"1001 German Angst" lässt sich in zwei Teile aufteilen, die gefüllt sind mit unterschiedlichen Schreibstilen, da unterschiedliche Personen als Autoren auftreten: In Teil A beschäftigen sich vor allem Glanz und Joblin mit den Grundrechten. Im zweiten Teil sind anonyme, leicht aufbereitete Leserkommentare zur „German Angst vor der digitalen (R)Evolution“ zu finden. *** A. Der Countdown der Grundrechte im digitalen Zeitalter * Der Diskurs ist die Methode der Demokratie. Alexa und Siri schreiben unsere Lebensläufe. Ein staatlich organisiertes digitales Diskursportal für die Bevölkerung ist zur Erhaltung der Demokratie erforderlich. Koordinierte Aufklärung muss stattfinden, sonst verabschieden wir uns schleichend von unseren Grundrechten und übergeben Turbo-Kapitalisten und radikalen Kräften das Steuer. * Im ersten Teil wird die Grundlage für den Untergang der Grund-rechte im digitalen Zeitalter erforscht. Die Grundrechte konnten kurze Zeit die Basis des Ausgangs des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit sein. Natürlich sind wir selbst verantwortlich für den aktuellen Niedergang, den schleichenden Tod der Grundrechte, aber haben wir auch konkrete, angemessene, gangbare Alternativen zu unserem selbstverschuldeten Scheitern? Warum spielen die digitalen Tendenzen den politischen Radikalen in die Hände? Den Originaltexten der ersten 19 Artikel werden Fragen zugeordnet, die sich kritisch mit der kommerzialisierten Digitalisierung beschäftigen. ***B. 1001 German Angst vor der digitalen (R)Evolution * Ist das typisch deutsch? Alles aus Angst? Sind es Ängste vor der Digitalisierung oder grundsätzlich vor Veränderungen? Im zweiten Teil finden Sie Ihre Kommentare zum Titel: „1001 German Angst vor der digitalen (R)Evolution“ Z. B. Kritik an den Ministerien, die den digitalen Wandel nicht nur verschlafen, sondern scheinbar verweigern und damit für extreme politische Haltungen und die Radikalisierung die Verantwortung tragen. Vielen Dank für Ihre Einsendungen. Meist handelt es sich um 1001 märchenhaft schöne Gute-Nacht-Horrorgeschichten, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann. Man geht nicht weit genug, wenn man behauptet: Alles wird aus Angst bestimmt. * Der zweite Teil dieses Buches beschäftigt sich mit dem Eiertanz der German Angst in, um und um die digitale (R)Evolution herum. Kommentare zu einzelnen Ängsten vor allem in der Bildung halten uns teilweise den Spiegel vor, kritisieren aber auch selbstironisch unser Dasein, unser Mehr-Sein und Nicht-Sein in diesen Jahren des Umbruchs. Ob die Ängste typisch Deutsch sind, das können Sie sicher selbstständig beurteilen. * Wir hoffen, dass unsere Redaktion diese Beitragssammlung angemessen für diese Ausgabe aufbereiten konnte. Wir weisen darauf hin, dass wir die Beiträge (wie im Vorfeld geklärt) anonym und nur sinngemäß widergeben und nicht gezwungenermaßen die Haltung der einzelnen Ausführungen einnehmen. Die Kommentare können die Leser dieses Buches allerdings dazu anregen, die Sprechblasen zu füllen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu den Kommentaren auf www.MOOCit.de.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
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Die Autokorrektur füllt unseren Lebenslauf. Strg + Z ist keine Option. Wir hören immer noch verträumt "All you need is Love" und fühlen doch, unser Alltag verlangt stündlich mehr als Liebe. Voller Hybris glauben wir an einen traditionellen Wissenskanon, den wir mit Bildung und Intelligenz verwechseln. Wir lieben unsere verschleiert ausgetüftelten fassettenreichen Selbstbilder. Hoffen heimlich gierig und schon versteckt zornig auf unsere Erfüllung, Erlösung? Stets mit vorgedachten Live-TV-Ready-Ausreden im Hinterkopf. Ein jeder Tag bricht uns was ab, von unserer Schönheit – bis ins Grab. Wir folgen naiv aber froh der Haltung der 80er „Du kannst alles, wenn Du nur willst". Du kannst, was noch keiner vor Dir gedacht, gemacht, erreicht und gewonnen hat. Wir wollen! Und wir bilden uns konsequenterweise sogar ein zu können. Wer behauptet, ein Versuch macht keinen Sinn, widerspricht den Geltungsansprüchen. Aber fürchtet Euch nicht. Wenn Ihr auf dem Weg nach oben gut zu den Leuten seid, die Euch begegnen, dann werden sie Euch weniger treten, wenn Ihr auf dem Weg nach unten seid. Wir haben die Redewendung verinnerlicht, die uns von Neid und Eifersucht fernhalten soll und als Nebeneffekt unserer Faulheit schmeichelt: „Geld macht nicht glücklich.“ Und wir erfahren: Geld ist Macht. Und: Macht schafft Zeit. Zeit kann glücklich machen. Auch wenn wir nicht Geld, Macht oder Zeit brauchen, so hängt doch unser zukünftiges Glück an dem, was wir mit unserer Zeit machen. In digitaler Dauerkonversation versemmeln wir unsere Tage, die auf Erden uns gegeben sind. Carpe Diem ist für uns maßloses Begehren bis in den Herzinfarkt oder die selbstgerechte Verweige-rung des Lebens. Was ist uns heilig? Keine Religion sagt uns: „Hasse nichts außer den Hass.“ Und doch gibt es mehr Prediger, denn je. Sie werden als Influencer bezahlt und wissen, wir gehören zu niemandem, außer zu uns selbst. Was will man von jemandem erwarten, der in einem Geldbeutel lebt? Wer sollte unseren Lebenslauf besser schreiben, als unsere künstliche Intelligenz? Wer profitiert von den kommenden gelähm-ten Generationen, für die es nach Generation X, Y und Z keine Buchstaben oder Worte mehr gibt, sondern nur noch die Unter-scheidung: 0 oder 1.
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Anbieter: Revaluation Books, Exeter, Vereinigtes Königreich
Paperback. Zustand: Brand New. 93 pages. German language. 8.00x5.00x0.21 inches. In Stock. Artikel-Nr. 3940320145
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