Hubertus Knabe

Seit mehr als 40 Jahren arbeitet und publiziert der Historiker Hubertus Knabe über die DDR und den Kommunismus. Sein Oeuvre umfasst mehr als ein Dutzend Bücher sowie über zweihundert Aufsätze und Zeitungsartikel.

Nach der Flucht seiner Eltern aus der DDR wurde Knabe 1959 in Unna geboren. Er studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Bremen und promovierte 1991 am Fachbereich Politische Wissenschaft der Freien Universität Berlin. Von 1983 bis 1985 war er Pressesprecher der Fraktion der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft. Nach weiteren beruflichen Stationen wurde er 1992 Fachbereichsleiter für Forschung in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Im Jahr 2000 wurde er zum Gründungsdirektor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen berufen, die er 18 Jahre leitete. Seit 2020 forscht Knabe am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Würzburg. Für seine Arbeit wurde er 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er ist Mitglied des Zeithistorischen Beirates der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Der Historiker veröffentlichte eine Reihe grundlegender Werke zur deutschen Nachkriegsgeschichte, darunter „Die unterwanderte Republik. Stasi im Westen“, „Der Diskrete Charme der DDR. Stasi und Westmedien“, „17. Juni 1953. Ein deutscher Aufstand“, „Tag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland“, „Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur“ sowie „Honeckers Erben. Die Wahrheit über die Linke“. Knabe verfasst zudem regelmäßig Analysen für Zeitungen wie Die Welt, Neue Zürcher Zeitung, FAZ oder die Berliner Morgenpost.

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