Mein Onkel Benjamin. "Mon oncle Benjamin". [Ein klassischer komischer Roman]. Neu übersetzt und mit einem Nachwort von Irene Riesen. Neu illustriert von Almut Gernhardt.

Verlag: Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Haffmans Verlags) Ohne Jahresangabe [1988], Frankfurt am Main, Olten, Wien, 1988

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Fadengehefteter grauer Ganzleineneinband mit farbig geprägtem Rückentitel und illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag randberieben bzw. ebd. mit einzelnen kleinen Abrieben und an sechs Stellen hinterlegt, die Schnitte leicht berieben, ansonsten guter Erhaltungszustand. Mein Onkel Benjamin (Mon oncle Benjamin) ist ein Roman von Claude Tillier aus dem Jahre 1843, der als philosophischer Sittenroman gilt. Der Roman wird aus der Perspektive eines Erzählers geschildert, der einige Episoden aus dem Leben des Bruders seiner Großmutter, Benjamin Rathery, erzählt, der daher in Wirklichkeit sein Großonkel ist. Handlungsort ist Clamecy, die Zeit ist das Ende der Regierungszeit Ludwigs XV. oder der Regierungszeit Ludwigs XVI., mindestens zehn Jahre nach der Schlacht von Fontenoy. Der Erzähler ist der Sohn von Gaspard Machecourt, dem ältesten Sohn von Benjamins Schwester und Gerichtsvollzieher von Clamecy. Der 28-jährige Benjamin Rathery ist ein Landarzt, der nicht bereit ist, seine Schulden zu bezahlen. Er ist eher ein Liebhaber guter Flaschen Wein, ziemlich kultiviert, trägt das Schwert und ist überzeugt vom Zölibat. Seine Schwester, mit der er zusammenlebt, versucht ihn zu überzeugen, zu heiraten, Die Wahl liegt bei Arabelle, der Tochter eines anderen Arztes, Minxit. Doch Benjamin hat mehr Interesse an der hübschen Gastwirtin Manette. Als er Arabelle besuchen soll, kehrt er lieber bei Manette ein. Bald erfährt er, dass Arabelle den jungen Adligen Pont-Cassé liebt. Er beleidigt zwar den Adligen und duelliert sich mit ihm, verschont jedoch sein Leben. Doch am Ende kommt Pont-Cassé bei einem anderen Duell ums Leben und Arabelle stirbt bei einer Frühgeburt. Aus Kummer stirbt nun auch ihr Vater Minxit. Er gibt ein letztes Gastmahl. Es war der Lieblingsroman von Georges Brassens: "Wer Mein Onkel Benjamin nicht gelesen hat, kann sich nicht als einer meiner Freunde bezeichnen". Obwohl Tillier die Episoden um den epikureischen Landarzt ausdrücklich in den "glücklichen" Zeiten seines eigenen Großvaters angesiedelt hat, beschönigt er nichts. Sein Buch wimmelt von Angriffen auf Unrecht, Engstirnigkeit, Heuchelei. Wenn Meyers Lexikon 1929 von einem "derb-humoristischen Dorfroman" spricht, verkennt es allerdings den geschliffenen Stil und den Geistreichtum des Buches. Es ist eine Fundgrube für verblüffende Metaphern und tiefsinnige Aphorismen. Auch mit diesen Zügen erinnert es an Thoreaus Klassiker Walden von 1854, den Tillier ja schlecht gekannt haben kann. Übrigens mussten beide Werke etliche Jahrzehnte auf die ihnen gebührende Anerkennung warten. Claude Tillier (* 11. April 1801 in Clamecy im Département Nièvre; gestorben 12. Oktober 1844 in Nevers) war ein französischer Journalist und Schriftsteller. Sein Hauptwerk Mein Onkel Benjamin, ein scharfzüngiger Schelmenroman, hat zahlreiche Ausgaben und Übersetzungen erlebt. Ab März 1842 erschien Mein Onkel Benjamin, ein humoristisch-satirisches Genrebild, zunächst in Fortsetzungen in der Association. Eine erste Buchausgabe brachte der Pariser Verleger Coquebert 1843 heraus. Das Buch erfuhr bis heute zahlreiche Ausgaben und Übersetzungen. Die erste deutsche Übersetzung besorgte der demokratisch gesinnte Schwabe Ludwig Pfau 1866. Eine Übersetzung ins Amerikanische fertigte der Anarchist Benjamin Tucker an. Mehr zur Wirkungsgeschichte gibt Manfred Gsteiger. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 318, (2) pages. Klein 8° (115 x 185mm).…

Bestandsnummer des Verkäufers BN36172

Bibliografische Details

Titel
Mein Onkel Benjamin. "Mon oncle Benjamin". [Ein klassischer komischer Roman]. Neu übersetzt und mit einem Nachwort von Irene Riesen. Neu illustriert von Almut Gernhardt.
Autor
Claude Tillier; Riesen, Irene (Übersetzung); Gernhardt, Almut (Illustrationen)
Verlag
Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Haffmans Verlags) Ohne Jahresangabe [1988], Frankfurt am Main, Olten, Wien
Erscheinungsjahr
1988
Zustand
gut
Schutzumschlag
Schutzumschlag
Einband
Leinen
Auflage
Lizenzausgabe.
Artikelgewicht
340 Gramm

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