Richard Drab

Ich heiße Richard Drab, Jahrgang 1958, und lebe heute mit dem wunderbaren Gefühl, endlich Zeit für all das zu haben, was mich wirklich erfüllt. Schreiben, Musik, Technik, Reisen – es gibt viele Wege, die meine Neugier wecken, und fast jeden Tag entdecke ich etwas Neues, das mich fesselt. Stillstand liegt mir fern – im Gegenteil: Mein Kopf ist ein offenes Atelier voller Ideen, und meine Tage sind oft zu kurz für all das, was ich gestalten möchte.

Die Liebe zum Schreiben kam nicht über Nacht, sondern wuchs leise – wie ein Same, der unbemerkt keimt und eines Tages kräftig aus der Erde bricht. Wirklich intensiv wurde sie, als ich die handschriftliche Rezeptsammlung meiner Mutter in den Händen hielt: sorgfältig angelegt, von einer Leidenschaft für ehrliche, gesunde Vollwertküche durchdrungen. Ich habe diese Sammlung aufbereitet, ergänzt, in Worte gefasst – und dabei entdeckt, wie sehr es mich erfüllt, Geschichten zu ordnen, Erinnerungen zu bewahren und etwas zu schaffen, das Bestand hat.

Seither begleitet mich das Schreiben wie ein treuer Freund. Über viele Jahre hinweg sind unzählige Skizzen, Fragmente, Gedanken und Reiseeindrücke entstanden – kleine Mosaiksteine, die ich nun nach und nach zu vollständigen Büchern füge. Es ist ein Prozess wie das Restaurieren eines alten Gemäldes: Man legt Schicht für Schicht frei, bis die Farben wieder leuchten und die Szene zu neuem Leben erwacht.

Doch mein kreatives Leben ist nicht auf das Schreiben beschränkt. Musik spielt eine ebenso große Rolle: Ich spiele Tenorsaxophon, komponiere, experimentiere. Meine Frau Eveline ist Pianistin – ihr musikalisches Können ist für mich Herausforderung und Inspiration zugleich. Unsere Zusammenarbeit ist ein stiller Dialog aus Tönen, Blicken und Ideen.

Auch Technik ist für mich ein Feld der Kreativität: Ich programmiere in Java, PHP und HTML, entwerfe Grafiken, schreibe Liedtexte, arbeite mit MIDI, mische Musikstücke und erkunde zunehmend die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz. Oft verbinden sich diese Bereiche – aus einem einzigen Gedanken kann ein Musikstück entstehen, ein Text, ein Stück Code oder ein Buch.

Besonders nah ist mir Italien: mit dem Boot durch stille Kanäle zu fahren, kleine Orte jenseits der bekannten Pfade zu entdecken, Menschen, Küche, Sprache und Kultur in mich aufzunehmen – all das nährt meine Fantasie. Viele meiner Texte tragen diesen Geist in sich: das Licht, die Leichtigkeit und den Geschmack eines Landes, das ich liebe.

Langeweile kennt mein Leben nicht. Jeder Tag ist für mich ein Geschenk – eine Gelegenheit, Neues zu schaffen, zu verstehen oder mit anderen zu teilen.