Wenn früher bei uns zu Hause geschlachtet wurde, war das für mich als Kind immer ein Erlebnis. Wir Mädchen durften erst wieder raus, wenn das Schwein schon tot war. Für mich heute, eine völlig richtige Entscheidung meiner Eltern!
Die Jahre vergingen und ich habe in eine Familie eingeheiratet, die auch noch selbst geschlachtet hat. Und da war sie wieder, meine Liebe zum Wurst machen.
Genau wie ich früher, durften meine beiden Söhne auch erst raus, als das Schwein schon tot war, was sie mir damals sehr übel genommen haben.
Meine Liebe zum Wursteln haben meine beiden Söhne geprägt und sie haben beide den Beruf Metzger erlernt und ihren Meister gemacht.
Mit 55 Jahren bin ich aus dem Berufsleben getreten und habe mich wieder an das Wursteln erinnert.
Ein schöner Raum wurde auf dem Grundstück von meinem Mann hergerichtet, professionelle Maschinen wurden nach und nach angeschafft und mein erster Versuch konnte endlich losgehen.
Ich habe Leberwurst gemacht, weil ich glaubte die geht einfach. Aber das Ergebnis sagte etwas anderes, völlig trocken, krümlig, mit anderen Worten, unser Hund hat sich damals sehr gefreut.
Heute weiß ich das zum Wurst machen herstellen braucht auch viel Wissen. Also habe ich mich 4 Jahre informiert, gelesen, Seminare besucht, und selbst getüftelt.
Heute mache ich unsere komplette Versorgung, von Wurst, Schinken, Salami und vielen Dingen mehr, selbst.
Da nun viele Menschen nach einem Rezept und der Herstellung fragen, kam mir die Idee, dass ich ein Büchlein schreibe, mit Rezepten und ganz genauer Anleitung, so dass jeder Hobbywurstler seine eigene Wurst herstellen kann.
Dieses Buch ist für alle, die ab sofort ihre eigene Wurst selber herstellen wollen. Was für mich und meine Lieben das wichtigste ist, ich weiß was in der Wurst steckt! Und da schmeckt die Wurst gleich noch viel besser.
Ich wünsche viel Freude beim Nachmachen, und gutes Gelingen.
Ihre Hobbywurstlerin
Tabea