Inhaltsangabe
Ist Open Innovation bloß eine Modeerscheinung oder steckt mehr dahinter? Viele Unternehmensbeispiele belegen heute, dass dieser Ansatz, wenn er richtig organisiert wird, ein Quantensprung für das Innovationsmanagement bedeuten kann. Die Grundidee ist dabei einfach: Statt nur seine internen Kapazitäten zu nutzen, versucht das Unternehmen, über seine Grenzen hinaus gezielt externe Kompetenzen in die Produktentwicklung einzubinden. Und umgekehrt kann es nach neuen Absatzmöglichkeiten suchen, um seine eigenen (ungenutzten) Ideen und Technologien auch außerhalb seines angestammten Geschäftsbereichs zu verwerten. Damit Unternehmen Open Innovation praktizieren können, benötigen sie allerdings geeignete Prozesse, Methoden und Systeme. Zudem erfordert der Ansatz eine Anpassung der Unternehmenskultur und -kommunikation. Vor diesem Hintergrund geht das Buch der Frage nach, wie Open Innovation in der Praxis realisiert und gelebt wird, und stellt dabei neueste Erkenntnisse sowie nützliche Informationen zu dem Thema zur Verfügung. Dabei werden wissenschaftliche Fachbeiträge und praxisnahe Best-Practice-Beispiele namhafter Experten anschaulich miteinander verknüpft. Neben einer allgemeinen Einführung ins Thema werden u.a. folgende Aspekte behandelt: - Potenziale und Einsatzfelder von Open Innovation, - Risiken und Hindernisse, - Technology Orchestration, - Systematische Cross Industry Innovation, - Prozesssteuerung durch 'Inno-Netzwerke', - Kultur und Kommunikation im Open-Innovation-Kontext. Zielgruppe sind Entscheidungsträger aus den Bereichen F&E, Innovationsmanagement, Marketing, Strategie, ebenso wie für Forscher und Studenten. Über den Herausgeber: Serhan Ili ist geschäftsführender Gesellschafter der Innovationsberatung ILI CONSULTING, die Unternehmen aus vielen Branchen sehr erfolgreich im Bereich Innovationsmanagement berät. buch + digitalOhne Aufpreis erhalten Sie zusätzlich die digitale Ausgabe dieses Buchs. Autoren: Albert Albers, Thomas Clausen, Kathleen Diener, Ellen Enkel, Hannes Erler, Martin Ertl, Eckard Foltin, Johann Füller, Axel Glanz, Robert Heismann, Annette Horváth, Serhan Ili, Thorsten Lambertus, Annett Lenz, Dominik Majid, Frank Mattes, Joachim Müller, Frank T. Piller, Clemens Pirker, Markus Rieger, Nicole Rosenkranz, Alexander Stern, Doris Wilhelmer
Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.
Viele Unternehmen investieren in ihre eigene F&E, um möglichst zahlreiche Innovationen zu generieren und sie dann mit einem hohen Differenzierungsmerkmal als erste auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig schützen sie ihr eigenes geistiges Eigentum gegen Einblicke der Wettbewerber. Diese Strategie klingt logisch und hat lange gut funktioniert. Doch angesichts des steigenden Kosten- und Innovationsdrucks ergibt sich inzwischen ein zunehmender Handlungsbedarf, diese traditionelle Wertschöpfung zu überdenken. Geringere Umsatzmöglichkeiten und steigende Entwicklungskosten wirken sich negativ auf die Produktivität der Unternehmen aus. Sie können ihre Innovationen nur schwer am Markt amortisieren. Einen Weg aus dieser Produktivitätszange beschreibt Open Innovation. Open Innovation ist eine Strategie, mit der Unternehmen externes Wissen für sich nutzbar machen bzw. eigene Innovationen auch außerhalb des gegenwärtigen Geschäftsmodells verwerten können. Denn durch die gezielte Nutzung von externen Ideen und Technologien können Unternehmen ihre Innovationsbasis für ihre gegenwärtige Geschäftstätigkeit erweitern und Entwicklungskosten sparen. Gleichzeitig können sie nach neuen Absatzmöglichkeiten suchen, um ihre eigenen, insbesondere bislang ungenutzten Ideen und Technologien über ihren angestammten Geschäftsbereich hinaus zu verwerten. Ein solches offenes Geschäftsmodell erfordert die gezielte Öffnung der eigenen Unternehmensgrenzen, damit mehr Ideen und Technologien sowohl von außen einfließen als auch von innen ausströmen können. Die praktische Umsetzung von Open Innovation erfordert allerdings eine tiefgreifende Veränderung: Unternehmen müssen ihre traditionelle Wertschöpfungskette aufbrechen. Open Innovation wirkt sich nämlich direkt auf die Architektur der Wertschöpfung aus, wodurch eine Anpassung der unternehmensinternen Methoden, Prozesse, Systeme und Innovationskultur unumgänglich ist. Vor diesem Hintergrund widmen sich die Autoren dieses Buches der spannenden und facettenreichen Frage, wie Open Innovation in der Praxis gelebt und umgesetzt werden kann.
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.