In den 10 Inventions op. 73 aus dem Jahr 1993 experimentiert Kapustin mit polyphonen Satztechniken, erweiterter Tonalität bis hin zur Zwölftonmusik. Für Pianisten, die Werke zwischen Moderne und Jazz suchen, die nach höchst gekonnter, aber auskomponierter Improvisation klingen. Schwierigkeitsgrad: 5
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Nikolai Kapustin wurde am 22. November 1937 in Gorlowka in der Ukrainische SSR (heute: Horliwka, Ukraine) geboren. Im Alter von 14 Jahren zog er nach Moskau, wo er Unterricht bei Awrelian Rubach und später Alexander Goldenweiser nahm. Seinen ersten Versuch, eine Klaviersonate zu komponieren, unternahm er mit 13. Während seines Studiums am Konservatorium komponierte und spielte er sein Opus 1, ein Concertino für Klavier und Orchester. In dieser Zeit hatte er auch sein eigenes Quintett und war Mitglied in Juri Saulskis Bigband. Nach seinem Abschluss am Moskauer Konservatorium 1961 wurde er Mitglied der Oleg Lundstrem Bigband. Ab den 1980er Jahren widmete er sich hauptberuflich dem Komponieren. Kapustin verwendet Jazzelemente in formalen klassischen Strukturen. Seine Musik wird von führenden Pianisten wie Marc-André Hamelin, Steven Osborne, Ludmil Angelov, Masahiro Kawakami, Nikolai Petrov und Vadim Rudenko sowie von den Cellisten Eckard Runge und Enrico Dindo gespielt. Kapustin verstarb am 2. Juli 2020 in Moskau.
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