Das Konzept der Arbeit Für einen botanischen Garten ist die internationale Zusammenstellung der Vegetation, die Nachbildung der gesamten Welt im Kleinen, die Kategorisierung, Begriffs- und Namensbildung, das Erforschen und Erhalten der Arten charakteristisch. Für das Projekt 'Botanic Code' ist Jorinde Voigt innerhalb eines Jahres (11/2009–10/2010) in die botanischen Gärten der Städte spazieren gegangen, die sie während ihrer Reisen besuchen konnte. Bisher hat sie 'Botanic Codes' für die Botanischen Gärten der Städte Sydney, Berlin, Göttingen, Mexico City, Frankfurt am Main, Köln und Bonn entwickelt, als nächstes folgen sie für Rom, New York und Paris. Das performative Element ihres Zeichnens überträgt sich bei dieser Arbeit auf die Bewegung des Spaziergangs, den Weg, auf dem man den Garten durchquert. Das unterliegt zudem einer spontanen Entscheidung. Der Spaziergang folgt der Prämisse, die Wahrnehmung auf die Rezeption von Farben hin zu untersuchen. Die nach einem für diesen Zweck entwickelten Algorithmus enstandenen proportionalen Farbfelder werden auf 3 Meter lange Aluminiumstangen unterschiedlicher Stärke übertragen. Als Resultat der Besuche in den botanischen Gärten entsteht eine Gruppe lackierter Aluminiumstangen: ein algorithmisch entwickelter 'Code', der den Spaziergang und die Wahrnehmung der Parameter Farbe, Proportion, Performation, Jahreszeit, Norm und Unendlichkeit thematisiert und dadurch der Wahrnehmung eine neue Matrix erstellt. 'Formal', schreibt Niklas Maak in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' vom 9.8.2010, 'erinnert diese manische Art, Ordnungssysteme anzulegen, die Wiederholung und Addition von Zeichen, an Hanne Darbovens endlose Notate und Zeichenkaskaden. Man kann auch kunsthistorische Linien in die Tradition des Action Painting und zur Performance ziehen. Jorinde Voigt zeichnet oft auf dem Papier liegend, die makellose Rasanz der Pfeile dokumentiert das Tempo und die Entschlossenheit einer zeichnerischen Geste. […] Trotzdem: Vielleicht sind Voigts Bilder weniger als ›Kunst‹ und dementsprechend schlecht mit kunsthistorischen Kategorien und Verweisen zu beschreiben, denn vielmehr als systhemtheoretische Darstellungsexperimente, die man eher mit dem Blick des Chaosforschers zu fassen bekommt. Voigt erfindet komplexe Systeme, die von Kommunikation handeln: Neben zeichnerischen Algorithmen fu?r Wind und Puls und Strom entwickelt sie – doppelt geschrieben – Zeichen für die kleinste denkbare Form von akustischer Äußerung, für die allererste Stufe von Musik, für die Frage, wie Kommunikation beginnt. Einige von ihren Arbeiten wirken wie psycho-alchemistische Versuchsanordnungen.' The Concept of the Work The characteristic features of a botanical garden are a combination of international vegetation, the reproduction of the whole world on a small scale, categorisation as well as scientific terms and establishment of definitions, research and ther preservation of the species. For the project 'Botanic Codes' Jorinde Voigt walked within one year (November 2009 to October 2010) trough the botanic gardens of every city she was travelling to. Until this point she has produced 'Botanic Codes' on the gardens of the cities Sydney, Berlin, Göttingen, Mexico City, Frankfurt am Main, Cologne and Bonn; the next to follow will be Rome, New York and Paris. In this work, the performative element of drawing is transferred to the movement of walking, the path on which she pass through the gardens. This is subject to her spontaneous decision. The walk is undertaken under the premise that her own perceptions with respect to colours are investigated. Proportional areas of colour, generated according to an algorithm developed fort he purpose, are transferred onto aluminum rods 3 meters long. The outcome of such a visit to a botanical garden is a group of painted aluminum rods; an algorithmically developed 'code' that takes as ist theme my walk and perceptions along the parameters of colour, proportion, performance, season of the year, norm, and infinity – and creates a new matrix for perception. 'Formally speaking', writes Nicholas Maak in the 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' from 09.08.2010, Voigt’s 'manic style – which prompts the elaboration of classification systems, the repetition and addition of signs – is reminiscent of Hanne Darboven’s endless notes and cascades of symbols. It is possible to discern art-historical lineage here within the tradition of action painting all the way to performance. Jorinde Voigt often draws whilst lying on the paper, the immaculate speed of the arrows documenting the tempo and decisiveness of the graphic gesture. […] Nevertheless, perhaps Voigt’s compositions are not so much art – and therefore not well-served by art-historical categories and references – but more experiments in representation from a systems theory perspective, which can best be assimilated using the approach of a chaos theorist. Voigt invents complex systems which deal with communication: alongside illustrative algorithms for wind and pulse and current, she develops – written double – signs for the smallest possible, thinkable form of acoustic expression, for the very first stage of music, for the question of how communication begins. Some of her works are like psycho-alchemical experiments.'
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Gr.8° Gebunden. Zustand: Sehr gut. Botanic Code Buchausgabe in englischer/deutscher Sprache gesamt 48 Seiten guter Zustand Format 38cm x 25cm Botanic Code begann als Spaziergang im Park und reifte zu einem schillernden und komplexen Kunstwerk und einem eindrucksvollen, übergroßen Ausstellungskatalog. Die deutsche Künstlerin Jorinde Voigt ging ein Jahr lang durch einige der größten botanischen Gärten der Welt (darunter Sydney, Köln, Mexiko-Stadt und Berlin) und fotografierte Pflanzen, die ihr gefielen. Sie ordnete jeder Pflanze Farben auf der Pantone-Skala zu und übertrug diese Farben dann mithilfe eines Computeralgorithmus proportional auf eine Reihe von 12 Fuß langen Stäben. Als alle Stäbe für jeden Garten fertig waren, wurden sie zusammengebaut und bildeten so etwas wie einen feinen Strichcode für jeden einzelnen Garten. Vollfarbige Hochglanzseiten zeigen die Stabinstallationen wie minimalistische Skulpturen; ein separater Abschnitt auf Büttenpapier, der in die Mitte des Buches eingebunden ist, erklärt die mathematische Methodik des Künstlers. 24/24 Englisch 1120g. Artikel-Nr. 4227
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Hardcover. Zustand: Sehr gut. 39x25cm; [ca. 48] S. Hardcover. Sprache: Englisch, überw. Ill. Zustand: Sehr Gut, ungelesen; * Die Photos sind original von uns erstellt worden, u.a. erkennbar an einem kleinen weißen Stück Papier im oberen Schnitt. Ab und an verwenden Suchmaschinen Verlagsphotos, bei den Portalen selbst, werden aber nur unsere Originalphotos gezeigt. Artikel-Nr. 292058
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Hardcover. Zustand: Gut. 48 S. Gutes Exemplar, geringe Gebrauchsspuren, Cover/SU berieben/bestoßen, Schnitt/Papier nachgedunkelt, innen alles in Ordnung. E250527axxC01 ISBN: 9783940953612 Sprache: Englisch Gewicht in Gramm: 951. Artikel-Nr. 728474
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