Es geht um den Versuch und die Probe, eine medien- und kulturtheoretische Auffächerung der Querulanz zu rekonstruieren: Wovon könnte die Geschichte der Querulanz eigentlich die Geschichte sein? Als Erstes stellt sich die Frage, welche gerichtlichen Strafpraktiken die Querulanz um 1800 erregten, welche Machtverhältnisse ihre Beziehungen bestimmten und welche Bedingungen es ermöglichten, erstmals in dieser Zeit, das Querulieren untersuchbar zu machen. Zweitens wird danach gefragt, inwiefern das Querulieren medientheoretisch beschrieben werden kann, wenn es als ein Ensemble von Relationen beobachtet wird. Das dritte Moment betrifft das Schicksal der Querulanz, von der psychiatrischen Macht beleuchtet worden zu sein: Akribische Sammlungen von querulatorischen Fallgeschichten und ihre Kommentierungen traten in und neben den juristischen Diskurs. Das vierte Moment berührt die Literatur, die von Anfang an das Querulieren mit hoher Aufmerksamkeit verfolgte und – etwa bei Kleist und Kafka – zur Gerichtsbühne wurde, auf der sich das Querulieren etablieren und sein Potenzial ausweiten konnte.
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Rupert Gaderer ist Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Es geht um den Versuch und die Probe, eine medien- und kulturtheoretische Auffächerung der Querulanz zu rekonstruieren: Wovon könnte die Geschichte der Querulanz eigentlich die Geschichte sein Als Erstes stellt sich die Frage, welche gerichtlichen Strafpraktiken die Querulanz um 1800 erregten, welche Machtverhältnisse ihre Beziehungen bestimmten und welche Bedingungen es ermöglichten, erstmals in dieser Zeit, das Querulieren untersuchbar zu machen. Zweitens wird danach gefragt, inwiefern das Querulieren medientheoretisch beschrieben werden kann, wenn es als ein Ensemble von Relationen beobachtet wird. Das dritte Moment betrifft das Schicksal der Querulanz, von der psychiatrischen Macht beleuchtet worden zu sein: Akribische Sammlungen von querulatorischen Fallgeschichten und ihre Kommentierungen traten in und neben den juristischen Diskurs. Das vierte Moment berührt die Literatur, die von Anfang an das Querulieren mit hoher Aufmerksamkeit verfolgte und - etwa bei Kleist und Kafka - zur Gerichtsbühne wurde, auf der sich das Querulieren etablieren und sein Potenzial ausweiten konnte. Artikel-Nr. 9783941613867
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Q - Querulanz | Skizze eines exzessiven Rechtsgefühls - Kleiner Stimmungs-Atlas in Einzelbänden 7, Kleiner Stimmungs-Atlas in Einzelbänden 7 | Rupert Gaderer | Taschenbuch | 100 S. | Deutsch | 2013 | Textem Verlag | EAN 9783941613867 | Verantwortliche Person für die EU: Textem Verlag GbRNora Sdun und Gustav Mechlenburg, Nora Sdun, Schäferstr. 26, 20357 Hamburg, norasdun[at]textem[dot]de | Anbieter: preigu. Artikel-Nr. 106248554
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