Aufregung in der kleinen jüdischen Gemeinde der algerischen Küstenstadt. In einer Kiste voller alter religiösen Schriften, die der Schwiegersohn des Rabbiners von der kommunistischen Partei der Sowjetunion erworben hat, enthält eine Überraschung: die Leiche eines jungen Russen. Der vermeintlich leblose Körper entpuppt sich jedoch als ein quicklebendige Maler, der sich auf der Suche nach einer legendären altisraelitischen Stadt, die im Herzen Schwarzafrikas die Jahrtausende überdauert haben soll, aus der antisemitischen Sowjetunion nach Nordafrika verschiffen ließ. Nach anfänglicher Skepsis („Die Schwarzen haben die Sklaverei, die Juden haben die Pogrome, das ist schwer zu ertragen. Jetzt stell dir ein Volk vor, das unter beidem leidet, das ist einfach nicht möglich!"), erklärt sich der Rabbiner bereit, zusammen mit dem jungen russischen Künstler eine Forschungsexpedition quer durch den afrikanischen Kontinent auf die Beine zu stellen. Ein großes Abenteuer beginnt.
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Joann Sfar gehört derzeit sicherlich zu den interessantesten europäischen Szenaristen und begabtesten französischen Zeichnern. Sein Output an Arbeiten ist unglaublich. So existieren bereits über 100 (!) Alben und Bücher im französischsprachigen Raum. Allein seine beim Verlag L'Association binnen eines einzigen Jahres veröffentlichten autobiografischen Notizbücher Harmonica, Ukulélé, Parapluie und Piano umfassen zusammen rund 1200 oft engbeschriebene Seiten.
Zudem machen diese Publikationen ja nur einen Teil der Sfarschen Produktion aus. Denn es erschienen unter anderem auch noch neue Alben seiner Serien Donjon, Desmodus, Grand Vampire, Professor Bell, Klezmer und Die Katze des Rabbiners.
Der rührige Franzose scheint geradezu omnipräsent. Dabei wechselt er beständig die Genres: Fantastische Geschichten, Abenteuer, Mystische Folklore, Science Fiction, Autobiografisches und Heroic-Fantasy wechseln sich im Werk von Sfar beständig ab. Zudem ist er mittlerweile zu einem bekannten Kinderbuchautoren avanciert.
Geboren wurde Joann Sfar am 28. August 1971 in Nizza. Beeinflusst von den Erzählungen und Mythen seines jüdischen Elternhauses begann er schon früh mit dem Zeichnen eigener Geschichten. Sein Weg führte ihn über ein Philosophiestudium schließlich zur Kunsthochschule und anschließend zum Comiczeichnen. 1996 erschien sein erstes Album. Als seine Vorbilder sieht er Fred, Baudoin und Pierre Dubois (Dubois ist auch Vorbild für die Figur seines Minuscule Mousquetaire). Inzwischen schreibt und zeichnet Sfar für fast alle größeren französischen Verlage eigene Reihen. Zusammen mit Lewis Trondheim zählt Sfar mittlerweile zu den Autoren welche den französischen Comic erneuern. Dabei liegt im nichts an der Perfektion der klassischen Vorbilder wie der Ligne Claire eines Hergé, sondern im Gegenteil interessiert er sich mehr für den persönlichen Ausdruck seiner Zeichnungen - lässt Fehler zu und sucht geradezu die Unperfektion.
Das gleiche gilt auch für den Figurenkosmos den er entwirft. Immer wieder trifft man seine Charaktere außerhalb ihrer eigenen Reihe in den Alben einer anderen Serie.
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Zustand: very good. Gut/Very good: Buch bzw. Schutzumschlag mit wenigen Gebrauchsspuren an Einband, Schutzumschlag oder Seiten. / Describes a book or dust jacket that does show some signs of wear on either the binding, dust jacket or pages. Artikel-Nr. M03939080217-V
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