Reinhold Aßfalg

Geboren bin ich 1940 in Seekirch am Federsee, einem kleinen Dorf in Oberschwaben. Mein Elternhaus war der "Gasthof zum Schwarzen Adler", ein Wirtshaus also - und beste Voraussetzung für meine spätere Arbeit als Leiter einer Fachklinik für Suchtkranke; fast so wichtig wie meine Ausbildung zum Dipl.-Psychologen und Psychotherapeuten.

Aus den psychotherapeutischen Theorien und aus den praktischen Erfahrungen: Was lernen wir daraus für unser Leben?

Wer sich mit dieser Frage beschäftigt, stößt zwangsläufig auf die Frage nach dem "Glück".

Erstes Ergebnis meiner Untersuchungen war die paradoxe Feststellung, dass wir zwar viel vom Glück reden und vom Glück träumen, aber wenn es auch nur ansatzweise da ist, schauen wir weg. Wir wissen, wie wir unser Unglück pflegen und das Glück verhindern können. Davon handelt mein Buch "Über das Glück - und wie wir es verhindern können. Neun Strategien zur Förderung des Unglücks." Erschienen bei Pabst Science Publishers, Lengerich, 2012.

Titel und Buch sind paradox formuliert. Es bestätigt sich, dass gerade die forcierte Suche nach dem Glück dieses verhindert. Die aufgezeigten neun Strategien sind die beliebtesten Möglichkeiten, wie man sein Glück durch Übertreibung verhindern kann.

Ratsam wäre es, die unheilvollen Übertreibungen zu vermeiden und sich bei der Glückssuche auf einer mittleren Ebene einzupendeln. Alles spricht für den mittleren Weg, der alles andere als langweilig ist.

Mein neues Buch (Juni 2016 bei Kindle) trägt deshalb den Titel:

„Der mittlere Weg – vergiss die Suche nach dem ganz großen Glück, aber mach aus deinem Leben das Beste!

(Nebenbei: Meine erste Formulierung lautete: Pfeif’ auf das Glück... – Das war mir dann aber doch zu salopp und der ungewollten Feierlichkeit, die das Wort „Glück“ mit sich bringt, nicht angemessen. Deshalb besser: Vergiss’ die Suche... usw.

Ich untersuche zunächst die verschiedenen Bedeutungen des Wortes Glück und zeige, dass es sich um einen äußerst unscharfen, mehrdeutigen Begriff handelt, mit dem allgemeine Aussagen kaum zu erreichen sind. „Glück“ ist immer persönlich und die Frage nach dem Glück nur sehr persönlich zu beantworten. Genau dasselbe gilt aber auch für „das Beste“. Was ist das – in meiner Situation das Beste für mich? Was ist – in deiner Situation – das Beste für dich?

Lassen wir uns auf diesem wichtigen Gebiet nichts einreden! Vertrauen wir auf unsere eigenen Erfahrungen – und auf unseren Verstand!

Das Buch lädt die Leserin und den Leser zu einer gemeinsamen Erkundung verschiedener Wege ein, die ein zufriedenes und glückliches Leben – vielleicht – wahrscheinlicher machen.

Während das erste Buch, über die Verhinderung des Glücks, von Lesern meistens als provokant und humorvoll beurteilt wird, schlägt das zweite einen etwas ernsteren Ton an, nicht ganz so provokant, aber nicht ohne Humor. Wie sonst wäre ein Buch über ein so großes Thema erträglich?

Die Leserin, den Leser lade ich zu kritischer Lektüre ein. Wenn Sie mir dazu etwas mitteilen wollen, können Sie dies auf dieser Autorenseite oder über Facebook. Über jede Reaktion freue ich mich.