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ANTIQUARIAT WINFRIED GEISENHEYNER, Münster-Hiltrup, NRW, Deutschland
Verkäuferbewertung 4 von 5 Sternen
AbeBooks-Verkäufer seit 22. September 2015
17 x 11,5 cm, Pappband der Zeit mit rotem Rückenschild und Originalumschlag eingebunden, 220 SS., 1 Bl. (Berichtigungen) Erste, anonym erschienene Ausgabe von ihrem Erstlingswerk, das augenblicklich nur in ca.10 Exemplaren nachweisbar ist. Mit dem meist fehlenden Erratablatt am Ende und dem Originalumschlag. Das Werk wurde zwar in einer Auflage von 400 Exemplaren gedruckt, es konnten aber bis 1843 nur ca. 60-70 Exemplare verkauft werden. Die Restauflage wurde nach einem Streit mit dem Verleger Hüffer von der Familie übernommen und vernichtet, denn es schickte sich nicht, das ein Mädchen aus adeligen Kreisen mit Gedichten an die Öffentlichkeit ging. Aus dem Familienkreis kam zum Teil sehr verletzende Kritik: "Man erklärte alles für reinen Plunder, für unverständlich, confus, und begreift nicht, wie eine, scheinbar vernünftige Person, solches Zeug habe schreiben können". - Ermunterung und Unterstützung für diese Publikation ihrer ersten Gedichte erhielt Annette insbesondere durch den Philosophiedozenten Christoph Bernhard Schlüter, der in den 30er Jahren Drostes erster literarischer Ansprechpartner war. Er sorgte nicht nur für die Fertigstellung der Druckvorlage und die Überwachung des Druckprozesses, sondern nahm auch Einfluss auf die Auswahl und Anordnung der Gedichte. - Arens/Schulte-Kemminghaus 1. Jacob II/1,2/647,1. Brieger 390. Sammlung Borst 1859. - Bemerkenswert gut erhaltenes Exemplar mit dem außerordentlich seltenen letzten Blatt der Berichtigungen; dieses Blatt wurde offenbar nicht allen Exemplaren beigegeben und fehlt meist! Außerdem mit dem beigebundenen illustrierten Originalumschlag. Sehr seltene Rarität der deutschen Literaturgeschichte. Bestandsnummer des Verkäufers 27753
Titel: Gedichte. Von Annette Elisabeth von D. H.
Verlag: Münster, Aschendorf, 1838
Einband: Hardcover
Zustand des Schutzumschlags: Schutzumschlag
Anbieter: Books & Art, Reichenbach, Deutschland
Faksimile-Nachdruck der Ausgabe von 1838. Kl.8°, 220 S., 1 Portrait, 65 S., fester OrigPappEbd. mit OrigUmschlag, U. teilw. schwach gebräunt m. winzigen Stockfleckchen, Widmung auf Vorsatz, innen sauber. Sprache: Deutsch. Artikel-Nr. 22029AB
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Antiquariat "Der Büchergärtner", St. Ingbert, Deutschland
11 x 17,5 cm. Nachdruck der Ausgabe von 1838 zur Erinnerung an den 80. Todestag der Dichterin., 220 S. Goldgeprägtes Originalganzleder, Goldschnitt. Unteres Kapital etwas gelöst, berieben, innen gut. Artikel-Nr. 13814
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Antiquariat Tautenhahn, Lübeck, Deutschland
Marmorierter Schnitt, gold- und blindeprägter Lnbd. des 19. Jahrhunderts, 16,5 x 10,5 cm. Sammelband mit Gedichten der Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848). Der Band enthält das Titelblatt und die ersten 178 Textseiten der 1838 noch anonym erschienen ersten Veröffentlichung der Droste (WG2 1; es fehlen die Seiten 179-220). Die Gedichte erschienen in einer Auflage von 400 Exemplaren, von denen nur 74 verkauft wurden. Nach Veröffentlichung der zweiten Auflage ihrer Gedichte (in deutlich erweiterter Form 1844 bei Cotta erschienen) zwang ihr früherer Verleger Aschendorff die Droste zum Rückkauf der unverkauften Exemplare (die schließlich der Vernichtung anheimfielen). - Beigebunden: "Gedichte", [Cotta 1844], 308 Seiten (es fehlen die Seiten i bis viii und 309 bis 575). Die Seiten 305 bis 308 liegen nicht im Druck, sondern als saubere Abschrift von alter Hand vor. - Provenienz 1.: Friedr. Frhr. Droste zu Hülshoff (Namenszug von alter Hand auf dem vorderen fliegenden Vorsatzblatt). Es handelt sich mutmaßlich um den Besitzvermerk von Friedrich Julius von Droste-Hülshoff (1833-1905), einem Neffen von Annette. Das Schriftbild des Namenszug gleicht dem der Abschrift auf den letzten vier Seiten des Bandes. - Provenienz 2.: Eduard Grisebach (1845-1906; Exlibris auf dem vorderen Spiegel). Die Bibliothek Griesebachs gelangte nach seinem Tod in den Besitz des Wiesbadener Antiquars Heinrich Staadt, der sie dem Politiker und Bibliophilen Walter von Brüning (1869-1947) verkaufte. Der ließ sie 1930/31 durch Martin Breslauer versteigern. Bibliothek des Dichters Eduard Grisebach, 1930, Seite 8, Nummer 89 (dieses Exemplar). Die Provenienz Friedrich von Droste-Hülshoff wurde von Breslauer hervorgehoben, ohne sie im Detail aufzulösen. - Minimal berieben und bestoßen; gering fleckig (erste und letzte Seiten etwas stärker); sehr gutes Exemplar. Artikel-Nr. 101405HB
Anzahl: 1 verfügbar