Vor der Sündfluth! Eine Geschichte der Urwelt. Mit vielen Abbildungen ausgestorbener Thiergeschlechter und urweltlicher Landschaftsbilder.

Fraas, Oscar:

Verlag: Stuttgart, Hoffmann,, 1866
Hardcover
Verkäufer Göppinger Antiquariat (Göppingen, Deutschland)

AbeBooks Verkäufer seit 8. April 2015 Verkäuferbewertung 5 Sterne

Verbandsmitglied:
Anzahl: 1

Gebraucht kaufen
Preis: EUR 184,00 Währung umrechnen
Versand: EUR 20,00 Von Deutschland nach USA Versandziele, Kosten & Dauer
In den Warenkorb legen

Beschreibung

XI, 512 S. mit 25 Tonbildern, 2 Karten und zahlr.Holzschnitten Einband berieben, bestoßen und an der vorderen unteren Kante mit etwas Nagerfraß. Durchgehend fleckig und angeschmutzt. Gutes Leseexemplar. "Oscar Friedrich von Fraas (* 17. Januar 1824 in Lorch in Württemberg; 22. November 1897 in Stuttgart) war ein deutscher Pfarrer, Naturforscher und Geologe. Oscar Fraas wurde am 17. Januar 1824 in Lorch am Hohenstaufen als Sohn eines Pfarrers geboren. Nachdem er den ersten Unterricht im elterlichen Hause empfangen hatte, ging er an die Lateinschule in Göppingen. Obwohl er sich seit früher Jugend zu den Naturwissenschaften hingezogen fühlte, beschloss er, auf Wunsch seines Vaters, den geistlichen Beruf zu ergreifen. Nachdem er das in Württemberg übliche Landexamen bestanden hatte, besuchte er zunächst das niedere Seminar in Blaubeuren und dann das Evangelisch theologische Stift in Tübingen. Schon als Schüler und noch mehr als Student widmete er seine Freizeit seinen naturwissenschaftlichen Liebhabereien. Besonders sammelte er Pflanzen und Versteinerungen. In Tübingen hörte er neben seinen theologischen Studien auch Friedrich August von Quenstedts Vorlesungen über Mineralogie, Geologie und Paläontologie, der ihn für diese Wissenschaften begeisterte und sich mit ihm befreundete. Er wurde durch Quenstedt zu kristallographischen Untersuchungen angeregt, sowie zu Studien über die schwäbischen Sedimentformationen und die darin vorkommenden Fossilien. Wie schnell sich von Fraas in diese Thematik einarbeitete, beweist die Tatsache, dass er bereits 1845 durch eine geognostische Aufnahme der Umgegend von Tübingen einen Preis der philosophischen Fakultät erhielt. Besonders lehrreich waren ihm verschiedene, gemeinsam mit seinem Lehrer ausgeführte größere Exkursionen, die ihn bis in die Alpen, nach Oberitalien und Südfrankreich führten. Nachdem er die theologische Prüfung bestanden hatte, war er zunächst bei seinem Vater, damals Dekan in Balingen, als Vikar tätig. 1847 hielt er sich in Paris auf, um die école des mines" zur Fortsetzung seiner Studien zu besuchen. Im Anschluss daran unternahm er eine wissenschaftliche Wanderung durch die Normandie und das südliche England. Als Frucht dieser Reise erschien im Neuen Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde (Stuttgart 1850) seine erste literarische Arbeit, der Versuch einer Vergleichung des deutschen Juras mit dem französischen und englischen. Seit 1848 wirkte er als Pfarrvikar in Leutkirch, von 1850 bis 1854 als Pfarrer in Laufen an der Eyach. Hier gründete er einen Hausstand und sah bald eine zahlreiche Familie um sich. Da die Umgebung seines Wohnortes reich an Versteinerungen ist, legte er nicht nur selbst eine wertvolle Sammlung an, sondern lehrte auch seine wenig bemittelten Gemeindeglieder, wie sie sich aus Steinen Brot schaffen könnten, indem er ihnen ergiebige Fundorte zeigte und sie anwies, wie man dieselben zweckmäßig ausbeuten könne. Um die gesammelten Gegenstände im Interesse seiner Pfarrkinder bestmöglich zu verwerten, reinigte, bestimmte und ordnete er sie und richtete in seinem weitläufigen Pfarrhaus ein Musterlager ein, das bald ein Anziehungspunkt für Sammler und Forscher aus Nah und Fern wurde und aus dem selbst große öffentliche Museen ihren Bedarf an schwäbischen Jurafossilien für einen mäßigen Preis bezogen. Durch diese gemeinnützige und für die Wissenschaft höchst ersprießliche Tätigkeit wurde der Name des Lauffener Pfarrers bald nicht nur in den Kreisen der Geologen, sondern auch in ganz Württemberg bekannt. Als 1854 die allerdings sehr bescheiden dotierte Stelle eines wissenschaftlichen Hilfsarbeiters für die geologischen, paläontologischen und mineralogischen Abteilungen im Königlichen Naturalienkabinett in Stuttgart frei wurde, bot man ihm dieses Amt an. Da ihn die Aussicht, ganz seinen Neigungen leben und seiner Wissenschaft weit intensiver als bisher nützen zu können, mächtig anzog, folgte er gern dem ehrenvollen Ruf und wurde so aus einem Theologen ein Geologe. In seinem neuen Wirkungskreis war er volle 40 Jahre hindurch tätig. Er lebte sich rasch in die neuen Verhältnisse ein und entwickelte sich infolge seines ausgezeichneten Gedächtnisses und seiner bewunderungswürdigen Arbeitskraft allmählich neben Quenstedt zum besten und gründlichsten Kenner der geologischen Verhältnisse Württembergs. Bereits 1856 wurde er zum Konservator ernannt und durch den Professortitel ausgezeichnet. Besondere Aufmerksamkeit wendete er der vaterländischen Abteilung des Museums zu. Um sie dem Ideale möglichster Vollständigkeit nahe zu bringen, wanderte er unermüdlich sammelnd im Lande umher, so dass er bald eine der volkstümlichsten Persönlichkeiten Schwabens wurde und unter dem Namen Steiner-Fraas oder Höhlen-Fraas selbst in den abgelegensten Dörfern der Rauen Alb bekannt war. Seine Bemühungen beschränkten sich nicht auf das geologische Gebiet, sondern sie erstreckten sich auch auf das paläontologische und anthropologische Untersuchungen. Er durchforschte zahlreiche Höhlen nach Knochenresten, von denen er für das Museum viele tausende erwarb und mit scharfem Blick und wachsender Sicherheit bestimmte. Seine Spezialitäten auf diesem Gebiet waren Säugetiere aus dem Tertiär und Pleistozän, Wirbeltiere aus dem Jura und Reptilien aus der Trias. Am ergebnisreichsten erwiesen sich seine 1860 vorgenommenen Ausgrabungen am Hohlenstein im Lonetal, sowie die in den 1870er Jahren durchgeführten Grabungen im Hohlefels und in den Ofnethöhlen im Nördlinger Ries. Ebenso deckte er viele vorgeschichtliche Siedlungen und Gräber auf, so 1867 an der Schussenquelle eine höchst interessante paläolithische Niederlassung aus der Rentierzeit[1], später die altgermanischen Hügelgräber im Ludwigsburger Fürstenhügel und die alte heidnische Opferstätte auf dem Lochenstein. Als er an der Schussenquelle ausgrub, erkannte er vom Menschen bearbeitete und verzierte Geweihstangen und Feuersteingeräte. Mit dieser Erfahrung forschte er abermals im Lonetal und. Buchnummer des Verkäufers 10979

Dem Anbieter eine Frage stellen

Bibliografische Details

Titel: Vor der Sündfluth! Eine Geschichte der ...

Verlag: Stuttgart, Hoffmann,

Erscheinungsdatum: 1866

Einband: 24 x 17 cm, Halbleder

Anbieterinformationen

Zur Homepage des Verkäufers

Verbandsmitglied
Verband: GIAQ
Verbandsmitglieder verpflichten sich, höchste Standards einzuhalten. Sie garantieren die Echtheit aller zum Verkauf angebotenen Objekte. Ihre Objektbeschreibungen sind sachkundig und genau, etwaig vorhandene Mängel oder Restaurationen werden offengelegt. Die Ansetzung der Verkaufspreise erfolgt nach akkurater Recherche. Alle Verkäufe werden stets fair und redlich abgewickelt.
Geschäftsbedingungen:

Allgemeine Geschäftsbedingungen
des Göppinger Antiquariats Inh.: Jürgen Murr

  1. Allgemeines ¿ Geltungsbereich

Die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen dem Göppinger Antiquariat und seinen Kunden. Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung.

Verbraucher im Sinne dieser Geschäftsbedingungen sind natürliche Personen, mit denen wir in Geschäftsbeziehung treten ohne dass diesen eine gewerbliche oder selbständige ber...

Mehr Information
Versandinformationen:

Die Ware wird in der Regel innerhalb von 3 Tagen nach Bestelleingang verschickt. Bitte entnehmen Sie den voraussichtlichen Liefertermin Ihrer Bestellbestätigung. Die Versandkostenpauschalen basieren auf Durchschnittswerten für 1 kg schwere Bücher. Über abweichende Kosten (z.B. wegen eines sehr schweren Buches) werden Sie gegebenenfalls vom Verkäufer informiert.

Alle Bücher des Anbieters anzeigen

Zahlungsarten
akzeptiert von diesem Verkäufer

Visa Mastercard American Express Carte Bleue

PayPal Rechnung Banküberweisung