Atlas der Hygiene des Kindes.

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Dritte Auflage. - Berlin. Preußische Verlagsanstalt, 1926, Folio, 100 z.T. farbig. Tafeln, Leinenmappe; beigelegt verkleinerter Nachdruck der ersten Auflage; Lübeck, Cerlag Schmidt & Römhild, 4°, 100 Tafel, 24 pp. Seiten Beiheft. v. Das Beiheft des Nachdruck entält u.a. die Titelei der dritten Auflage, und eine Blatt mit dem Inhaltsverzeichniss und der Veränderungen aller 3 Aiflage. "1926/27 wurde der Atlas zum dritten Mal aufgelegt und dabei sein Themenbereich bis zum Ende des Schulalters ausgedehnt. Da er dennoch nicht mehr als 100 Tafeln umfassen sollte, mußten zusätzlich zu den neuen, das Schulalter betreffenden Tafeln einige neu konzipiert und ausgetauscht werden. Insgesamt entstand vom äußeren Eindruck her ein neues Werk, das einige Verbesserungen aufwies - z.B. die Karte zum internationalen Vergleich der Säuglingssterblichkeit, oder einige Veränderungen in der Klcinkindermode . " Der "Atlas der Hygiene des Säuglings und Kleinkindes" gehört zu den Maßnahmen, mit denen am Ende des Kaiserreiches das Problem einer hohen Säuglingssterblichkeit bekämpft werden sollte. Die Säuglingssterblichkeit wurde seit den 90er Jahren von Ärzten, Nationalökonomen und Bevölkerungspolitikern in dem Bemühen diskutiert, die im internationalen Vergleich schlechte Stellung Deutschlands zu verbessern. Anfang des 20. Jhs starben von 100 Lebendgeborenen in Deutschland noch über 20 - ein Wert, der nur von Österreich und Ungarn übertroffen wurde, wo mehr als 21% lebendgeborene Säuglinge starben. In Frankreich und den Niederlanden lag die Säuglingssterblichkeit nur bei 14% und in Norwegen sogar bei weniger als 8%." "Der Zusammenhang zwischen sozialer Lage und einer hohen Sterblichkeit der Kleinkinder lag auf der Hand. Sozial engagierte Ärzte hatten den Aufbau eines Mutter- und Säuglingsschutzes gefordert und für die Kriegszeit in Ansätzen durchgesetzt. Neben die Kritik an den sozialen Umständen trat jedoch zunehmend die an den traditionellen Pflegcpraktiken der Mütter, die den neueren medizinischen Erkenntnissen widersprachen. Diese zu verändern, war ein vordringliches Ziel, und es konnte nur erreicht werden durch Aufklärung über die Zusammenhänge von Umwelt und Krankheit und der Erziehung der Mütter zur Hygiene. In diesem Kontext steht der Atlas, der genau dies mit seinen Bildtafeln versucht. Im folgenden möchte ich die Organisationen vorstellen, die den Atlas entwickelt haben, und anhand einiger Tafeln sein didaktisches Konzept verdeutlichen." "Er wurde herausgegeben mit Unterstützung des Hauptvorstandes des Vaterländischen Frauenvereins, von Prof. Dr. Leo Langstein, Direktor des Kaiserin Auguste Victoria-Hauses zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit im Deutschen Reich, und Dr. Fritz Rott, Direktor des Organisationsamtes für Säuglingsschutz der Kaiserin Auguste Victoria- Haus-Stiftung." Sigrid Stöckel: Der Atlas der Hygiene des Säuglings und Kleinkindes Als Massnahme zur Volksaufklärung. Acta medico-historica Rigensia 1 (1992): pp.57-73 Langstein, Leo 1876-1933 ; Rott, Fritz 1878-1959.…

Bestandsnummer des Verkäufers 70044

Bibliografische Details

Titel
Atlas der Hygiene des Kindes.
Autor
Langstein, Leopold & Rott, Fritz
Erscheinungsjahr
1926
Verkäuferkataloge
Pädiatrie

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