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Lachen für Linke

Schning

 
9783943150339: Lachen für Linke

Inhaltsangabe

„Kurze Geschichten über Punk, Jugend im Osten, Leben in Gießen & Leipzig, Trinkhallen, verlassene Puppenfabriken und den ganz normalen Wahnsinn… Klingt lustig, ist es auch.“ – AK44 Gießen „Olle Punk-Kamellen und der Hass auf Arbeit, Nazis und die akademische Mittelschicht vereint in einem vorzüglichen, szenischen Leseerlebnis.“ –LKA Hannover Linden „Absoluter Bullshit küsst messerscharfe Analyse. Es wird höchstwahrscheinlich gelacht. Triggerwarnung: Es muss vermutlich auch über sich selbst gelacht werden.“ – CCC rC3

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Punk, Antifaschist, Rasenpfleger Geboren und aufgewachsen in Eisenach zwischen Plattenbauten, Weltkulturerbe, Nazi-Terror und wunderschönen Landschaften. Relativ erfolgloser Abschluss der Hauptschule und Abbruch einer Lehre als Plastikmodellierer. Kein Studium in Gießen. Dafür Punkrock, Müßiggang und Nazis ärgern. Umzug nach Leipzig. Geldsorgen, Kioskknechtschaft und eine toxische On-Off-Beziehung mit dem Jobcenter. Nun Realisierung des unrealistischen Traumes, mit dem Wort „Autor“ auf der Visitenkarte anzugeben.

Von der hinteren Coverseite

„Kurze Geschichten über Punk, Jugend im Osten, Leben in Gießen & Leipzig, Trinkhallen, verlassene Puppenfabriken und den ganz normalen Wahnsinn… Klingt lustig, ist es auch.“ – AK44 Gießen „Olle Punk-Kamellen und der Hass auf Arbeit, Nazis und die akademische Mittelschicht vereint in einem vorzüglichen, szenischen Leseerlebnis.“ –LKA Hannover Linden „Absoluter Bullshit küsst messerscharfe Analyse. Es wird höchstwahrscheinlich gelacht. Triggerwarnung: Es muss vermutlich auch über sich selbst gelacht werden.“ – CCC rC3

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Lachen für oder über Linke? Ein Geleitwort Das vorliegende Buch enthält eine besondere Sammlung wilder Punk-Anekdoten, hanebüchenen Unsinns und nachdrücklicher Schellen. Durch diese Geschichten werden die Ausbildungsjahre des Autors, diverses Ausflugsfahrten oder Verfolgungsjagden und ehemalige Arbeitskollegen unvergesslich. Immer mit dabei: Ein gesunder Abstand zu Erlebtem und viel Humor, um unhaltbare Zustände in Unterhaltung zu verwandeln. Publikum und Leserschaft bleibt gelegentlich das Lachen im Halse stecken. Das liegt nicht nur am Gefühl des Ertapptwerdens, sondern auch daran, dass die Geschichten nicht nur lustig sind. Sie bieten, neben der beißenden und schönen Verachtung für so Einiges, einen kleinen Einblick in das Leben vieler Menschen in Ostdeutschland nach der Wende. Was auf den Lesungen bisher in einem Raum voller Unterhaltungshungriger und einem Autor mit Entertainment-Potenzial nicht ganz so gewaltig zuschlägt, passiert beim Lesen zu Hause: eine intensive Begegnung mit einer brutalen Lebensrealität. Manche Geschichten entfalten eine größere Ernsthaftigkeit – und das steht ihnen gut. Es gibt extrem viel guten Nonsens auf den folgenden Seiten, aber eben nicht nur. Einen kurzen Aufwind in dem medialen Diskurs bekamen die 1990er Jahre vor einiger Zeit, als unter dem Hashtag „baseballschlägerjahre“ viele Berichte erschienen, die einen schmalen Eindruck lieferten, was nach der Wende auf den Straßen in unzähligen Städten und Dörfern der ehemaligen DDR passierte. Diese Zeilen hier entstehen am Jahrestages des Mordes an Oleg Valger. Der damals 27-jährige wurde 2004 in Gera von Neonazis brutal mit Tritten, Hammerschlägen und Messerstichen getötet. Wie nah diese Erlebnisse rücken können, wird in einigen Geschichten spürbar. Für Leser_innen im Osten nichts Neues, das Westpublikum ist schockiert. Aber es sind keine Geschichten, die Mitleid wecken oder irgendwen sensibilisieren wollen. Sie sind einfach. Ohne moralische Absicht. Frei heraus. Angetreten um zu unterhalten, zum Lachen zu bringen oder zum Schweigen. Wer nicht über sich selbst lachen kann oder die eigenen politischen Ideale, ist hier falsch. Liebevoll gepflegter Klassenhass und die Verachtung für die Idee, Lohnarbeit verrichten zu müssen, lassen mein Herz höher schlagen und stellen ebenso die Hingabe vieler Linker an den akademischen Betrieb in Frage. Mögen quasi viele derer irgendwie die Geschichten lesen und sich sozusagen zu Herzen nehmen. Fine, Januar 2023

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