Sebastian liebt das Abenteuer und hat Off The Path 2011 aus seinem kleinen Studentenzimmer gegründet. Spätestens nach seinem Work & Travel in Australien war er vom Reisen absolut angefixt und hat seither nicht nur an die 100 Länder besucht, sondern auch schon mehrere Orte auf dieser Welt sein Zuhause nennen dürfen, darunter die Niederlande, Bulgarien, Thailand und Indonesien.
Nie vergessen wird er den Moment, als er das erste Mal einen Orca beim Kajaken rund um Vancouver Island entdeckte, genauso wenig wie den Moment, als er bei einer Walking Safari zwischen zwei Elefantenbullen steckte und die Dämmerung langsam einsetzte. Dafür kann er schon gar nicht mehr mitzählen, wie oft er sich bereits von der Bloukrans-Brücke in Südafrika gestürzt hat, die höchste Brücke weltweit von der ein Bungee-Sprung möglich ist.
Den höchsten Wasserfall, den man kommerziell mit einem Raft bezwingen kann, hat er übrigens auch schon mehrmals gemeistert, aber das war in Neuseeland. Noch krasser war allerdings die Rafting-Tour auf einem Nebenfluss des Amazonas in Ecuador, bei der der Guide eigentlich nur ein Kommando von sich gab und zwar “Paddle for your life!”, und das war auch so gemeint.
Gefühlt genauso um sein Leben paddelte er im Kanu über den Athabasca River in Alberta, bei dem er am Ufer frische Tatzenabdrücke eines riesigen Grizzlys entdeckte und nachts bei Minusgraden irgendwo im Nirgendwo zeltete. Ob es ein Abenteuer gibt, das er nicht bestreiten würde? Wohl kaum. Einzige Bedingung ist nur, dass er Line dabei an seiner Seite hat, und das war bis dato auch immer der Fall. Nur von einer Brücke mochte sie noch nicht springen, aber dazu wird Sebastian sie bestimmt auch noch überreden können.
Aufgewachsen ist er übrigens in Spanien und zwar auf Mallorca, auch wenn sein leicht rötlicher Bart eher vermuten ließe, dass er von einer ganz anderen Insel stammt, nämlich von der der Iren. Apropos bestätigt auch sein DNA-Test einen irischen Einfluss. Woher dieser kommt, kann sich jedoch niemand in seiner Familie erklären – aber an St. Patricks Day ist doch sowieso jeder gerne ein bisschen irisch, oder nicht?
Heute hat es Sebastian in die Berge nach Garmisch-Partenkirchen verschlagen, wo er gemeinsam mit Line lebt. Auch wenn er es sich nie hätte ausmalen können ausgerechnet nach Bayern zu ziehen, gab es bis jetzt keinen anderen Ort auf dieser Welt an dem es ihm so gut gefällt: Deutschlands höchster Gipfel, zahlreiche Bergseen, wilde Täler und Flüsse und unendlich viele Abenteuer warten hier direkt vor der Haustür. Ja mei, es ist aber auch schee hier! Ein wenig fühlt es sich an wie in Kanada, und sogar ein Braunbär wurde hier jüngst entdeckt.
Falls sich Sebastian mal gerade nicht ins Abenteuer stürzt, findest du ihn entweder vor seinem Laptop oder an einer Siebträgermaschine. Denn seine zweite Leidenschaft gilt ganz dem Speciality Coffee – wie gut, dass es dafür mit Wildkaffee ebenfalls eine tolle Adresse hier in Garmisch-Partenkirchen gibt.