David E Mungello

D. E. Mungello, Enkel italianischer und deutscher Einwander, wurde 1943 in einem Dorf in USA geboren. Aus Interesse an der Fremde und dem Vergangenen wollte er immer weiter fort, um der verlorenen und exotischen Welten wieder habhaft zu werden. Im Alter von siebsehn Jahren war er schon unterwegs. Nach Lehr- und Wanderjahren in Dallas, Washington, D.C., Copenhagen und Taipei, wurde 1973 an der University of California in Berkeley für Geschichte mit einer Arbeit über Leibniz und den Konfuzianismus promoviert. Er forschte als Alexander von Humboldt-Stipendiat 1978-80 am Leibniz-Archiv in Hannover, als Stipendiat 1984 in Wolfenbüttel an der Herzog-August-Bibliothek, 1986 in Shanghai an der alten Jesuiten-Bibliothek von Zikawei (Xujiahui), 1989 in Hangzhou, 1997 in Jinan, 1999 in Rom. 1973 bis 1974 nahm er am Lingnan College in Hong Kong einen Lehrauftrag für die Geschichte Chinas wahr. 1980 und 1984 ist er Lehrbeaufträgter der Universität Düsseldorf für dasselbe Fach. 1979 gründete er die Zeitschrift Sino-Western Cultural Relations Journal, Bde. 1 (1979) – 38 (2016). Seit 1994 ist er Prof. für Geschichte an der Baylor University, Waco, Texas. Er ist ein ausgewiesener Fachmann für die Geschichte der Begegnung Chinas mit dem Western, besonders mit dem Christentum, wozu der er zahlreiche Artikel und Bücher veröffentlicht hat. Sein Bücher wurden ins Chinesische und Koreanische übersetzt. Dazu hat er Büchern neuralgische Themen, zum Beispiel die Kindestötung von Mädchen sowie westliche Schwule in China, behandelt. Vor kurzem ist seine Memorien über seine italianische Farmilie erschienen. Er lebt heute als Schriftsteller und Historiker in Texas.