Wie ist die Erschütterung durch Text, welche zu einer völligen Zerstörung des Welt- und Selbstbildes des Lesers führen kann, zu erklären?
Wie muss ein Text beschaffen sein, sodass er den Leser erschüttert und an die Grenzen des Todes bringt?
Im Zuge Rothes Erstlingswerkes prägt er den Begriff der Erschütterung, als Grundmotiv des genialisch Schaffenden. Aus seiner Analyse der Geistesgeschichte auf dieses Phänomen hin, vornehmlich an Kleist, Plato und Nietzsche, sowie seiner eigenen Nietzsche-Lektüre, postuliert er eine Theorie der Erschütterung wie die des Erschütterns.
Im Anschluss an seine Untersuchung entwickelt er mit seinem Manifest Die erschütterte Philosophie eine metaphysische Revolte.
»Meine werten Leser, das was ich aufzeigte ist der Herzschlag der Philosophie! Doch jenes Herz, das da, in einem lethargischen Organismus, schlägt, pumpt schon längst nicht mehr genug Blut, als dass sich davon schreiben ließe! Ich sage euch, das Blut, muss wieder mit aller Gewalt durch die Arterien gedrückt werden, welches vor Druck gar immer heißer und heißer wird, bis es zu kochen und in die Luft zu strömen beginnt!«
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
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