Markus Mühling

Markus Mühling (* 27. Dezember 1969 in Frankfurt/Main) studierte Ev. Theologie an der Universität Kiel, wurde 2000 mit dem Werk „Gott ist Liebe“ promoviert und habilitierte sich an der Universität Heidelberg im Jahre 2005 zum Thema „Versöhnendes Handeln – Handeln in Versöhnung“. Nach Vikariat, Ordination und einer Gastprofessur an der University of Aberdeen (Scotland) war er Professor an der Universität Lüneburg. Seit 2018 ist er Professor für Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel.

Im ersten Band seines Hauptwerks „Post-Systematische Theologie“, entwickelt er eine narrative Ontologie auf der phänomenalen Basis des "Wahrwertnehmens". Begriffe wie Zeit, Raum, Kausalität, dramatische Kohärenz, Wahrheit etc. werden narrativ fundiert und führen zu einem Begriff der Offenbarung als Wahrwertnehmen im Medium des Evangeliums. Von hier aus werden klassische Themen theologischer Einleitungsfragen neu bestimmt. Mühling versteht Sein grundsätzlich als dynamisch-relationales Werden, das der Alternative einer Ortsorientierung und einer Wegorientierung unterliegt. In der Wegorientierung gibt es keine Endziele, sondern nur vorläufige Ziele, die während des Werdens beständig revidiert werden. Die Ortsorientierung wird als Abstraktion und Entstellung der Wegorientierung verstanden. Paradigma dieses wegorientierten Werdens ist der trinitarische Gott selbst, der die Integration aller bewegten Perspektiven unter der partikularen Weglinienperspektive Jesu Christi bildet.

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