Philip W. Blood

Philip W. Blood ist ein Historiker der Kriegskultur, dessen Arbeit Militärgeschichte, Besatzung und Kolonialismus sowie Sicherheitsstudien vereint, um zu zeigen, wie konventionelle Taktiken zu Gräueltaten werden und wie Gewalt kollektive Identitäten prägt. In Hitler’s Bandit Hunters: The SS and the Nazi Occupation of Europe (2006) untersuchte er, wie SS-Sicherheitsdoktrinen (Bandenbekämpfung) zur Kontrolle besetzter Gebiete eingesetzt wurden. Sein späteres Buch Birds of Prey: Hitler’s Luftwaffe, Ordinary Soldiers, and the Holocaust in Poland (2021) nutzte GIS-Kartierung von Luftwaffen-Kriegstagebüchern, um zu zeigen, wie gewöhnliche Soldaten die Besatzung des Białowieża-Waldes durchsetzten. In War Comes to Aachen (2023) reinterpretierte er die RAF-Bombardements als eine Form kultureller Gewalt, die die alliierte Besatzung der Stadt komplizierte. Derzeit schreibt er ein Buch darüber, wie der Kolonialismus die Besatzung Polens durch das Kaiserreich Deutschland im Ersten Weltkrieg beeinflusste.

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