Ein nasskalter Oktoberabend in einer ostdeutschen Hafenstadt zu Zeiten, als es dort nur selten Bananen zu kaufen gab, als die meisten Straßen voller Schlaglöcher waren und als eine Frau, aus der Nachtschicht kommend, noch ohne Gefahr durch die dunklen Straßen und Gassen nach Hause gehen konnte. Vor einer Kneipe steht ein Kinderwagen, darin schläft ein kleines Kind. Es ist weit nach Mitternacht und der Seenebel hinterlässt einen feuchten Film auf Mauern und Straßenpflaster, er hinterlässt auch Fragen: Woher kommt dieses Kind? Wo ist seine Mutter? „In der hier vorliegenden Erzählung geht es um drei Generationen, eine Großmutter, eine jugendliche Mutter und eine kleine Tochter, die etwa in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts in der damaligen DDR gelebt haben, nicht weit entfernt von der Ostsee. Wer aber nun meint, deshalb könne es höchstens ein „historisches“ Interesse geben, sie zu lesen, der könnte sich irren. Ich finde, diese Erzählung weist in ihrer „Verfremdung“ auf Fragen hin, die sich auch heute unvermindert dringend stellen.” (aus dem Vorwort von Anne Frommann
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Hannelore Rabe, Jg. 1936, ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt auf Fischland/Darß. Sie war lange Zeit in ihrem Traumberuf als Heimerzieherin tätig. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin arbeitete sie als Diplom- Sozialpädagogin am Institut für Lehrerbildung (Heimerzieher) in Bernburg/Saale. Es folgte eine mehrjährige Tätigkeit als Lehrerin an der DDR Botschaftsschule in Tokio und danach war sie Jugendfürsorgerin in Rostock. 1989 gründete Hannelore Rabe eine Adoptiv- und Pflegeelternschule in Rostock.
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Broschur 23x15 cm, guter Zustand. 93 S. Gewicht in Gramm: 160. Artikel-Nr. 105006
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