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Re: think CEO 2. Manager in der Medienfalle - Hardcover

Torsten Oltmanns; Ralf-Dieter Brunowsky

 
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Inhaltsangabe

Selten standen Manager so am Pranger wie in der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise. Gewohnt Milliarden-Umsätze mit Tausenden von Mitarbeitern zu steuern, wirken Manager ausgesprochen hilflos, wenn sie etwa von den Medien als „gierige Geldsäcke“(BILD), „Geldvernichter“ oder „Abzocker“ bezeichnet werden. Kein Wunder: Selten hatten die Manager ein schlechteres Bild von den Journalisten.

Wieso aber lassen sich Manager nahezu widerstandslos in die Rolle von Sündenböcken drängen? Zwei Insider geben die Antwort: Manager wissen zu wenig von den Geschäftsmodellen und der Arbeitsweise der Medien und den Journalisten, mit denen sie zu tun haben. Zwischen Journalisten und Managern gibt es immer weniger persönliche Kontakte, immer weniger Chancen zum direkten Dialog.

Die Autoren sind mit beiden Seiten bestens vertraut. Torsten Oltmanns ist als Partner in der renommierten Unternehmensberatung Roland Berger verantwortlich für die Kommunikation. Ralf-Dieter Brunowsky war u.a. zehn Jahre Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Capital und ist heute Inhaber einer erfolgreichen PR-Agentur.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Die Autoren sind Insider mit Erfahrungen aus Medien und Unternehmen. Torsten Oltmanns ist Ökonom und Journlist mit Erfahrung in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, als Partner bei Roland Berger Strategy Consultants berät er Unternehmen und Verbände in Kommunikationsfragen und ist für das Marketing der Beratung verantwortlich. Ralf-Dieter Brunowsky war u.a. zehn Jahre Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Capital und ist heute Inhaber einer erfolgreichen PR-Agentur.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

"In der Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise "werden Öffentlichkeit und Politik künftig eine starke Kontrolle über Märkte und Unternehmen ausüben", schrieb die Financial Times . Manager stehen damit plötzlich ganz generell im Mittelpunkt des Medieninteresses, ob sie wollen oder nicht. Sie müssen ihr Verhältnis zu Presse und Öffentlichkeit strategisch definieren, wenn sie sich möglichst große Freiräume für die Unternehmensführung erhalten wollen. Das zeigen Beispiele wie Schaeffler, Opel oder die Commerzbank.

Unternehmerisches Handeln kann in sich logisch und richtig - und doch falsch sein, wenn die Wirkung auf die Öffentlichkeit strategisch nicht mit einbezogen wurde. Aus der Sicht der meisten Manager ist die Kommunikation immer noch eher der Lazarettwagen, der hinter der Unternehmenspolitik herfährt, als eine strategische Herausforderung.

In allen Lehrbüchern zur Kommunikation wird gebetsmühlenartig wiederholt: Unternehmens-Kommunikation ist Chefsache. Falsch ist das nicht. Doch die Praxis sieht anders aus. Die meisten Führungskräfte verstehen unter Kommunikation eher die Motivation von Mitarbeitern, Werbung oder die Palette aller Marketingmaßnahmen. Der Dialog mit den Medien, über den wir in diesem Buch reden, ist in den meisten Unternehmen tabu und nur wenigen vorbehalten. Wer sich da aus dem Fenster hängt, kann sich schnell um Kopf und Kragen bringen. Denn er wird von Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten, misstrauisch beobachtet und schnell abgestraft, sollte sich daraus ein negativer Medienbericht ergeben. Der Kontakt zu Journalisten wird ausschließlich über die Kommunikationsabteilung gesteuert. Führungskräfte lernen deshalb viel zu wenig oder besser gesagt gar nichts über den Umgang mit Journalisten. Treffen Sie dann erstmals auf höheren Ebenen mit Medienvertretern zusammen, verhalten sie sich mehr oder weniger naiv und unsicher, ganz besonders, wenn Fernsehkameras laufen.

Natürlich waren Medien auch schon vor der Krise für manche Unternehmensentscheidung, manchen Aufstieg und manch einen Karriereknick mitverantwortlich, denn die Führungselite steht schon lange unter kritischer Beobachtung. Jüngste Umfragen zeigen, dass 85 Prozent der Deutschen ein tiefes Misstrauen gegenüber den Führungskräften der Wirtschaft empfinden. Und nun, in der "Großen Rezession", wird der Eindruck der Öffentlichkeit von einzelnen Managern unter Umständen zur Überlebensfrage für ganze Unternehmungen.

Das Verhältnis zu Journalisten wird damit erfolgskritisch für Manager. Sie sind die wichtigsten Mittler für Management-Entscheidungen in der Öffentlichkeit - und sie sind zugleich die schwierigsten Gesprächspartner für Führungskräfte."

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