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Die Google-Story - Softcover

Vise, David

 
9783938017562: Die Google-Story

Inhaltsangabe

1. Aufl. 2006 300 S., Ill. engl., broschiert. Hamburg : Murmann,

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

David Vise ist Reporter bei der Washington Post. Für seine Recherchen über die SEC, die amerikanische Börsenaufsicht, erhielt er 1990 den Pulitzer Preis. Die Google-Story ist sein erstes Buch, das auch in Deutschland erscheint. Mark Malseed schreibt für Washington Post und Boston Herald und hat an Bob Woodwards Bestsellern Plan of Attack und Bush at War mitgearbeitet.

Aus dem Klappentext

Google - Die Story eines einzigartigen Erfolges Spätestens seit dem Börsengang im Mai 2004 ist Google ein Gigant, der nicht allein Bill Gates nervös macht. Dank seiner weltweit führenden Suchmaschinentechnik, der Kreativität seiner Mitarbeiter und einer Marktkapitalisierung, die schon eineinhalb Jahre nach dem Börsengang die 100-Milliarden-Dollar-Grenze überschritten hat, kann sich das Unternehmen aussuchen, welchen Schritt es als nächsten unternimmt. Der Erfolg von Google hängt vor allem vom unermüdlichen Engagement seiner Gründer ab. Sergey Brin und Larry Page sind nicht nur hochintelligent sondern auch frech genug, sich nicht von den Regeln des Business aufzuhalten. Sie sind schnell, innovativ und haben Spaß daran, besser als die anderen zu sein. Der Pulitzer-Preisträger David A. Vise und Mark Malseed haben das erste umfassende Buch über das Weltunternehmen geschrieben. Ihre exzellent recherchierte Chronik erzählt, wie sich Google innerhalb von nur fünf Jahren vom kalifornischen Studentenprojekt zum globalen Giganten entwickelte.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Auszug aus Die Google-Story von David Vise. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Vorwort der deutschen Ausgabe (Auszug):
In Deutschland ist Google sehr populär, und für viele Benutzer ist die Suchmaschine gleichbedeutend mit dem Internet. Laut Nielsen NetRatings hat Google 22,3 Millionen deutsche Benutzer und damit einen Marktanteil von 65 Prozent. An der Aufmerksamkeit in Deutschland hat Google jedoch einen höheren Anteil, als diese Zahlen suggerieren, denn sie berücksichtigen weder die Tatsache, dass die Suchmaschine auf Tausenden von kooperierenden Websites präsent ist, noch die gesponserten Links und die von Google gelieferten Anzeigen. Zu dem wachsenden Spektrum von Dienstleistungen, die Google in Deutschland anbietet, gehört Google Mail, in den Vereinigten Staaten kurz Gmail genannt. Der Deutsche Daniel Giersch wies darauf hin, dass »Gmail« als Warenzeichen problematisch sei, und so wählte Google für seine deutschen Benutzer die Bezeichnung Google Mail. Der Service begann im Mai 2005 mit dem Logo »Google Mail« und entsprechenden
Mail- Adressen: Name@Googlemail. com.
Google hat in Deutschland eine Partnerschaft mit T-Mobile und stellt dem Telekomriesen Suchfunktion und Anzeigen zur Verfügung. Google beachtet außerdem die in Deutschland geltenden Bestimmungen des Presserechts und zeigt die inkriminierten Teile entsprechender Websites nicht an. Die Benutzer werden in diesen Fällen davon informiert, dass von der Website, die sie gerade vor sich haben, etwas entfernt wurde. Google News, eine Zusammenstellung von Nachrichten aus aller Welt, erfreut sich großer Beliebtheit in Deutschland, dem zweiten Land, in dem dieser Service nach seinem Debüt auf Englisch angeboten wurde. Auf der Frankfurter Buchmesse 2004 gaben Google- Gründer Sergey Brin und Larry Page ihre Absicht bekannt, sich mit Verlagen zusammenzutun, um Bücher, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind, der Online- Suche zugänglich zu machen. Einige Monate später wurde der Plan enthüllt, Hunderte Millionen von Bänden aus den Bibliotheken von Stanford, Harvard, Michigan, der New Yorker Public Library und der Universität Oxford zu digitalisieren. Inzwischen wurde Google von amerikanischen Verlegern und Autoren verklagt, weil die Suchmaschine
deren Material angeblich für gewerbliche Zwecke stiehlt. Schon lange vor der Gründung von Google träumte Larry Page davon, Bücher in Bibliotheken, die über Jahrhunderte das Wissen der Menschheit bewahren, durch Google allgemein zugänglich und durchsuchbar zu machen. Er möchte die Mauern der Bibliotheken einreißen und die Bestände sowohl Wissenschaftlern als auch normalen Computerbenutzern zugänglich machen, gleichgültig wer sie sind und wo sie leben, und er möchte dabei die Verfügbarkeit von Informationen für die wissenschaftliche Forschung wie für den Gebrauch im Alltag demokratisieren. Ungeachtet der eingereichten Klage fährt Google fort, Bücher zu digitalisieren, und hat sich damit in Frankreich den Zorn der Regierung und der Leitung der Nationalbibliothek zugezogen; die Franzosen wünschen nicht, dass Computerbenutzer in aller Welt nur noch aus der Sicht englischsprachiger Autoren über die Französische Revolution belehrt werden. Dem hielt Google entgegen, dass die eingescannten Bibliotheksbestände Bücher in zahlreichen Sprachen enthalten. Frankreich will sich - entweder allein oder im Rahmen der Europäischen Union - energisch dafür einsetzen, dass nicht nur englische, sondern auch französische und Bücher in anderen Sprachen digitalisiert werden.
Google ist noch nicht einmal sieben Jahre alt, und seine Gründer sind Anfang dreißig. Es mag ein junges Unternehmen sein, doch es ist für Web 2. 0 »das Huhn, das goldene Eier legt« und mit einem Börsenwert von über 130 Milliarden Dollar wertvoller als Disney, General Motors, Ford, Amazon. com, die New York Times, die Washington Post und das Wall Street Journal zusammen. Es macht fast seinen gesamten Gewinn mit Anzeigen, die neben den Suchergebnissen gezeigt werden. Innerhalb der weit gesteckten Grenzen des amerikanischen Rechts gibt es kaum rechtliche Schranken für das, was man mit Anzeigen machen darf. In Deutschland gilt jedoch ein engmaschigeres Regelwerk, dem Google sich anpassen muss. So gibt es unterschiedliche Entscheidungen deutscher Gerichte in der Frage, ob Unternehmen die Warenzeichen oder Produktbezeichnungen von Konkurrenten benutzen dürfen, um daran ihre eigenen Anzeigen aufzuhängen. Daher hat Google in Deutschland und anderen europäischen Ländern ein System geschaffen, das es Unternehmen, die ihre Warenzeichen und Markennamen schützen möchten, ermöglicht, der Suchmaschine mitzuteilen, dass alle Anzeigen von Konkurrenten, die durch diese Namen ausgelöst werden, blockiert werden sollen. Google erfüllt entsprechende Forderungen. In den Vereinigten Staaten verdient Google jedoch prächtig an jeder Anzeige von Ford, die durch ein Warenzeichen von General Motors ausgelöst wird, und Google hat sich schon in den Anfängen das Recht erstritten, solche Anzeigen zu bringen. Weil die rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen in Deutschland andere sind, muss Google hier also anders verfahren als in den USA, doch im Kernbereich der unentgeltlichen Suche gelten für alle Benutzer im englischen wie im deutschen
Sprachraum dieselben Bedingungen.

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