Der außergewöhnliche Geschäftsführer

 
9783944432304: Der außergewöhnliche Geschäftsführer
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Auszüge: Viele von denen, die zugrunde gehen, hatten vorher ein halbes Dutzend Stellungen, in denen sie die größten Erfolge hätten erreichen können, wenn sie all ihre Kraft zusammengenommen hätten, statt sie zu verzetteln. Andre hatten wohl Kraft, haben sie auch auf einen Punkt gesammelt, aber sie konnten das Wichtige nicht vom Unwichtigen unterscheiden und erlahmten an den Einzelheiten. Sie können nur einen Teil ihrer Kräfte wirklich verwerten, weil sie nicht verstehen, andre für sich arbeiten zu lassen und sich die Leitung vorzubehalten, dagegen die Kleinigkeiten, die jeder andre ebensogut machen kann, auch andern zu übertragen; so kommen sie auch nicht dazu, die großen Dinge auszuführen, zu denen vielleicht nur sie allein imstande waren.

Wenn du ein wirklicher Führer und Leiter deines Geschäftes sein willst, dann darfst du dich nicht in Einzelheiten verlieren, sondern musst den Überblick über das Ganze behalten, denn das Geschäft kann in Lagen kommen, aus denen nur du allein heraushelfen kannst. Man kann nicht General und gemeiner Soldat zugleich sein. Viele Menschen haben zwar die Gabe, große und weitaussehende Unternehmungen zu begründen, aber sie scheitern in der Ausführung, weil sie nicht zu andern das Vertrauen fassen können, dass man ihnen einen Teil der Ausführung überlassen kann.

Es gibt natürlich Fälle, in denen der Geschäftsführer auch einmal in Einzelheiten eingreifen muss. Ein eigenhändiger Brief von ihm wirkt unter Umständen viel mehr als ein gewöhnliches Schreiben eines Angestellten. Aber im Ganzen bekommt es dem Geschäft gewiss besser, wenn der Geschäftsführer sich auf die allgemeine Leitung, auf das Entwerfen der Pläne und dergleichen beschränkt und es versteht, seine Gedanken durch andre im Einzelnen ausführen zu lassen. So vervielfältigt er sich selbst und kann unvergleichlich viel mehr leisten, als wenn er alles allein machen will.

Wieder andre kommen zu Fall, weil sie nicht imstande sind, sich schnell und endgültig zu entschließen; sie brauchen zu lange zur Überlegung, und inzwischen geht die günstige Gelegenheit unwiederbringlich vorbei.
Unentschlossenheit und Mangel an frischer Entschlusskraft sind gewiss die häufigsten Gründe geschäftlichen Misserfolgs, denn der Mutige ergreift die Gelegenheit, die der Zaghafte vorbeilässt, und dann hat der Ärmste nichts als das Nachsehen und die Reue.

Über den Autor:

O. S. Marden war ein amerikanischer Hotelbesitzer und Autor. Er lebte von 1850 bis 1924. Beide Eltern starben vor seinem 7. Geburtstag. Daraufhin verbrachte er mehrere Jahre im Waisenhaus, schaffte es aber trotz widriger Umstände aufs College. Sein Jurastudium schloss er 1871 ab und studierte anschließend Medizin an der Harvard-University, sowie Theologie und erwarb weitere Abschlüsse. Während seiner Studienzeit arbeitete er in der Hotelbranche, bevor er schließlich zum Hotelbesitzer aufstieg. Beeinflusst durch das Buch "Selbsthilfe" des schottischen Autors Samuel Smiles, das ihn schon in seiner Jugend prägte, veröffentlichte er 1894 sein Werk "Pushing to the Front" (s. nächsten Abschnitt). Mit seinen Büchern und seiner 1897 gegründeten Zeitschrift "Success" erreichte er hunderttausende Leser in Amerika und Europa. Nicht wenige führten ihren eigenen Erfolg auf deren Lektüre zurück. Als Autor wird er der amerikanischen Neugeist-Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeordnet.

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