Das Glück der Familie Rougon eröffnet Émile Zolas monumentalen Zyklus Die Rougon-Macquart und entwirft in der provenzalischen Stadt Plassans die genealogische, soziale und moralische Ursprungsszene einer ganzen Romanwelt. Vor dem Hintergrund des Staatsstreichs Louis-Napoléon Bonapartes von 1851 verbindet Zola politische Chronik, Familiensaga und naturalistische Versuchsanordnung. Sein Stil ist präzise, sinnlich und analytisch zugleich: individuelle Leidenschaften erscheinen als Produkte von Erbschaft, Milieu und historischer Gewalt. Émile Zola, 1840 in Paris geboren und in Aix-en-Provence aufgewachsen, entwickelte aus journalistischer Beobachtung, republikanischer Überzeugung und zeitgenössischen Debatten über Medizin, Vererbung und Gesellschaft seine Poetik des Naturalismus. Die Erfahrung des Zweiten Kaiserreichs, seiner Aufstiegsmythen und moralischen Kompromisse, lieferte ihm den geschichtlichen Rahmen, um die Rougon und Macquart als literarisches Labor bürgerlicher Ambition, politischer Opportunität und sozialer Verwundung zu gestalten. Dieses Buch empfiehlt sich allen Lesern, die den Ursprung eines der bedeutendsten Romanzyklen des 19. Jahrhunderts verstehen möchten. Es ist zugleich spannender historischer Roman, schonungslose Gesellschaftsanalyse und methodisches Fundament für Zolas späteres Werk. Wer Balzac, Flaubert oder den europäischen Realismus schätzt, findet hier einen kraftvollen Übergang zum modernen, wissenschaftlich geschärften Erzählen.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Das Glück der Familie Rougon (La Fortune des Rougon: Die Rougon-Macquart Band 1) | Machtgier, Erblichkeit und Aufstand im Zweiten Kaiserreich | Emile Zola | Taschenbuch | 200 S. | Deutsch | 2022 | e-artnow | EAN 9788027346400 | Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, 143 00 PRAGUE, TSCHECHIEN, kristoferpaetau[at]gmail[dot]com | Anbieter: preigu. Artikel-Nr. 129676850
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