Bodo Herzog

Werksarchivar i.R. Bodo Herzog (*1925) diente bei der Kriegsmarine als Leutnant und bei der German Minesweeping Administration (GMSA) unter der Royal Navy.

Er war bis 1986 Leiter eines der größten und ältesten Werksarchive, dem Historischen Archiv der Gutehoffnungshütte (GHH) in Oberhausen (Gründung und Initiative: Kommerzienrat Dr. Paul Reusch) und betreute über 220 wissenschaftliche Projekte, darunter rund 120 Dissertationen und Habilitationen aus Deutschland, Kanada, England, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Korea, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden und den USA.

Bodo Herzog verfasste zudem rund 65 biographische Einzelskizzen und Darstellungen über U-Boot-Offiziere (u.a. auch für die "Neue Deutsche Biographie").

Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Themen Marine - unter besonderer Berücksichtigung der deutschen U-Boot-Waffe -, Technik und Geschichte, darunter Architektur- und Industriegeschichte sowie die Geschichte des Schulwesens während des Nationalsozialismus und die Regionalgeschichte der Stadt Oberhausen.

Daraus resultieren über 650 deutschsprachige und internationale Veröffentlichungen.

In dem von Stephen Howarth im Jahre 1992 im Verlag Weidenfeld und Nicolson herausgegebenen, bedeutenden Standardwerk "Men of War - Great Naval Leaders of World War II", in dem insgesamt 31 Seeoffiziere vorgestellt werden, war Herzog von 26 Autoren der einzige deutsche Marine-Historiker. Er wurde im Abschnitt "The Submariners" - in welchem nur über drei Offiziere berichtet wird - für das 18. Kapitel "Admiral Otto Kretschmer - German Navy" verpflichtet: "Herzog is one of Germany's leading experts in the history of the Kriegsmarine's U-boat arm (...)." (Howarth 1993, in der Autorenvorstellung des Sammelbandes).