Beschreibung
Unpaginiert [24 S.], Abb., Beilage: Besetzung. Besetzungszettel oben bestoßen mit hs. Eintrag. Programmheft Rückseite berieben mit hs. Eintrag, sonst gut und sehr sauber. - Mit Martin Benrath, Friedhelm Ptok, Reinhild Solf, Gisela Mattishent, Uta Hallant, Rolf Schult, Christoph Hofrichter, Jona Ostfeld, Egon Balder. - Lehrer sein heißt ständig eine Maske tragen. Ein Interview mit Simon Gray. Sie widmen «Butley» den Dozenten und Studenten des Queen Mary Colleges in London, an dem Sie Dozent für englische Sprache und Literatur sind. Ist diese Widmung angesichts von Butleys total desillusionierter Haltung der Universität gegenüber ironisch gemeint? - Sie ist scherzhaft gemeint. Aber manchmal habe ich das Gefühl, daß es von Natur aus gefährlich ist, Englisch zu lehren, wenn der Lehrer nicht vor allem und in erster Linie Akademiker ist. Ich hoffe zum Beispiel, daß man bei Butley deutlich genug erkennt, daß er einmal ein phantastischer Lehrer gewesen sein muß. Wenn sich seine Energie, seine geistige Schärfe, auf ein Thema konzentriert hätten, wäre er bestimmt ein viel weniger destruktiver Mensch geworden. Man hätte ihn gern in seinen Zwanzigern über, sagen wir, Shakespeare oder Eliot lesen hören. Aber die Auseinandersetzung mit Literatur ist keine befriedigende Tätigkeit für einen Menschen, der mit sich selbst nicht zurechtkommt oder der seine Beziehungen zu anderen Menschen nicht in den Griff bekommt. Butley muß sich gegen die Literatur empören, weil sie nicht wirklich das ist, was er so dringend braucht und diese Empörung zeigt sich auf eine sehr anarchische Weise. Ich glaube, daß es jeden Dozenten, sogar eine Edna, bei dem Gedanken graust, mit einem Studenten über Coriolan oder Chaucer sprechen zu müssen, wenn man eigentlich nur seine Zigarette und eine Tasse Kaffee haben will . . . Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 550.
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