Der Blick ins Auge der Nacht. Dieser Artikel ist nicht verfügbar.
Sprache: Deutsch
Verlag: Turia + Kant, Verlag, 2026
- Softcover
- Neu

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Artikelbeschreibung des Verkäufers
New Book. Shipped from UK. Established seller since 2000.
Bestandsnummer des Verkäufers DB-9783985141463
- Titel
- Der Blick ins Auge der Nacht
- Autor
- Ruhs, August
- Verlag
- Turia + Kant, Verlag
- Erscheinungsjahr
- 2026
- Zustand
- New
- Einband
- PAP
- Sprache
- Deutsch
- ISBN-10
- 3985141460
- ISBN-13
- 9783985141463
- Artikelgewicht
- 254 Gramm
»Die Sublimierung ist die Erhöhung des Objekts zur Würde des Dings« Entstanden in einer Epoche, in der Wissenschaft und Kunst eng miteinander verschränkt waren, hat die Psychoanalyse eine entsprechende Universalperspektive nicht nur stets beibehalten, sondern sie vielmehr in eine umfassende und stringente Kulturtheorie unter Beachtung unbewusster Sinn-, Bedeutungs- und Motivationszusammenhänge übergeführt. Durch die gegenseitige Durchdringung von Therapeutik und Ästhetik sah sich Freud veranlasst, Dichter und Künstler als Bundesgenossen im Ringen um das Verständnis der tieferen Bereiche des menschlichen Seelenlebens anzuerkennen. \n\nAndererseits ist auch die psychoanalytische Praxis mit ihren metapsychologischen Reflexionen und mit ihrem Aufspüren zeitspezifischer unbewusster Beweggründe nicht ohne Einfluss auf künstlerisches Schaffen und auf die formale und inhaltliche Gestaltung von Kunstströmungen geblieben. Abgesehen von seiner schriftstellerischen Begabung und seiner Leidenschaft als Kunstliebhaber und Sammler ergaben sich aus Freuds Affinität zur Kunst Fundamente einer spezifischen Kunsttheorie, welche die Beweggründe künstlerischen Schaffens, die Faszinationskraft von künstlerischen Werken und ihre latenten Strukturen und Ausdrucksgesetze in den Vordergrund stellte. \n\nIn der Folge ergaben sich insbesondere durch die strukturale Psychoanalyse Lacans mit ihren medientheoretischen Konzeptionen Neuorientierungen in der Kunstauffassung, in deren Rahmen ein Werk weniger als materialisierte Idee zu betrachten ist, sondern vielmehr als ein in Form verwandeltes Begehren mit all seinen Verhüllungen, Kompromissbildungen und Deformationen. Eine darauf fokussierte Analyse verfolgt rückwärtsgewandt und dekonstruktivistisch künstlerische Schaffensprozesse, welche so wie deren Interpretationen von einer letztlich immer scheiternden Suche nach dem jenseits von Bild und Sprache liegenden freudschen Ding gekennzeichnet sind. \n\nDie auf zwei Bände verteilten Essays des Psychiaters und Psychoanalytikers August Ruhs entsprechen allgemeinen und speziellen Annäherungen an das Unbewusste, das Ungewusste und das Unsichtbare in den vornehmlich visuell gestaltenden Künsten.
„Inhaltsangabe“ gehört möglicherweise zu einer anderen Auflage dieses Titels.
Über die Autorin bzw. den Autor
August Ruhs lebt und arbeitet als Psychiater, Psychoanalytiker und Universitätslehrer in Wien und war bis 2011 stellvertretender Leiter der Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinuniversität Wien. Von 2007 bis 2015 und von 2019 bis 2023 war er Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender der "Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule" und Mitherausgeber der Zeitschrift "texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik" (Passagen Verlag). Zahlreiche Publikationen sowie Übersetzungen aus dem Bereich der klinischen, theoretischen und angewandten Psychoanalyse.
„Über diesen Titel“ gehört möglicherweise zu einer anderen Auflage dieses Titels.