Welche Spuren hat Henri Bergson im französischen soziologischen Denken hinterlassen, was sind die sozial- und gesellschaftstheoretischen Effekte jenes Autors, dessen Bedeutung für das französische Denken generell kaum zu überschätzen ist? Die oft impliziten, zuweilen auch absichtlich verdeckten Bergson-Effekte im französischen soziologischen Denken werden entlang zweier konträrer Spuren aufgedeckt: Einerseits in den Aversionen gegen das (zunächst schlecht verstandene) bergsonsche Denken. Diese Aversionen waren konstitutiv, in ihnen hat sich thematisch und methodologisch die Bildung der französischen Soziologie ereignet. Andererseits werden die Attraktionen, die produktiven Übernahmen von Bergsons Denken in soziologischen Konzepten verfolgt, bei Autoren wie Gilles Deleuze, Cornelius Castoriadis, Gilbert Simondon oder Georges Canguilhem. Dabei erweist sich auch Bergsons Werk selbst als eines, das nicht nur philosophisch, sondern auch soziologisch neue Denkweisen bietet. Dieses Buch öffnet ein bislang ungeschriebenes Kapitel der Soziologiegeschichte und ein neues Register soziologischer Theorie. Es entfaltet im Durchgang durch die bergsoniani-schen Werke ein diskretes Paradigma: eine lebenssoziologische Denkweise. Diese verbindet eine singuläre Theorie der Differenz (als Differentiation, permanentes Anders-Werden) mit einer singulären Perspektive der Immanenz (Körper, Artefakte, Materialität, Affekte und Diskurse, Imaginäres und Symbolisches in ihren Verschränkungen und Eigenlogiken denkend). Sichtbar wird ein Neuer Vitalismus, der das Leben als Subjekt und Objekt des Denkens anerkennt. Wie Bergson sagte, liegt auf dem Grund des Sozialen das Vitale; und daher ist es stets der Aufenthalt, der eine soziologische Erklärung verlangt, und nicht die Bewegung .
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Dr. Heike Delitz ist seit 2013 Privatdozentin am Lehrstuhl für Soziologische Theorie an der Universität Bamberg. Nach Studien der Architektur und der Soziologie und Philosophie an der Technischen Universität Dresden war sie Postdoc-Stipendiatin der Universität Bamberg sowie der Bayerischen Eliteförderung. Seit Sommersemester 2015 vertritt sie die Professur für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie der Bergischen Universität Wuppertal. 2014 vertrat sie den Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere soziologische Theorie am Max-Weber-Institut der Universität Heidelberg. Seit 2011 ist sie Vorstandsmitglied der Sektion Kultursoziologie, seit 2016 zugleich Vorstandsmitglied und stellvertretende Sprecherin der Sektion Soziologische Theorie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Soziologische Theorie (insbes. Gesellschaftstheorie) und Kultursoziologie (insbesondere Artefakt-, Architektur-, Wissens- und Religionssoziologie sowie Methoden der Kultursoziologie).
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Zustand: Wie Neu. Zustandsbeschreibung: leichte Lagerspuren. Aversionen und Attraktionen im französischen soziologischen Denken. Welche Spuren hat Henri Bergson im französischen soziologischen Denken hinterlassen, was sind die sozial- und gesellschaftstheoretischen Effekte jenes Autors, dessen Bedeutung für das französische Denken generell kaum zu überschätzen ist? Die - oft impliziten, zuweilen auch absichtlich verdeckten - Bergson-Effekte im französischen soziologischen Denken werden entlang zweier konträrer Spuren aufgedeckt: Einerseits in den Aversionen gegen das (zunächst schlecht verstandene) bergsonsche Denken. Diese Aversionen waren konstitutiv, in ihnen hat sich thematisch und methodologisch die Bildung der französischen Soziologie ereignet. Andererseits werden die Attraktionen, die produktiven Übernahmen von Bergsons Denken in soziologischen Konzepten verfolgt, bei Autoren wie Gilles Deleuze, Cornelius Castoriadis, Gilbert Simondon oder Georges Canguilhem. Dabei erweist sich auch Bergsons Werk selbst als eines, das nicht nur philosophisch, sondern auch soziologisch neue Denkweisen bietet. Das Buch öffnet ein bislang ungeschriebenes Kapitel der Soziologiegeschichte - und ein neues Register soziologischer Theorie. Es entfaltet im Durchgang durch die bergsonianischen Werke ein diskretes Paradigma: eine lebenssoziologische Denkweise. Diese verbindet eine singuläre Theorie der Differenz (als Differentiation, permanentes Anders-Werden) mit einer singulären Perspektive der Immanenz (Körper, Artefakte, Materialität, Affekte und Diskurse, Imaginäres und Symbolisches in ihren Verschränkungen und Eigenlogiken denkend). Sichtbar wird ein Neuer Vitalismus, der das Leben als Subjekt und Objekt des Denkens anerkennt. Wie Bergson sagte, liegt "auf dem Grund des Sozialen" das Vitale; und daher ist es "stets der Aufenthalt, der eine soziologische Erklärung verlangt, und nicht die Bewegung". 538 Seiten, gebunden (Velbrück Wissenschaft 2015). Statt EUR 49,90. Gewicht: 921 g - Gebunden/Gebundene Ausgabe. Artikel-Nr. 126524
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1. Auflage,. 538 Seiten, Schönes Exemplar Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 711 8°, schwarzer OU mit Rückentitel, schwarzer OPp. Artikel-Nr. 68142
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Pp. m. Sch. Zustand: Gut. 1. Aufl. 538 S. ; 23 cm gutes Exemplar Aufgrund der neuen PPWR-Bestimmungen (EU-Verpackungsverordnung) liefern wir derzeit nicht in EU-Mitgliedstaaten. Due to the new PPWR regulations (EU Packaging and Packaging Waste Regulation), we currently do not ship to EU Member States. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 855. Artikel-Nr. 47333
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