceOpera. Doch es ist nur eine Geschichte, kein Glaubensbekenntnis. Allein dies scheint dem Autor gewiss: was hinter dem Vorhang liegt, bleibt dem Menschen grundsätzlich verborgen.

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