Der Maler und Objektkünstler Janus Kadel wurde am 24.05.1936 in Berlin geboren. Am 05.02.2006 starb er an Krebs. Sein ganzes Leben hatte er in Berlin verbracht. Von 1953 – 1960 studierte er an der Hochschule für bildende Künste. In den 50er Jahren malte er tachistisch – „informelle Malerei“ war die Antwort auf die Kunst und die Ideologie des Nationalsozialismus. Immer wieder malte er abstrakt, doch im Mittelpunkt seiner Bilder stand die menschliche Figur, vor allem das Portrait. Seine figurative, expressive Malerei war – auch –geprägt vom Berliner Neo-Expressionismus. Er selbst nannte sich einen „schläfrigen Expressionisten“. Dabei war er hellwach: Kadels Bilder und Objekte sind provozierend, kritisch, spöttisch, manchmal auch zynisch – jedoch niemals misanthropisch oder denunzierend. Sie zeugen von seinem Humor, selbst wenn sie beschädigtes Leben darstellen und bisweilen von großer Traurigkeit sind. (Gabriele Schmelz)
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