von / Perry Rhodan : Autorenbibliothek Auflage: 2002, 2002 224 Seiten 0,0 x 0,0 x 0,0 cm, Gebundene Ausgabe Pabel-Moewig,
Frank Borsch war gerade zehn Jahre alt, als er 1976 bei einer Bekannten seiner Mutter auf eine Kiste mit PERRY RHODAN-Heften stieß. Am Anfang besah sich der Junge nur die faszinierenden Titelbilder, aber irgendwann siegte seine Neugier und er wagte sich daran, ein ganzes Heft zu lesen – sechzig Textseiten! Damit war der Grundstein für eine lebenslange Leidenschaft gelegt: anfangs für PERRY RHODAN und alles, was damit zusammenhängt, bald aber auch für Science Fiction und Literatur allgemein.
Doch sein Weg sollte ihn zunächst in andere Gefilde führen. Nach dem Abitur leistete Borsch seinen Zivildienst bei einem Fahrdienst für Behinderte – und sparte nebenbei etwas Geld zusammen, um sich nach dem Zivildienst einen Traum zu erfüllen: Zehn Monate lang reiste er durch den Nahen Osten und Indien, arbeitete als Tomatenpflücker in einem Moshav in Israel und als Ausgrabungshelfer bei der Freilegung kanaanitischer Ruinen im Jordantal. Kameltrips führten ihn in den Sinai und die nordindische Wüste Thar, Trekking-Touren in den Himalaya. 1989, wieder zurück in Deutschland, schrieb er sich an der Universität Freiburg für die Fächer Englisch und Geschichte ein. Sechs Jahre lang studierte er, unterbrochen von einem einjährigen Aufenthalt als Assistent Teacher in Belfast. Neben dem Studium arbeitete er unter anderem in einem Pflegeheim, half bei der Erstellung eines Umwelthandbuchs für Osteuropa und fungierte als erster Webmaster seiner Fakultät. Dann, im Dezember 1996, ein Monat nach Abschluss des Studiums, besuchte er eine Science Fiction-Schreibwerkstatt. Die Dozenten: Klaus N. Frick, der Chefredakteur der PERRY RHODAN-Serie, und Wolfgang Jeschke, damals Herausgeber der Reihe Heyne Science Fiction. »Beta-Visionen«, die Story, die Borsch vorlegte, überzeugte: Wolfgang Jeschke gab ihm einen Übersetzungsauftrag – und öffnete ihm damit das Tor in die Selbständigkeit. In den folgenden Jahren übersetzte Frank Borsch ein Dutzend Romane für den Heyne-Verlag – darunter die Alternativwelt-Trilogie »Der Hammer des Nordens« von Harry Harrison und John Holm – gleichzeitig betätigte er sich als Journalist und verfasste mehr als fünfzig längere Artikel zu Internetthemen, vor allem für die Freiburger »Zeitung zum Sonntag«. 1998 begann er auch, Comics ins Deutsche zu übertragen. Inzwischen hat er über siebzig Comics für Marvel Deutschland übersetzt. Schließlich erinnerte sich auch Klaus N. Frick an das junge Talent aus seiner Schreibwerkstatt. Er bot Borsch an, einen Heftroman zu verfassen. »Der Preis der Freiheit« gefiel dem Redakteur so gut, dass er Borsch die Chance gab, einen Band der Hardcover-Reihe Moewig Fantastic zu schreiben. Der ATLAN-Roman »Fluchtpunkt Schemmenstern« entstand. Seit Anfang 2001 arbeitet Frank Borsch neben seinen freiberuflichen Projekten als Redakteur bei PERRY RHODAN.