Seit Mitte der 1880er-Jahre stand der Schriftsteller Paul Heyse (1830–1914) in der Kritik: Der einstige Liebling der deutschen Leser galt der jungen Generation der Naturalisten als weltfremd, wirklichkeitsfern und verlogen. Mit seinem Gedicht auf Goethes Haus am Frauenplan, das 1886 zum Nationalmuseum erhoben worden war, antwortete Heyse seinen Widersachern, die weder vor seiner Person und seinem Werk noch vor seiner jüdischen Herkunft haltmachten. Zeigt sich das Gedicht in seiner Struktur antiken Modellen verpflichtet, so evoziert seine Sprache in Anspielungen und Zitaten eine Vielzahl von Dichtern, die Heyse als mustergültig empfand. Mit dem Bekenntnis zum zeitlos Schönen und Erhabenen formiert sich Das Goethe-Haus in Weimar schließlich zum antinaturalistischen Programmgedicht. Seit seiner Erstveröffentlichung im Goethe-Jahrbuch 1888 erlebte der Text zahlreiche Neuauflagen. Heyses Handschrift aber geriet darüber in Vergessenheit. Als Dokument eines Prozesses dichterischer Selbstvergewisserung und Selbstbehauptung erscheint sie hier erstmals in einer kommentierten Faksimile-Ausgabe. Marcel Lepper, Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar, wo sich das Originalmanuskript befindet, verortet in seinem Geleitwort die Bedeutung von Heyses Handschrift im Kontext literarischer Materialität.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Prof. Dr. Ralf Georg Czapla, 1964 geboren, lehrt als außerplanmäßiger Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Vergleichende Literaturgeschichte an der Universität Heidelberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte und zur Sozialgeschichte der deutschen Literatur, zuletzt: Die ungleichen Geschwister. Der Unternehmer Friedrich Baur und die Tänzerin Claire Bauroff (2015). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Schriftsteller im italienischen Exil, die Literatur der Resistenza partigiana und ihre Rezeption sowie das Verhältnis von Tourismus und geschichtlicher Erinnerung am Beispiel Italiens. Derzeit arbeitet er an einer wissenschaftlichen Biografiee des Schriftstellers Hans Leifhelm.
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: Bookbot, Prague, Tschechien
Softcover. Zustand: Fine. Leichte Gebrauchsspuren. Seit Mitte der 1880er-Jahre stand der Schriftsteller Paul Heyse (1830-1914) in der Kritik: Der einstige Liebling der deutschen Leser galt der jungen Generation der Naturalisten als weltfremd, wirklichkeitsfern und verlogen. Mit seinem Gedicht auf Goethes Haus am Frauenplan, das 1886 zum Nationalmuseum erhoben worden war, antwortete Heyse seinen Widersachern, die weder vor seiner Person und seinem Werk noch vor seiner judischen Herkunft haltmachten. Zeigt sich das Gedicht in seiner Struktur antiken Modellen verpflichtet, so evoziert seine Sprache in Anspielungen und Zitaten eine Vielzahl von Dichtern, die Heyse als mustergultig empfand. Mit dem Bekenntnis zum zeitlos Schonen und Erhabenen formiert sich Das Goethe-Haus in Weimar schliesslich zum antinaturalistischen Programmgedicht. Seit seiner Erstveroffentlichung im Goethe-Jahrbuch 1888 erlebte der Text zahlreiche Neuauflagen. Heyses Handschrift aber geriet daruber in Vergessenheit. Als Dokument eines Prozesses dichterischer Selbstvergewisserung und Selbstbehauptung erscheint sie hier erstmals in einer kommentierten Faksimile-Ausgabe. Marcel Lepper, Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar, wo sich das Originalmanuskript befindet, verortet in seinem Geleitwort die Bedeutung von Heyses Handschrift im Kontext literarischer Materialitat. Artikel-Nr. c3b1866f-790f-4cc6-8b1b-7d753b0eea9a
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Versandantiquariat Bookuck, Georgensgmünd, RH, Deutschland
paperback. Zustand: Wie neu. 80 Seiten; Ge81,10 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 500. Artikel-Nr. 18333
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: A43 Kulturgut, Münster, Deutschland
Br - (OVK: 15,00). Zustand: Sehr gut. 80 S. MÄNGELEXEMPLAR: UNGELESEN und VOLLSTÄNDIG, aber mit leichten äußeren LAGER-/TRANSPORTSPUREN. Mit einem STEMPEL im BUCHSCHNITT als Mängelexemplar gekennzeichnet. Sofort versandfertig! Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 286. Artikel-Nr. 121255
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: AHA-BUCH GmbH, Einbeck, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Seit Mitte der 1880er-Jahre stand der Schriftsteller Paul Heyse (1830-1914) in der Kritik: Der einstige Liebling der deutschen Leser galt der jungen Generation der Naturalisten als weltfremd, wirklichkeitsfern und verlogen. Mit seinem Gedicht auf Goethes Haus am Frauenplan, das 1886 zum Nationalmuseum erhoben worden war, antwortete Heyse seinen Widersachern, die weder vor seiner Person und seinem Werk noch vor seiner jüdischen Herkunft haltmachten.Zeigt sich das Gedicht in seiner Struktur antiken Modellen verpflichtet, so evoziert seine Sprache in Anspielungen und Zitaten eine Vielzahl von Dichtern, die Heyse als mustergültig empfand. Mit dem Bekenntnis zum zeitlos Schönen und Erhabenen formiert sich Das Goethe-Haus in Weimar schließlich zum antinaturalistischen Programmgedicht. Seit seiner Erstveröffentlichung im Goethe-Jahrbuch 1888 erlebte der Text zahlreiche Neuauflagen. Heyses Handschrift aber geriet darüber in Vergessenheit. Als Dokument eines Prozesses dichterischer Selbstvergewisserung und Selbstbehauptung erscheint sie hier erstmals in einer kommentierten Faksimile-Ausgabe.Marcel Lepper, Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar, wo sich das Originalmanuskript befindet, verortet in seinem Geleitwort die Bedeutung von Heyses Handschrift im Kontext literarischer Materialität. Artikel-Nr. 9783969820292
Anzahl: 2 verfügbar
Anbieter: moluna, Greven, Deutschland
Zustand: New. Seit Mitte der 1880er-Jahre stand der Schriftsteller Paul Heyse (1830-1914) in der Kritik: Der einstige Liebling der deutschen Leser galt der jungen Generation der Naturalisten als weltfremd, wirklichkeitsfern und verlogen. Mit seinem Gedicht auf Goethes Ha. Artikel-Nr. 484843571
Anzahl: Mehr als 20 verfügbar
Anbieter: preigu, Osnabrück, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Das Goethe-Haus in Weimar | Herausgegeben und mit Nachwort versehen von Ralf Georg Czapla | Paul Heyse | Taschenbuch | Klappenbroschur | 80 S. | Deutsch | 2022 | Quintus-Verlag | EAN 9783969820292 | Verantwortliche Person für die EU: Verlag für Berlin-Brandenburg/Quintus-Verlag, André Förster, Binzstr. 19, 13189 Berlin, info[at]verlagberlinbrandenburg[dot]de | Anbieter: preigu. Artikel-Nr. 120253271
Anzahl: 2 verfügbar
Anbieter: Susanne Minarik, Ettenheim, Deutschland
Softcover. Zustand: Sehr gut. 1. Auflage. guter bis sehr guter, gepflegter Zustand geringe Lagerspuren am Cover, keine Leseknicke am geraden Buchrücken, keine Eintragungen, sauber, aus Nichtraucherhaushalt 1. Auflage 2022. Artikel-Nr. A02zH5mY01ZZu
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: BUCHSERVICE / ANTIQUARIAT Lars Lutzer, Wahlstedt, Deutschland
Softcover. Zustand: gut. 2022. Paul Heyse: Das Goethe-Haus in Weimar - Herausgegeben und mit Nachwort versehen von Ralf Georg Czapla In deutscher Sprache. pages. Artikel-Nr. BN664854
Anzahl: 1 verfügbar