Der Große Katechismus des heiligen Metropoliten Filaret (Drosdow) erschien erstmals 1823 und ist der offizielle Katechismus der Russisch-Orthodoxen Kirche. Seither erschien der Katechismus in zahlreichen Auflagen. Sowohl als Lehrmittel für den Unterricht an theologischen Schulen als auch zum Lesen für alle Christen. 1872 erschien der Katechismus erstmals in deutscher Sprache, in einer Übersetzung des deutsch-baltischen Mediziners Heinrich Blumenthal; mit dieser Ausgabe liegt erstmals eine orthodoxe Übersetzung in deutscher Sprache vor. Der Katechismus besteht aus Fragen und Antworten zu den drei Hauptbereichen: über den Glauben – über die Hoffnung – über die Liebe. In einer leicht verständlichen Form werden dem Leser die Essenz des orthodoxen Dogmas und die Grundlagen der christlichen Moral erklärt. Die erste Frage im Katechismus lautet: Was ist der orthodoxe Katechismus? Der orthodoxe Katechismus ist eine Lehre über den orthodoxen christlichen Glauben, die jedem Christen zum Wohlgefallen Gottes und zur Erlösung der Seele angeboten wird. Im Anhang des Buches findet sich eine ausführliche Lebensbeschreibung des Heiligen, eine Auswahl seiner Wundertaten sowie das tägliche Gebet des heiligen Filaret zum Herrn Jesus Christus.
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Philaret Drosdow (russisch Филарет Дроздов, bürgerlicher Name Василий Михайлович Дроздов / Wassili Michailowitsch Drosdow; war von 1826 bis 1867 Metropolit von Moskau. Wassili wurde in Kolomna, 93 km südöstlich von Moskau, als Sohn von Jewdokija Nikitischna Filippowa und des Diakons Michail Fjodorowitsch Drosdow geboren, der am 13. Januar 1783 zum Priester geweiht wurde. Am 20. Dezember 1791 kam Wassili ins Geistliche Seminar von Kolomna, am 5. März 1800 in die Moskauer Geistliche Akademie in Sergijew Possad. Bei der Mönchsweihe am 16. November 1808 erhielt er den Namen Philaret. Sein Namenspatron war der hl. Philaret der Barmherzige († um 792 in Konstantinopel). Am Osterfest 1809 wurde Drosdow im Alexander-Newski-Kloster in St. Petersburg zum Priestermönch geweiht. Er unterrichtete an der Geistlichen Akademie in St. Petersburg Altes Testament und Kirchengeschichte. Am 8. Juli 1811 wurde er Archimandrit. Am 13. August 1814 verlieh man ihm den damals seltenen Grad eines Doktors der Theologie. 1817 wurde er Bischof von Reval, 1819 Erzbischof von Twer, 1820 Erzbischof von Jaroslawl und am 3. Juli 1821 Erzbischof von Moskau und Kolomenskoje sowie Hegumen (Abt) des Dreifaltigkeitsklosters von Sergijew Possad. Er verfasste einen Katechismus, bemühte sich um russische Bibelübersetzung, hielt zahlreiche Predigten und beriet die Kirchenleitung. Er starb 1867 in Moskau. 1994 wurde er kanonisiert (heiliggesprochen). Sein Gedenktag ist der 19. November. Sein Grabmal befindet sich in der Kathedrale Christi des Erlösers in Moskau.
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