Der Computer als Werkzeug und Medium.
Sprache: Deutsch
Verlag: Gnt- Verlag, 2009
- Softcover
- Gebraucht

Anbieter: Ammareal, Morangis, FrankreichAmmareal
AbeBooks-Verkäufer/-in seit 29. August 2016
Zustand: Gebraucht - Sehr gut
Aktueller Preis: EUR 31,52
Anzahl: 1 verfügbar
In den WarenkorbArtikelbeschreibung vom Verkäufer
Bestandsnummer des Verkäufers I-214-431
- Titel
- Der Computer als Werkzeug und Medium.
- Autor
- Michael Friedewald
- Verlag
- Gnt- Verlag
- Veröffentlichungsjahr
- 2009
- Zustand
- Très bon
- Einband
- Softcover
- Sprache
- Deutsch
- ISBN-10
- 3928186477
- ISBN-13
- 9783928186476
Wenn heute vom Computer gesprochen wird, ist meist der kleine Personal Computer mit Tastatur, Bildschirm und Maus gemeint, der seit 1981 den Weg in Millionen Büros und Haushalte gefunden hat und meist zur Textverarbeitung, für Kalkulationen, zum Spielen und zunehmend auch als Medium für Kommunikation und Information verwendet wird. Davor war ein ganz anderes Bild des Computers in der Öffentlichkeit vorherrschend. Computer waren riesige technische Geräte, mit deren Betrieb ein ganzes Team von Technikern, Operateuren und Programmierern beschäftigt war.
Erst mit der Entwicklung preiswerter Speicherbausteine und Prozessoren sowie dem Auftauchen junger, risikobereiter Unternehmen wie Xerox, Apple oder Microsoft, die an den Erfolg von preiswerten Computern für jedermann glaubten, wurde der PC Anfang der achtziger Jahre zu einem gefragten Produkt. Dabei zeigte sich, dass der Erfolg nicht nur an den technischen Eigenschaften lag, sondern auch an der veränderten Einstellung potenzieller Nutzer.
In diesem Buch wird vor allem der Frage nachgegangen, vor welchem kulturellen Hintergrund die Idee der persönlichen Informationsverarbeitungsmaschine entstanden ist und wie sich diese im Laufe der Zeit unter dem Einfluss anderer Wissenschafts- und Technikentwicklungen verändert hat. Geschildert wird die spannende, aber wenig bekannte Geschichte des interaktiven Computers von 1945 bis 1985, aus der deutlich wird, dass der Computer in seiner heutigen Form auch der Schlusspunkt eher zufälliger lokaler Gegebenheiten und Umstände ist, die sich die zahlreichen Akteure so gut es eben ging zunutze machten. Die Arbeit wurde im Jahre 1999 vom Verein Deutscher Ingenieure mit dem Rudolf-Kellermann-Preis für Technikgeschichte ausgezeichnet.
https://doi.org/10.47261/1622
„Inhaltsangabe“ gehört möglicherweise zu einer anderen Auflage dieses Titels.
Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.
Computer umgeben uns überall, die meisten unsichtbar als eingebettete Systeme in Autos, Aufzügen, Telefonen oder Kameras. Gleichzeitig werden sie überall sichtbar im Arbeitszimmer, im Wohnzimmer, im Klassenzimmer, im Fernsehen, im IKEA-Katalog. Zuerst standen sie in den klimatisierten Kellern großer Unternehmen, zugänglich nur für die Eingeweihten nach Überwindung komplexer Zugangssperren. Der Rest konnte sie im Film bewundern. In den Achtzigern standen sie plötzlich auf allen Schreibtischen. »Wow, my own IBM computer! Imagine that!« verhieß die Reklame. Inzwischen sind sie tragbar: »Computers for the rest of us!« Dieses Vorwort schreibe ich in einem ICE, computertauglich gemacht durch eine Steckdose am Sitzplatz obwohl die Batterie meines Powerbooks dies nicht wirklich braucht.
Sind dies alles Erscheinungsformen des gleichen Geräts? Das wird man nicht ohne Weiteres behaupten können. Ein embedded controller ist anders gebaut als ein Mainframe, und beide unterscheiden sich von einer Workstation oder einem PC. Sicher gehören sie der gleichen digitalen Technologie an, doch Mainframes sind tief im Innern Rechenautomaten und Datenverarbeitungsmaschinen geblieben, gewandelt zu großen Archivmaschinen oder zu Servern in internen und externen Netzen. Die eingebetteten Varianten des Mikroprozessors heißen zu recht Mikrocontroller; sie haben mechanische oder elektromechanische Steuerbausteine durch allgemeinere, programmierbare Chips und Boards abgelöst. Workstations und PCs sind dagegen multimediale Endknoten in einem neuen Medium geworden, dem Internet. Sie besetzen nun den Begriff Computer so sehr, daß Erstsemester gelegentlich Bill Gates für den Erfinder des Computers halten wie mir amerikanische Kollegen glaubhaft versichern.
Aber wer hat den PC erfunden? Wo kommen diese allgegenwärtigen, alltäglichen Medienmaschinen her? Michael Friedewald geht dieser Frage als Technikhistoriker nach und er findet Antworten, die weit über noch vorhandene Oral History oder die gängigen journalistischen Aufbereitungen hinaus führen. Der PC ist nicht die bruchlose Fortsetzung der Mainframes als mikroelektronische Kopie, wie es selbst Informatiker sehen möchten, sondern der technische und kulturelle Schnittpunkt unterschiedlicher Linien der Software- und der Geräteentwicklung aber auch unterschiedlicher Anwendungslinien.
In der vorliegenden Darstellung wird klar, daß der PC eine eigenständige Geschichte hat, die ebenso wie die Geschichte der Großrechner in den Zweiten Weltkrieg zurückweist. Nur: Es waren nicht John v. Neumann und Howard Aiken, die den PC erahnt haben, sondern Vannevar Bush (und, wenn ich das hinzufügen darf, auch Konrad Zuse mit seinem früh angedachten Graphomaten). Der PC kommt also eher vom MIT, als aus Princeton oder aus Harvard. Es ist vielleicht kein Zufall, daß Vannevar Bush tief in der Analogrechentechnik verwurzelt war und Digitalrechnern zutiefst mißtraute. Weshalb er sein Memex als digital gesteuertes Archiv analog repräsentierter Texte und Bilder konzipierte bis schließlich Forresters Whirlwind, als digitale Basis des radargesteuertern Raketenfrühwarnnetzes SAGE ebenfalls am MIT entwickelt, im Monat mehr Geld verplanen durfte als Bush in einem ganzen Jahr zur Verfügung stand.
Bush konnte seine Ideen eines persönlichen Archivierungssystems nicht umsetzen. Seine Vorstellungen von persönlicher Software und persönlichen Geräten fanden aber andere Wege zu ihrer Realisierung, ironischerweise auch über die militärische Forschungsförderung. Joseph C. R. Licklider war sowohl Psychologe wie Mathematiker und Physiker, mit einem Arbeitsplatz am MIT. Dort lernte er nicht nur Digitalcomputer aus erster Hand kennen, er erkannte auch die Möglichkeit, oder soll man sagen: die Notwendigkeit, diese Maschinen als persönliche Arbeitshilfen weiter zu entwickeln. Die »Man-Computer Symbiosis« wurde zu seiner Leitidee. Die Chance, diese Erkenntnis umzusetzen, bot sich ihm durch den Wechsel zur Advanced Research Projects Agency (ARPA), wo er 1962 zum Direktor des Information Processing Techniques Office ernannt wurde. Unter seiner Leitung wurden grafik- und interaktionsfähige Maschinen entwickelt, aus denen mit Hilfe des 1971 erfundenen Mikroprozessors diejenigen Kleinstrechner wurden, die man heute als PCs bezeichnet. Andere Entwicklungen haben dies verstärkt. Ivan Sutherlands grafisches Eingabesystem Sketchpad, Doug Englebarts Mouse, das Online Text System, der speicherfressende Rasterbildschirm und vor allem die Arbeiten Alan Kays und anderer bei Xerox PARC, die im Apple Macintosh einen ersten Massenmarkt fanden, der wiederum zum Vorbild der Windows-Varianten wurde. Als WIMP-Machine (Windows, Icons, Menus, and Pointers) wurde der Computer doch noch zum Archivsystem für Text und Bild und vielem mehr: für Töne, Animationen, Filme.
Natürlich ging es nicht nur um die multimediale Geräteausstattung, es mußten auch geeignete Programmierhilfen gefunden werden. Der Durchbruch vom Hobbygerät zur Alltagstechnik gelang den frühen PCs (bevor IBM sie PCs nannte) mittels Texteditoren wie Wordstar, aber vor allem mittels VisiCalc, dem ersten vermarkteten Tabellenkalkulationsprogramm einem Programmtyp, den es für Mainframes und Minicomputer vorher nicht gab, einer Killerapplikation also. Nicht: »My own IBM computer!«, sondern »Meine selbst programmierbare Buchhaltung!«
Um die wilden Ideen einer Multimedia-Maschine umsetzen zu können, wurde Smalltalk als Sprache der Wahl bei Xerox PARC entwickelt, andere, wie Apples HyperTalk, führten diesen Einstieg fort, bis das WWWund in seinem Gefolge Java das Internet als zwingende Erweiterung des Tischmediums PC charakterisierte. Vernetzung, Interaktion, multimediale Datenspeicherung und -verarbeitung kennzeichnen den Stand des Mediums Computer heute ein Medium, das alle anderen simulieren kann, sie aber auch auflöst. Ein weltweit verbreitetes Medium, das doch das Ende der Massenmedien andeutet natürlich nicht im Rückgriff auf die individuelle Handarbeit, sondern in Form eines mass-customized medium, eines Mediums, daß für jeden Nutzer und jede Nutzerin in gefälliger Weise zurechtgestutzt werden kann.Sie wollen keine Sex- oder Gewaltdarstellungen aus dem Internet: Bitte Microsofts Internet Explorer enthält ein passendes Filterprogramm. Sie wollen nur Sexbilder: Drehen Sie doch einfach den Filter um ;-)
Es ist Michael Friedewalds Verdienst, diese Entwicklung in ihrer Kontinuität, aber vor allem in ihren Brüchen klar und deutlich zu zeigen. Sein Text beweist, daß die Geschichte des PCs bereits zu einem Stück Geschichte geworden ist. Er legt die relevanten Fakten offen jenseits aller Spekulationen über den Charakter einer kommenden »Informationsgesellschaft«.
Prof. Wolfgang Coy, Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Informatik, Informatik in Bildung und Gesellschaft
„Über diesen Titel“ gehört möglicherweise zu einer anderen Auflage dieses Titels.
Ammareal
Morangis, Frankreich
AbeBooks-Verkäufer/-in seit 29. August 2016
Versandkosten von Frankreich nach USA
| Artikel | 5 bis 18 Werktage | 5 bis 7 Werktage |
|---|---|---|
| Erster Artikel | EUR 16,50 | EUR 20,50 |
Zahlungsarten
Shop-Beschreibung
Spezialisierung
Livres d'occasion techniques et grand public en français et anglaisUnternehmensdaten der Verkäuferin bzw. des Verkäufers
SAS AMMAREAL
4 AV ARGAO
MORANGIS, Frankreich 91420
Verkaufsbedingungen
Ammareal is a professional bookseller speciliazed in used books. We ship worldwide. We have more than 250 000 books in stock, including a large number of technical and university-level books. We give back up to 15% of the price of each book to charities, libraries and organizations fighting in favor of literacy. What we do not sell, we give, what we do not give we recycle.
You can reach us at :
Ammareal
6, rue des bâtisseurs
91350 Grigny
France
abebooks@ammareal.fr
+33 (0)1 69 39 49 56
Widerrufsrecht
Wenn Sie Verbraucher sind, können Sie gemäß den folgenden Bestimmungen vom Vertrag zurücktreten. Verbraucher ist jede natürliche Person, die zu Zwecken handelt, die nicht ihrer kaufmännischen, gewerblichen, künstlerischen oder beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
Informationen zum Widerrufsrecht
Gesetzliches Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Transporteur ist, die letzte Ware oder den letzten Posten oder das letzte Exemplar in Besitz genommen hat.
Um das Widerrufsrecht auszuüben, füllen Sie auf unserer Website unter „Meine Einkäufe" in „Mein Nutzerkonto" eine eindeutige Erklärung elektronisch aus und senden Sie sie ab. Wir werden Ihnen unverzüglich eine Bestätigung über den Eingang eines solchen Widerrufs auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail) übermitteln.
Um die Widerrufsfrist einzuhalten, reicht es aus, dass Sie Ihre Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Auswirkungen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, erstatten wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die entstehen, wenn Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene günstigste Standardlieferung gewählt haben).
Wir können einen Abzug von der Rückerstattung für den Wertverlust der gelieferten Waren vornehmen, wenn der Verlust auf eine unnötige Behandlung durch Sie zurückzuführen ist.
Wir werden die Rückerstattung unverzüglich und nicht später als 14 Tage nach dem Tag vornehmen, an dem wir über Ihre Entscheidung, diesen Vertrag zu widerrufen, informiert wurden.
Für die Rückerstattung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie für die ursprüngliche Transaktion verwendet haben, es sei denn, Sie haben ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen aufgrund einer solchen Rückerstattung Gebühren berechnet.
Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, was eher eintritt.
Sie müssen die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens 14 Tage ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an Ammareal, Morangis, France, zurücksenden oder übergeben. Die Frist ist eingehalten, wenn Sie die Ware vor Ablauf der Frist von 14 Tagen zurücksenden. Sie müssen die direkten Kosten der Rücksendung der Waren tragen. Sie haften nur für einen etwaigen Wertverlust der Waren, der auf eine Behandlung zurückzuführen ist, die nicht zur Prüfung der Art, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren erforderlich ist.
Ausnahmen vom Widerrufsrecht
Das Widerrufsrecht gilt nicht für:
- Die Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften oder Magazinen mit Ausnahme von Abonnementverträgen; und
- Die Lieferung digitaler Inhalte, die nicht auf einem physischen Medium (z. B. auf einer CD oder DVD) geliefert werden, wenn Sie bei Ihrer Bestellung akzeptiert haben, dass wir mit der Lieferung beginnen können und dass Sie nach Beginn der Lieferung den Vertrag nicht mehr widerrufen können.