Inhaltsangabe
Wenn aus westlicher Sicht von Afrika die Rede ist, schrumpft ein Kontinent, der fast dreimal so groß ist wie Europa, auf eine Projektionsfläche zusammen. Stereotype Narrative von Mangel, „Rückständigkeit“ oder Einfachheit verstellen den Blick auf die historische Tiefe, die epistemische Komplexität und die Vielfalt kultureller, sozialer und ökologischer Wissensformen, die den Kontinent prägen. Trotz seines geistigen Reichtums wird Afrika im Globalen Norden häufig durch das Prisma des Praktischen gelesen: als Ort des Machens und einer vermeintlich „informellen“ Praxis, auf den westliche Vorstellungen sozial engagierten Bauens projiziert werden. African Spatial Thinking | Denkraum Afrika vollzieht deshalb eine bewusste Verschiebung: weg vom dominanten Sprechen über Afrika, hin zu einer Zentrierung afrikanischer und afrodiasporischer Denker*innen und Praktiker*innen, die aus ihren jeweiligen historischen, politischen und materiellen Kontexten heraus diskutieren, wie Raum entsteht, verhandelt und verteidigt wird.
Über die Autorin bzw. den Autor
Emanuel Admassu ist Assistant Professor an der Columbia GSAPP und Mitbegründer von Studio AD―WO in New York. Er arbeitet zu räumlicher Gerechtigkeit und Urbanismus mit Fokus auf den afrikanischen Kontinent und Diaspora. Er unterrichtete davor an der Rhode Island School of Design und Harvard GSD, außerdem ist er Gründungsmitglied des Black Reconstruction Collective. Gemeinsam mit Anita N. Bateman gab er 2024 die Publikation Where Is Africa heraus. AD―WO ist ein von Emanuel Admassu und Jen Wood in New York gegründetes Büro für Kunst- und Architekturprojekte, die u. a. in der Chicago Architecture Biennial 2023, Architekturbiennale in Venedig 2023, in Reconstructions: Architecture and Blackness in America 2021 im MoMA in New York und in African Mobilities: This Is Not A Refugee Camp Exhibition im Architekturmuseum der TUM in München 2018 zu sehen waren. African Centre for Cities (ACC) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum an der University of Cape Town, das sich mit Krisen im urbanen Raum auseinandersetzt. Es leistet Wissensproduktion zu Themen wie Ernährungssicherheit, Klimaanpassung, ökonomische Teilhabe und kulturelle Vielfalt. Das ACC wurde 2007 gegründet und wird seitdem von Edgar Pieterse geleitet. Marc Angélil ist Architekt und Mitbegründer von agps architecture mit Büros in Los Angeles, Zürich und Prag sowie emeritierter Professor für Architektur und Entwurf an der ETH Zürich, wo er von 1994 bis 2019 lehrte. 2019 erschien sein gemeinsam mit Cary Siress verfasstes Buch Mirroring Effects, das die sozio-räumlichen Auswirkungen von gegenwärtigen kapitalgetriebenen Urbanisierungsprozessen auf lokale Habitate im Globalen Süden und Globalen Norden untersucht. Sabrine Bako ist Architektin und Gründerin des Architektur- und Beratungsbüros SOMWEY in Lomé, Togo. In ihrer Praxis verbindet sie lokale Baukulturen mit zeitgenössischen Anforderungen, wobei sie das urbane und kulturelle Erbe mit historischer Aufmerksamkeit und kontextueller Sensibilität erforscht und an heutige Bedürfnisse anpasst. 2025 war sie an Considering Togo’s Modernist Heritage, dem ersten Togolesischen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig, beteiligt. Nana Biamah-Ofosu ist Architektin, Autorin und Leiterin des Architekturbüros YAA Projects in London. Sie beschäftigt sich Gegennarrativen in materiellen und diasporischen Kulturen sowie den sozialen, politischen und kulturellen Dimensionen von Architektur. Seit vielen Jahren ist sie in der Lehre tätig, u. a. am Biennale College Architettura in Venedig, an der Kingston University, der Architectural Association in London sowie am African Future Institute in Accra. Cave Bureau ist ein in Nairobi ansässiges Architektur- und Forschungsstudio, das 2014 von Kabage Karanja und Stella Mutegi gegründet wurde. In ihrer Arbeit untersuchen sie den postkolonialen afrikanischen Kontext, indem sie Höhlen als geologische Archive und Orte anthropologischer Forschung nutzen, um das menschliche Leben und Ökosysteme zu verbessern. Ihre Co-Kuration des Britischen Pavillons auf der Architekturbiennale in Venedig 2025 und ihre Installation Obsidian Rain in der Hauptausstellung der Biennale 2021 wurde mit einer „Special Mention“ gewürdigt. Aziza Chaouni Projects wurde 2011 in Fès, Marokko, gegründet und widmet sich der Entwicklung resilienter und umweltbewusster Konzepte, Gebäude, Quartiere und Städte. Im Zentrum der Arbeit steht die aktive Einbindung von Nutzer*innen und Interessengruppen in sämtliche Phasen des Entwurfs- und Planungsprozesses. Aziza Chaouni Projects wurde u. a. mit dem dem Getty Keeping it Modern Grant (2017 und 2020) und dem Institut du Monde Arabe Community Impact Award (2024) ausgezeichnet. Aziza Chaouni tritt im Januar 2026 eine Professur an der EPFL in Lausanne an. Zegeye Cherenet Mamo ist Architekt und Assistant Professor an der Addis Ababa University in Äthiopien, wo er den Forschungsbereich „Emerging Cities Lab, Addis Ababa“ leitet. Er beschäftigt sich mit community-basierten Strategien und der Rolle von Architektur bei der Steuerung der rapiden Urbanisierung in Afrika. 2009 gründete er das Architekturbüro OADUS mit, 2022 rief er die zivilgesellschaftliche Initiative Alliance for Building Communities ins Leben, die er seither leitet. Derzeit ist er Gastwissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie. Kenny Cupers ist Professor für Architekturgeschichte und Urban Studies an der Universität Basel, wo er den von ihm mitgegründeten Fachbereich Urban Studies leitet. Der Architekt, Stadtforscher und Historiker forscht und lehrt zur Beziehung zwischen gebauten Umwelten und sich wandelnden Gesellschaften im afrikanischen und europäischen Kontext. Derzeit arbeitet er an einem Buchprojekt, das untersucht, wie Arbeiter*innen und Bäuer*innen Kunst und Architektur nutzten, um das Plantagensystem zu überwinden. Omar Degan ist Architekt, Wissenschaftler sowie Gründer und Kreativdirektor der Pan-African Biennale (PAB). Er forscht zur Rolle von Architektur in fragilen gesellschaftlichen Kontexten und fokussiert dabei auf Fragen kultureller Identität, Resilienz und Dekolonisierung auf dem afrikanischen Kontinent. In seiner Praxis verbindet er Gestaltung, Forschung und Aktivismus und hinterfragt konventionelle Narrative, um neue Modelle der sozialen und ökologischen Transformation zu fördern. DeRoche Projects wurde 2023 von Glenn DeRoche in Accra gegründet. Das Architekturbüro verbindet digitale Formfindung mit handwerklicher Praxis, High-Tech-Präzision und Low-Tech-Lösungen sowie zeitgenössische Methoden und Indigene Bautraditionen, wobei der Aspekt der Nachhaltigkeit allen Projekten zugrunde liegt. Das Büro arbeitet kollaborativ, stärkt lokale Handwerker*innen, bewahrt das kulturelle Erbe und fördert gesellschaftliche Teilhabe. Souleymane Bachir Diagne verbindet in seiner Arbeit afrikanische, islamische und europäische Ideengeschichte mit Politischer Philosophie. 2008 wurde er an den Lehrstuhl für Francophone Studies and Philosophy der Columbia University in New York berufen, wo er bis 2025 Professor und Leiter des Institute of African Studies war. In Kürze erscheint die deutsche Übersetzung seines Buches African Art as Philosophy: Senghor, Bergson, and the Idea of Negritude im Passagen Verlag. Dort sind auf Deutsch von ihm auch Von Sprache zu Sprache – Übersetzung als Gastfreundschaft (2024), Bergson postkolonial (2022) und Philosophieren im Islam (2020) erschienen. Carole Diop ist Mitbegründerin des Kunstmagazins Afrikadaa und bietet architektonische Stadtspaziergänge in Dakar an. Sie lehrt Architekturgeschichte am Collège Universitaire d’Architecture de Dakar sowie Kartografie am Institut Polytechnique Panafricain. Als Architektin realisierte sie Projekte wie die Place des Cultures Urbaines in Dakar. Seit 2023 ist Diop Mitglied des Vorstands der Architektenkammer Senegals, wo sie für den Bereich Forschung und Kulturerbe zuständig ist. Andrew Esiebo ist Künstler und Erzähler visueller Geschichten, der sich mit Urbanismus, Glaubenspraktiken, informeller Ökonomie sowie mit sozialen Fragen auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus beschäftigt. Seine Arbeiten waren u. a. in der Tate Modern in London, auf der São Paulo Biennale, der Dak’Art Biennale und im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu sehen. Malcom Ferdinand studierte Umweltingenieurwesen am University College London, promovierte in Politischer Philosophie an der Université Paris Diderot und forscht derzeit am Centre National de la Recherche Scientifique (IRISSO/University Paris Dauphine). In seiner Forschung untersucht er die Zusammenhänge der aktuellen ökologischen Krisen und der kolonialen Geschichte der Moderne. Zu seinen Publikationen zählen Une écologie décoloniale: Penser l’écologie depuis le monde caribée (2019) und S’aimer la Terre: Défaire l’habiter colonial (2024). Prince Guma ist ein Sozial- und Politikwissenschaftler, der interdisziplinär an der Schnittstelle von Critical Urban Studies, Infrastruktur- und Technikforschung arbeitet, wobei Stadtentwicklung, Politische Ökonomie und soziale Gerechtigkeit Themenschwerpunkte bilden. 2021 promovierte er in Humangeografie und Raumplanung an der Universität Utrecht, wo er untersuchte, wie neue Pläne, Ideen und Technologien in städtischen und infrastrukturellen Kontexten verbreitet und umgesetzt werden. Ola Hassanain ist Architektin, Künstlerin und Forscherin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich damit, wie die gebaute Umwelt auf staatliche Gewalt reagiert und sie zugleich verstärkt, und wie Brüche aufgrund von politischen Ereignissen Möglichkeiten für neue Ökologien eröffnen können. Nach ihrem Studium folgten eine Residency an der Rijksakademie in Amsterdam, ein Stipendium an der BAK – basis voor actuele kunst in Utrecht sowie Lehrtätigkeiten an der HKU Hogeschool voor de Kunsten Utrecht und am Sandberg Instituut in Amsterdam. Khensani Jurczok-de Klerk ist Gründerin und Kreativleiterin von Matri-Archi(tecture), einer Vereinigung afrikanischer und diasporischer Raumpraktikerinnen, die verflochtene Geschichten, Realitäten und Imaginationen durch räumliche Ausdrucksformen untersucht. Als Doktorandin am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich erforscht sie, wie Schwarze Frauen in Zürich seit den 1980er-Jahren Formen von Zusammenhalt entwickelt haben, um im Kontext rassistisch-sexueller Gewalt lebenswerte Geografien zu schaffen. Ihre Arbeit situiert sich räumlich und thematisch zwischen der Schweiz und Südafrika. Kéré Architecture wurde 2005 von Francis Kéré in Berlin gegründet. Das Büro ist bekannt für seinen innovativen Umgang mit lokalen Materialien und Handwerkstechniken und zeichnet sich durch seine hohe Sensibilität gegenüber den jeweiligen sozialen, kulturellen und klimatischen Kontexten der Projekte aus, die weltweit, aber mit einem besonderen Schwerpunkt auf Afrika, realisiert werden. Francis Kéré wurden zahlreiche renommierte Preise verliehen, darunter der Aga Khan Award for Architecture (2004) und der Pritzker-Preis (2022). Seit 2017 ist Francis Kéré Professor für Architectural Design and Participation an der Technische Universität München. Wangui Kimari ist Anthropologin, Vizerektorin der American University Nairobi Abroad und Honorary Research Associate am African Centre for Cities der University of Cape Town. In ihrer Forschung untersucht sie die fortwirkende Kolonialität Nairobis; derzeit arbeitet sie zu vernakulären Verständnisweisen der „grünen Transformation“ in Kenia sowie zu afrikanischen Perspektiven auf das Anthropozän. Markus Krieger ist Redakteur bei ARCH+, wo er außerdem 2023 das Ausstellungs- und Publikationsprojekt The Great Repair co-kuratierte. Gemeinsam mit dem munyu-Kollektiv arbeitet er an einer adaptierten und erweiterten Folgestation in Nairobi, Kenia. Er ist Co-Kurator der Ausstellung Metaxy: Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau, die 2026 in der Akademie der Künste in Berlin gezeigt wird. 2020 schloss er sein Studium am Departement Architektur der ETH Zürich ab. Melissa Makele ist Redakteurin bei ARCH+. 2022 war sie Berlin-Stipendiatin an der Akademie der Künste in Berlin. Sie war Co-Kuratorin des deutschen Beitrags Open for Maintenance auf der Architekturbiennale in Venedig 2023 und leitende Redakteurin der von dem gleichnamigen Projekt (2020–2024) herausgegebenen Publikation Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt, die 2025 erschienen ist. Kuukuwa O. Manful ist Architektin und forscht zur Geschichte, Theorie und Politik von Architektur in Afrika. Sie ist Assistant Professor für Architektur am Taubman College der University of Michigan, Mitbegründerin des Büros sociarchi sowie Präsidentin von Docomomo Accra. Mit Initiativen wie adansisɛm und dem Accra Archive setzt sie sich für den Erhalt gefährdeter architektonischer Kulturgüter ein. Sie arbeitet an einem demnächst erscheinenden Buch mit dem Titel Building Nations, Building Classes: The Architecture of Education. Mpho Matsipa promovierte in Architektur an der UC Berkeley und ist nach Lehrtätigkeiten u. a. an der University of the Witwatersrand, Südafrika, an der Columbia GSAPP, Cooper Union sowie Harvard GSD derzeit Associate Professor an der Bartlett School of Architecture in London. Sie kuratierte zahlreiche Ausstellungen, darunter den Südafrikanischen Pavillon der Architekturbiennale in Venedig 2008, eine Installation auf der Venedigbiennale 2014 und die Ausstellung African Mobilities 2018 im Architekturmuseum der TUM in München. Nzinga Biegueng Mboup ist Architektin und Mitbegründerin des Büros Worofila in Dakar, das sich auf bioklimatische Architektur spezialisiert hat. Außerdem ist sie als Forscherin aktiv und hat mit Projekten wie Dakarmorphose (2017–2024), das die Entwicklung Indigener Dörfer zum Thema hatte, und Habiter Dakar zum Wohnen im Senegal wesentliche Beiträge zum Verständnis des lokalen urbanen und kulturellen Erbes geleistet. Seit 2023 ist sie Kuratorin des dreijährigen Forschungsprojekts c/o Dakar, das sie in Zusammenarbeit mit dem Canadian Centre for Architecture durchführt. Bushra Mohamed führt das Büro Msoma Architects mit Sitz in London und Nairobi. Sie ist Design Fellow am Department of Architecture der University of Cambridge und Dozentin am Department of Architecture and Landscape Architecture der Kingston University. Beiträge von ihr wurden in verschiedenen Publikationen veröffentlicht, darunter in AA Files, Architectural Review, RIBA Journal und in dem von der Plattform Sound Advice herausgegebenen Buch NOW YOU KNOW. Anh-Linh Ngo ist Architekturtheoretiker, Kurator und Herausgeber von ARCH+. Er kuratiert mit ARCH+ regelmäßig Ausstellungs- und Forschungsprojekte wie projekt bauhaus (2015–2019), Cohabitation (2021), The Great Repair (2023/24) und Metaxy (2026). Er ist aktuell Mitglied des Kuratoriums der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart und der Akademie Schloss Solitude sowie Mitglied des Goethe-Instituts. Er war Co-Kurator des Deutschen Pavillons auf der 18. Architekturbiennale in Venedig 2023. Seit 2021 ist er Mitglied, seit Mai 2024 Vizepräsident der Akademie der Künste in Berlin. Eve Nnaji ist eine experimentell arbeitende Architektin, Künstlerin und Forscherin in Lagos, Nigeria. Sie ist Gründerin des Büros add.apt*, das Architektur, Gestaltung und Daten miteinander verbindet, um innovative Lösungsansätze zu entwickeln. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Strange is Better: An Effort to Biologically Convert Polystyrene Into Organic Matter Using Mealworms (Creative Food Cycles, 2020) und Water We Talking About? A City, Citizen, and Water Dialogue (Responsive Cities, 2021). Studio NEiDA ist ein interdisziplinäres Büro für Architektur, Design, kuratorische Arbeit und Forschung mit Sitz in Lomé, Brüssel und Berlin, das von der Architektin Jeanne Autran-Edorh sowie der Kuratorin und Autorin Fabiola Büchele gegründet wurde. Es widmet sich gerechten Gestaltungsprozessen, die zeitgenössische architektonische Diskurse hinterfragen. Im Jahr 2025 kuratierten sie Togos ersten nationalen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig und wurden mit dem ArchDaily Next Practice Award ausgezeichnet. Franklin Obeng-Odoom promovierte in Politischer Ökonomie an der University of Sydney, Australien. Derzeit ist er Professor für Global Development Studies an der Universität Helsinki, wo er den Kurs „Cities in the Global South“ unterrichtet. Er ist Global South Editor des Fachjournals Housing Studies und Series Editor der Edinburgh Studies in Urban Political Economy. Obeng-Odoom wurde mit dem KW Kapp Prize, dem Patrick J. Welch Award und dem Joan Robinson Prize ausgezeichnet. Er ist Fellow der Ghana Academy of Arts and Sciences, Fellow der Academy of Social Sciences sowie Mitglied der Finnish Academy of Science and Letters. Emmanuel Ofori-Sarpong ist Architekt und Mitbegründer des Büros sociarchi in Ghana. Er promoviert derzeit an der SOAS University of London mit einer Arbeit über die institutionellen und ideellen Grundlagen der Stadtentwicklung in Afrika mit Fokus auf UN-Habitat initiierte Neubauprojekte in Kenia und Ghana. Papa Omotayo ist Architekt, Urbanist, Filmemacher und Kulturvermittler in Lagos, Nigeria. Er ist Creative Director von MOE+ Art Architecture und Gründer der A White-space Creative Arts Foundation. Er war an zahlreichen Ausstellungen beteiligt, darunter an der Sharjah Architecture Triennial (mit Eve Nnaji), im Bereich „Special Projects“ der Kunstmesse ART X Lagos (mit Max Kalaiwo) sowie an der Architekturbiennale in Venedig (alle 2023). Dominique Petit-Frère ist Mitbegründerin von Limbo Accra, einem seit 2018 bestehenden Büro für Architektur und Forschung. 2024 initiierte sie das Limbo Museum in Accra. In ihrer Arbeit verbindet sie Architektur, kulturelle Programmierung und kuratorische Praxis und verwandelt unfertige Bauten oder nicht ausgelastete Räume in Plattformen für zeitgenössische Kunst, Gestaltungserbe und nachhaltige urbane Zukunftskonzepte. Edgar Pieterse ist Gründungsdirektor des African Centre for Cities (ACC) an der University of Cape Town, wo er außerdem eine Professur an der School of Architecture, Planning and Geomatics innehat. Er ist Autor von City Futures (2008), New Urban Worlds (mit AbdouMaliq Simone, 2017), Cities Rethought: A New Urban Disposition (mit Gautam Bhan, Michael Keith und Susan Parnell, 2025) sowie Mitherausgeber zahlreicher Sammelbände. Pieterse engagiert sich weltweit in Think Tanks und Gremien zu Stadttransformation und Systemwandel. Felwine Sarr ist Ökonom, Geisteswissenschaftler, Autor, Schriftsteller und Musiker. Er ist seit 2020 Professor an der Duke University in North Carolina, USA. Gemeinsam mit Achille Mbembé initiierte er 2016 in Dakar und Saint-Louis Les Ateliers de la Pensée, ein jährlich stattfindendes Diskussionsforum für afrikanische und diasporische Intellektuelle zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen. Im selben Jahr erschien sein viel beachtetes Buch Afrotopia (dt. 2019). 2018 verfasste er gemeinsam mit Bénédicte Savoy Zurückgeben: Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter (dt. 2019). Jen Wood ist Künstlerin und Architektin. 2015 gründete sie gemeinsam mit Emanuel Admassu das Studio AD―WO in New York, das künstlerische und architektonische Projekte realisiert. In ihrer Arbeit als Forscherin, Künstlerin und Architektin untersucht sie, wie Materialität kulturelle und räumliche Narrative formt.
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