In Biographien unterwegs: Herr Dr. Ulrich Lölke vom Antiquariat Atlas, Hamburg

Was bedeutet der Beruf des Antiquars für Sie?
Mit Menschen manchmal sehr nahe in Kontakt zu kommen - in der Gestalt ihrer Büchersammlungen, ihrer Wohnzimmer oder als Kunden im Laden. Häufig unternimmt man als Antiquar Reisen in die Vergangenheit eines Menschen und erfährt durch die Bücher sehr viel über eine Biographie.

Was fasziniert Sie an alten Büchern und Autographen?
Die Geschichte, die man an ihnen ablesen kann. Und die Tatsache, dass sie keine sterilen Industrieprodukte sind und auch nicht nach Weichmachern riechen, dass ihre Geschichte sie lebendig macht.

Wie sind Sie Antiquar geworden?
Ich erzähle immer die Geschichte aus der Remington-Werbung aus den 1980er Jahren: "Der Remington hat mir so gut gefallen, da habe ich gleich die ganze Firma gekauft". Meine Vorgängerin Ellinor Lang vom "Antiquariat Der Rabe" - heute in Erlangen - sagte, kauf doch nicht immer nur ein Buch - kauf doch gleich den ganzen Laden. Das habe ich dann gemacht.

Wie kam es zur Spezialisierung auf die Bereiche Philosophie, Naturwissenschaften, Afrika, Reiseberichte und Kunst der Gegenwart?
Dabei handelt es sich um Themen, die mich interessiert haben, die ich auch studiert habe, und die ich für antiquarisch interessant halte.

Zum zweiten Mal finden im Dezember die Antiquarischen Büchertage im Altonaer Museum statt. Was reizt Sie an der Ausrichtung dieser Veranstaltung? Wodurch zeichnet sich diese Veranstaltung aus?
Ja, am 11. und 12. Dezember, mit 24 Antiquaren vor allem aus dem norddeutschen Raum, von Lübeck über Bremen und Stadland bis Braunschweig. Die meisten Kollegen kommen natürlich aus Hamburg. Der Reiz des Veranstaltens liegt vor allem in dem tollen Team das wir haben, mit Jutta und Hans-Joachim Hünteler, Christian Höflich und Meinhard Knigge. Ich habe noch nie eine Veranstaltung so "leichtfüßig" organisiert. Die Veranstaltung zeichnet sich dadurch aus, dass sie klein und damit der Aufwand auch relativ gering ist. Das unternehmerische Risiko ist wohl auch für alle Teilnehmer überschaubar und wir haben trotzdem für die Kunden ein breites und interessantes Repertoire antiquarischer Bücher - von der Fotografie über Literatur, Kunst, Technik usw. Das Altonaer Museum ist zudem ein sehr schöner Ort.

Von welchen Stücken sind Sie persönlich besonders fasziniert?
Diejenigen, die ich beim Ankauf unterschätzt habe und die sich dann im Laufe der Recherche als besonders und eigenwillig zu erkennen geben.

Wie kommen Sie an Ihre Bücher?
"Die laufen mir nach." Das heißt, Bücher bekomme ich jeden Tag aufs Neue in größeren Mengen in den Laden getragen. Die Schwierigkeit ist die Auswahl der richtigen und verkaufbaren Bücher.

Wenn man als Laie an alte Bücher denkt, dann denkt man wahrscheinlich als erstes an alte Drucke, die mehrere tausend Euro wert sind und die man sich als Normalsterblicher gar nicht leisten kann. Ist das tatsächlich so, oder haben Sie auch etwas für den schmaleren Geldbeutel?
Ich verkaufe Bücher eher im mittleren Preissegment. In meinem Ladengeschäft bekommt man Bücher ab zwei Euro, aber auch Bücher für 2000,- EUR und darüber. Das Internet hat natürlich auch eine andere Dynamik, und hier versuche ich Bücher zu verkaufen, die interessant und seltener sind, nicht die Massenware für einen Euro pro Buch. Ich bestelle allerdings auch viele Bücher für meine Kunden, und das sind doch sehr häufig Bücher um die zehn Euro.

Sie haben den ganzen Tag beruflich mit Büchern zu tun. Haben Sie abends genug von Literatur oder lesen Sie auch privat gerne?
Auch privat lese ich sehr gerne. Gerade habe ich Herta Müllers "Herztier" gelesen. Außerdem arbeite ich noch als Religionslehrer in Hamburg, und auch da geht es darum, die Schüler dafür zu gewinnen, dass das "analoge Lesen" wichtig ist. Ich zeige ihnen manchmal ein Buch, damit sie nicht vergessen, wie so etwas aussieht.

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