Bernd M. Lindenberg

Dr. Bernd Michael Lindenberg: Der Autisseur an den Abgründen der Vernunft

„Was sich nicht lehren lässt, gehört in einen Thriller.“ Nach Jahrzehnten als Dozent für Wirtschaftsethik (u. a. an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der FOM) zieht Dr. Bernd Michael Lindenberg die Konsequenz: Er verlässt den geschützten Raum der Theorie, um die gefährlichsten Auswüchse der Unvernunft dort zu untersuchen, wo sie ihre volle, zerstörerische Kraft entfalten – in der Fiktion.

Die neue Dimension des Schreibens: Der Autisseur

Lindenberg agiert als Autisseur (Autor & Regisseur). In einem wegweisenden Prozess nutzt er Künstliche Intelligenz als analytischen Partner, um die „Krankheiten des Kopfes“ zu sezieren. In seiner Sachbuch-Reihe „Kantiges Denken“ entlarvt er mit KI-Unterstützung jene gesellschaftlichen Denkfallen, die den modernen Diskurs zunehmend dem Wahnsinn verfallen lassen. Diese Symbiose aus menschlicher Kreativität und maschineller Logik hat sein eigenes Denken geschärft und bildet das Fundament für ein Werk, das die Grenzen der Gattungen sprengt.

Das Opus Magnum: Die drei Tode des Betrachters

Der Abschluss seiner Trilogie „3 Experimente in Terror“ markiert den radikalen Höhepunkt dieser Reise. Während „Tödliche Zeichen“ und „Menschenversuche“ den Leser in die Welt der Ideologien und der medizinischen Gier entführten, ist „Die drei Tode des Betrachters“ ein technologisches und psychologisches Labyrinth.

Auf Norderney beginnt eine Spur, die bis ins Zentrum eines neuartigen Krieges führt: Ein Krieg um die Wahrnehmung. Wer kontrolliert, was wir sehen? Und wer stirbt, wenn die Realität selbst zur Simulation wird? In diesem Werk tritt die KI nicht mehr nur als Thema auf – als digitaler Co-Regisseur hat sie den Text mitgestaltet, um die Grenzen zwischen Wahrheit und Täuschung für den Leser fühlbar zu machen. Es ist eine Welt, in der der Betrachter glaubt zu urteilen, während er längst selbst zum Ziel geworden ist.

Jenseits der Klischees: Drei Paare im Kreuzfeuer

Lindenbergs Protagonisten sind keine Abziehbilder, sondern komplexe Akteure in einem tödlichen Spiel:

• Dr. Johannes Schwarz & Lizzie: Ein Gespann auf Augenhöhe, dessen Beziehung durch scharfes philosophisches Sparring und gemeinsame Analyse definiert wird.

• Phoebe Zoe Walker („Bi“) & Ashkan Horri: Professionelle Präzision trifft auf die Suche nach moralischer Orientierung in einem Sumpf aus manipulierten Daten.

• Ariel Brunner & Karim El-Samarany: Die Allianz aus technologischer Genialität und einer unerbittlichen, fast schon mathematischen Präzision.

Zwischen Aufklärung und Zukunft

Der Autor lebt in Neuss und blickt seit 2023 mit einer neuen Dringlichkeit auf die Welt: Er ist Großvater. Diese Rolle verstärkt seinen Antrieb, die Mechanismen der Vernunft nicht nur theoretisch zu analysieren, sondern sie als Schutzschild für die nächste Generation begreifbar zu machen.

Doch die Aufklärung hat ihren Preis. Für jene, die den Pfad der Logik verlassen haben, wird Ariel Brunner zur letzten Instanz. Ihr Schlusswort ist keine Entschuldigung, sondern eine Drohung im Namen der Vernunft an eine unvernünftige Welt:

„Ich bin ein artiges Mädchen, ich kille ganz artig.“