Blockadebuch. Leningrad 1941-1944. Aus dem Russischen von Ruprecht Willnow und Helmut Ettinger. Mit einem Vorwort von Ingo Schulze und 51 Abbildungen. Umschlaggestaltung von Michael Rechl. (= Schriftenreihe Band 10367).

Verlag: Bundeszentrale für politische Bildung (Lizenz des Aufbau Verlags), Bonn, 2019

ISBN 10: 3742503677 (ISBN 13: 9783742503671)

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Kartonierte fotografisch gestaltete Broschur mit Rücken- und Deckeltitel. Der obere Rand des Seitenschnitts dezent verfärbt, ansonsten in gutem bis sehr gutem Erhaltungszustand. "Was sich in den 872 Tagen zwischen September 1941 und Januar 1944 im sowjetischen Leningrad zutrug, übersteigt die Vorstellungskraft: Die deutsche Wehrmacht beschließt nach dem Überfall auf die Sowjetunion, das heutige Sankt Petersburg nicht zu besetzen, sondern systematisch abzuriegeln - und die über drei Millionen Einwohner damit dem Hungertod preiszugeben. Ales Adamowitsch und Daniil Granin trugen bereits in den 1970er-Jahren im "Blockadebuch" Zeitzeugenberichte zusammen, die einen von Entbehrungen und Bombenangriffen geprägten Alltag schildern. Ergänzt werden sie von den Tagebucheinträgen eines Historikers, eines Jugendlichen und einer jungen Mutter. Die Einzelschicksale dieser Eingeschlossenen sind Zeugnisse unermesslichen Leids, aber auch des Überlebenswillens, mit dem die Menschen ihrer Situation begegneten. Mit der 2014 auf Russisch erschienenen Neuauflage wird aus einer Heldengeschichte, wie sie die sowjetische Propaganda verlangte, eine umfassende Dokumentation der Leningrader Blockade." (Verlagstext) Aljaksandr (Ales) Adamowitsch (* 3. September 1927 im Dorf Konjuchi in der Minskaja Woblasz, Belarussische SSR; gestorben 26. Januar 1994 in Moskau, Russland) war ein belarussischer Schriftsteller, Kritiker und Literaturwissenschaftler. Adamowitsch kämpfte in den Jahren 1943 bis 1944 in Partisaneneinheiten gegen die Wehrmacht in der Region von Babrujsk. Er schlug sich alleine hinter die Frontlinien durch und lebte bis zum Ende des Krieges im Altai-Gebiet. Nach dem Krieg studierte er von 1945 bis 1950 an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatsuniversität in Minsk und lehrte anschließend dort, von 1964 bis 1966 aber auch an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau, belarussische Literatur. Adamowitsch war zudem mehrfach wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Literaturabteilung der Akademie der Wissenschaften der BSSR. 1982 nahm Adamowitsch als Mitglied der belarussischen Delegation an der 38. Sitzung der UNO-Vollversammlung teil. 1987 wurde er Direktor des Kinematografischen Instituts in Moskau. Ab 1989 war er ein Mitglied des belarussischen P.E.N.-Clubs. Adamowitsch trat seit 1950 immer wieder mit eigenen Veröffentlichungen in Erscheinung: Romanen, Erzählungen, mehrfach verfilmten Drehbüchern, literaturwissenschaftlichen Arbeiten und Rezensionen. Daniil Alexandrowitsch Granin (* 1. Januar 1918 oder 1919 als Daniil Alexandrowitsch German im Dorf "Wolyn", Gouvernement Kursk, Sowjetrussland; gestorben 4. Juli 2017 in Sankt Petersburg) war ein sowjetischer bzw. russischer Schriftsteller. Daniil Granin verbrachte seine Kindheit in Sankt Petersburg (seit 1914 Petrograd bzw. seit 1924 Leningrad) und studierte am dortigen Polytechnischen Institut Elektrotechnik. Er wurde Ingenieur, arbeitete ab 1940 in einem Elektrolabor und dann bis 1950 bei den Kirow-Werken. Während des Zweiten Weltkrieges meldete er sich 1941 freiwillig und wurde Panzeroffizier. Zeitweise war er an der Leningrader Front eingesetzt. 1941 trat er zudem in die KPdSU ein. Er war 1954 bis 1969 Sekretär der Leningrader Abteilung des Schriftstellerverbandes der UdSSR. Granin veröffentlichte 1949 seine erste Erzählung, seinen ersten Roman 1954. Viele seiner Novellen und Romane beschäftigen sich mit der Arbeit von Wissenschaftlern und Technikern und ihrer ethischen Verantwortung, die anderen zumeist mit dem Alltagsleben und dessen Widrigkeiten sowie mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 703, (1) pages. 8° (133 x 205mm).

Bestandsnummer des Verkäufers BN35159

Bibliografische Details

Titel
Blockadebuch. Leningrad 1941-1944. Aus dem Russischen von Ruprecht Willnow und Helmut Ettinger. Mit einem Vorwort von Ingo Schulze und 51 Abbildungen. Umschlaggestaltung von Michael Rechl. (= Schriftenreihe Band 10367).
Autor
Adamowitsch, Ales; Granin, Daniil
Verlag
Bundeszentrale für politische Bildung (Lizenz des Aufbau Verlags), Bonn
Veröffentlichungsjahr
2019
Zustand
gut
Einband
Softcover
Ausgabe
Lizenzausgabe.
Artikelgewicht
800 Gramm

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