Eugen Herman-Friede, 1926 geboren, in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, besuchte zwangsweise die jüdische Mittelschule bis zu deren Schließung 1942. Im Januar 1943 tauchte er unter, um seiner Deportation zu entgehen. Im Sommer 1943 wurde er nach Luckenwalde vermittelt, wo er die Gründung der Widerstandsgruppe »Gemeinschaft für Frieden und Aufbau« erlebte und in ihr mitwirkte. Im Dezember 1944 verhaftet, überstand Eugen Herman-Friede das Ende der nationalsozialistischen Diktatur in verschiedenen Gefängnissen bis zur Befreiung im April 1945.
Eugen Herman-Friede hat nach seiner Befreiung zunächst einige Jahre in Ostberlin gelebt.
Anfang 1949 flüchtet er nach Westberlin, 1953 geht er mit seiner Familie für einige Jahre nach Kanada und kehrt schließlich nach Deutschland zurück. Eugen Herman-Friede lebte über 50 Jahre in Kronberg im Taunus, wo er am 6. Oktober 2018 verstarb.
Seine Bücher über das Leben im Untergrund und im Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurden in vielen Auflagen verkauft. Eugen Herman-Friede hat als Zeitzeuge zahlreiche Lesungen gehalten und wurde 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im Jüdischen Museum und in der Gedenkstätte Stille Helden in Berlin sind die historischen Hintergründe der Geschichte sowie die Autobiographie des Autors dokumentiert. In Publikationen und Fernsehdokumentationen werden seine Bücher als Referenzen aufgeführt und finden positive Aufmerksamkeit in Kritikerkreisen und deutscher Kulturpolitik.