Henning Pietzsch

Dr. Henning Pietzsch, geb, 1962, wuchs in Zeitz, Halle/S. (S.-Anhalt) und Jena (Thüringen) auf und erlernte den Beruf des Installateurs. Pietzsch arbeitete bis zu seiner Ausreise 1988 zehn Jahre aktiv in der kirchlichen Jungen Gemeinde Jena mit. Nach seiner Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR im Februar 1988 siedelte er nach West-Berlin über, holte sein Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg nach und studierte anschließend an der TU-Berlin Geschichte und Politikwissenschaft. Danach arbeitete er u.a. bei der Robert-Havemann-Gesellschaft und war Stipendiat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin. 2004 wurde er an der TU-Berlin von Prof. Dr. Wolfgang Benz promoviert. 2005 erschienen seine ersten Bücher. 2007-2012 war er Projektmanager der Geschichtswerkstatt Jena e.V. und Redakteur der Zeitschrift "Gerbergasse 18" - Thüringer Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte und Politik. 2012-2014 wurde er zum stellv. Direktor der Point Alpha Stiftung Geisa berufen und im Januar 2013 zum Vorstandsvorsitzenden der Geschichtswerkstatt Jena e.V. gewählt. Im Rahmen der Zeitzeugenwerkstatt der Geschichtswerkstatt entstanden unter seiner Leitung in Zusammenarbeit mit der Filmproduktion mExtra mehrere Zeitzeugendokumentationen (Gesichter der friedlichen Revolution 2009, 20 Jahre Deutsche Einheit - Das Jahr 1990 in Jena 2010, Deutsche Teilung - Deutsche Wiedervereinigung 2012, Der 17. Juni 1953 in Jena 2014). Er veröffentlichte u.a. zahlreiche Aufsätze, Beiträge und Rezensionen in der "Gerbergasse 18", im Deutschland Archiv, in der Zeitschrift Horch & Guck sowie in Sammelbänden (Fotos). Unter seiner Fachberatung entstanden zwischen 2005 und 2017 in Zusammenarbeit mit Tom Franke (armadafilm Berlin), Andreas Kuno Richter (2011 Bayerischer Fernsehpreisträger) und Lutz Rentner (NOHAFILM Berlin) mehrere Dokumentarfilme zur SED-Diktatur (Tod im Stasiknast 2005, Die nationale Front 2006, Das braune Erbe 2007, Briefe an Freunde 2011) und Zeitgeschichte (Mythos Oktoberrevolution 2017). 2015 bis 2019 Mitglied der Arbeitsgruppe "Tod von Matthias Domaschk" der Thüringer Staatskanzlei und 2015 bis 2018 ehrenamtliches Mitglied in der historischen Kommission der Thüringer CDU-Landtagsfraktion zur Geschichte der CDU in Thüringen und in den Bezirken Erfurt, Suhl und Gera von 1945 bis 1990. 2019 Veröffentlichung "Matthias Domaschk 2.0 - Suizid oder Mord in Stasi-Haft 81?"