Eigner : Albert Treier.

Verlag: Wohl München, 1909 -, 1909

Anbieter: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, SchweizFranz Kühne Antiquariat und Kunsthandel

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Heraldisches Exlibris ev. in Farbholzschnitt oder farb. Buchdruck (olive) a. getöntem Papier (chamois), 12.3 x 8.9 cm, Sujet 9.5 x 6.3 cm, in der Platte am unteren Rand datiert u. monogrammiert ?1909 / LR? Blatt wenig bis kaum stockfleckig, verso Sammlervermerk in Bleistift. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - Sujet : In von jungen Eichen gebildetem portalähnlichem Rahmen Vollwappen mit geneigtem Schild nach rechts, mit waagrechtem Balken, belegt mit drei in einander greifenden Ringen, darüber Spangenhelm nach rechts, Helmzier: wachsende Dogge mit Decken vor Banderole mit Motto od. Wahlspruch 'Immer sich selbst getreu' und Titel 'Ex-libris / Albert Treier' - "Das von der Familie im Jahr 1907 angenommene Wappen zeigt in Gold einen blauen Schrägbalken, belegt mit drei miteinander verschränkten goldenen Ringen. Auf dem Helm mit golden-blauen Decken wachsend ein goldener rotgezungter Brackenrumpf mit blauen Behängen und mit beringtem roten Halsband. Interessant ist hier die Helmgestaltung, bei der die Bügel durchaus als Anspielung auf das Schildmotiv wie kreisrunde Ringe gestaltet sind. Die Helmdecke ist künstlerisch extravagant, weil die Teilung in zwei Hälften nicht vorne in der Mitte über der Stirn erfolgt, sondern seitlich mit nach oben sich anschliessender Naht, was die rechte Seite der Helmdecke wie bei einem Seitenscheitel fallen lässt. Die Decke selbst ist in vier in sich geschlossene Tuchbahnen aufgespalten, wobei die Anordnung nicht zu Rheudes geschmacklich glücklichsten Kompositionen zählt. Das Vollwappen ist in einen Rahmen aus Eichbäumen eingefügt, unten [recte: oben] mit Laub, unten mit Wurzeln, lange dünne Stämmchen bilden den seitlichen Rahmen. Ein Spruchband 'Immer sich selbst getreu' ist schräglinks hinter den Brackenrumpf gelegt und setzt sich hinter dem Schild fort, in die selbe Richtung wie dieser gelegt, um dann unter demselben wieder nach rechts abzuknicken, den Namen des Eigners tragend. Albert Treier hiess mit vollem Namen Dr. jur. Georg Philipp August Albert Treier, er lebte vom 7.6.1886 bis zum 19.2.1956. [.] Beruflich war er nach dem Jurastudium in München und Erlangen erst Rechtsanwalt in Würzburg und Bamberg, dann im Staatsdienst des Freistaates, 1922-1928 Amtsrichter in Rodach, 1928-1932 Staatsanwalt und 1932-1949 Landgerichtsrat in Schweinfurt. Seine grossen Hobbies waren aber die Exlibris und die Heimatgeschichte, er war Mitglied im Historischen Verein Schweinfurt, er war ein begeisterter Sammler, und er verfasste viele Schriften über Bücherzeichen in verschiedenen Fachorganen. Ein wichtiges Werk aus seiner Feder ist ?Alte Schweinfurter Bücherzeichen? [.] Die Familie Treier stammt aus der Pfalz [.], aus Alt-Leiningen, und siedelte später in Schweinfurt. Der Name der Vorfahren war ursprünglich Dreyer [.]. Später wandelte sich das 'y' zu 'i', so findet sich im späten 18. Jh. ein Philipp Konrad Dreier in Breunigweiler, und die letzte Änderung war die zur Schreibweise Treier (auch Treuer) zu Beginn des 19. Jh. Ab 1928 finden wir die Familie in Schweinfurt, und die Schreibweise hatte man inzwischen auf 'Treier' festgelegt." (dr-bernhard-peter de). -- Lorenz M. Rheude (1863-1939) "war einer der grössten Heraldiker jener schöpferischen Zeit nach der vorletzten Jahrhundertwende, als die Heraldik mit frischer Dynamik vom Staub der Verfallszeit befreit wurde, und er war einer der produktivsten heraldischen Künstler. Die Zahl der von ihm gestalteten Bücherzeichen geht ins Dreistellige, und ebenso aktiv war er als Autor von Fachbeiträgen zu heraldischen und exlibriskundlichen Fragen [.]. Er wurde 1913 künstlerischer Mitarbeiter des königlich-bayerischen Heroldsamtes sowie heraldischer Beirat und blieb dies bis zu dessen Auflösung im Jahr 1918." (etc.; heraldik-leitfaden de). -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holz.…

Bestandsnummer des Verkäufers G061406

Bibliografische Details

Titel
Eigner : Albert Treier.
Autor
Rheude, Lorenz M. [Max].
Verlag
Wohl München, 1909 -
Veröffentlichungsjahr
1909
Artikelgewicht
500 Gramm
Verkäuferkataloge
GRAFIK

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