Zusammenfassung:
In Deutschland ist Sophie Scholls Name heute gleichbedeutend mit Freiheit. Als Gründungsmitglied einer studentischen Widerstandsgruppe in München trug sie 1942/43 zur Verbreitung antifaschistischer Flugblätter mit bei. Dieses Buch versucht erstmalig, Sophies Beweggründe klarzustellen, indem es ihre siebenjährige Beziehung mit dem deutschen Wehrmachtsoffizier Fritz Hartnagel aufdeckt.
Als Leiter von Nachschubkompanien sowohl an der West- wie an der Ostfront schrieb Fritz Hartnagel Sophie, wie er Zeuge von Gräueltaten der SS und der Wehrmacht wurde. Mit diesen Informationen eines Augenzeugen intensivierte Sophie ihre Untergrundtätigkeit mit ihrem Bruder und dessen Freunden. Sie nannten sich zunächst die „Weiße Rose“ und später „Der Deutsche Widerstand“ und führten gefährliche Missionen aus, bei denen sie in vielen süddeutschen Städten insgesamt fünfmal Flugblätter verteilten, die zum Widerstand gegen Hitler aufriefen.
Am Abend von Sophies Verhaftung, „Verurteilung“ und Hinrichtung durch die Guillotine überlebte Fritz gerade noch die Schlacht von Stalingrad, eine der schlimmsten der Geschichte.
Die Korrespondenz der beiden bewirkte mehr, als Scholl lediglich weiterhin im Kampf gegen den deutschen Diktator zu motivieren. Die Beziehung von Sophie und Fritz – zweier Menschen, die auf gegensätzlichen Seiten des Krieges gefangen waren – illustriert die moralisch komplexe Situation der Deutschen, die unter Hitler leben mussten, und sie ist letztlich auch eine Liebesgeschichte.
Spezifizierung:
+ Erzählendes Sachbuch/Mixed Genre/Docu-Fiction
+ Zweiter Weltkrieg / Biographie / Junge erwachsene Leser
+ MS mit Kapitelanmerkungen, die Fakten der deutschen
Geschichte von 1933-1945 enthalten
+ Fotografien aus Staatsarchiven in Ulm, Berlin und München
+ 80 Quellen enthalten Interviews mit Augenzeugen,
wichtiges Archivmaterial und Auszüge aus Briefen
Hartnagels an Scholl
+ Kapitelanmerkungen (Kapitelüberschriften sind Exzerpte
aus Hartnagels Briefen und Tagebüchern)
Archives
Ulm:
KZ Gedenkstätte und StadtsArchiv. Concentration Camp Memorial Museum and City Archives
Munich:
Institut für Zeitgeschichte: Aicher-Scholl Estate and FA 215 Bd. 1-5
And by special permission, Sophie Scholl’s Unpublished Diaries and Drawings, Folders 1-4. Institute of Contemporary History
Weisse Rose Institut.
Bayerische Staatsbibliothek.
Universitätsarchiv, Ludwig-Maximilians Universität
Stadtsarchiv and StaatsarchivMünchen
Sigmaringen:
Kreisarchiv
Landratsamt
Berlin:
Bundesarchiv
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Freiburg:
Bundesmilitärarchiv