Bevor Kinotrailer wie wir sie heute kennen sich durchgesetzt hatten, mussten Filmstudios zu anderen Hilfsmitteln greifen, um das Interesse des Publikums an ihrem Film zu wecken. Wie auch heute noch spielten bereits ab den 1920er Jahren Filmplakate eine wichtige Rolle. Diese hingen oft in Schaukästen vor den Kinos, um Vorbeigehende hereinzulocken. Obwohl die Plakate massenhaft produziert wurden, sind gerade ältere Poster begehrte Sammelobjekte. 2005 wurde ein Filmplakat des Films Metropolis aus dem Jahr 1927 für 690.000 Dollar versteigert. Genau wie bei Büchern richtet sich der Preis von Filmplakaten vornehmlich nach Alter, Zustand und Seltenheit, aber auch das Motiv oder die Beliebtheit des Grafikers, der das Plakat entwarf, können den Wert steigern.

Sobald das Interesse des potenziellen Zuschauers geweckt war, konnte er mithilfe von Filmprogrammen alles Wissenswerte über dem Film erfahren. Diese Hefte enthielten auf wenigen Seiten Informationen zur Handlung, den Schauspielern, dem Regisseur und weiteren Mitwirkenden.

In Interviews mit Filmzeitschriften gaben sich die Stars und Sternchen hingegen (vermeintlich) ganz privat. Doch die Zeitschriften sind nicht nur eine wunderbare Quelle für den Klatsch und Tratsch von gestern, sondern vermitteln auch einen Eindruck davon, wie ein Film zum Zeitpunkt der Erstaufführung rezipiert wurde. In manchen wird sogar in Berichten über den Beruf des Kameramanns oder des Regisseurs der Blick hinter die Kulissen der Filmbranche gewährt.

Darüber hinaus gibt es beim ZVAB unzählige weitere faszinierende Filmobjekte zu Jetzt stöbern. Unsere Auswahl reicht dabei von einem eigenhändigen Brief der erst 15-jährigen Romy Schneider über signierte Autogrammkarten bis hin zu Original-Drehbüchern.

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