Am 5. August 1966 wurde Bian Zhongyun, Lehrerin und Vizedirektorin eines Pekinger Mädchengymnasiums, von den Schülerinnen ihrer eigenen Schule zu Tode geprügelt. Man ließ sie sterbend auf einer Abfallkarre liegen. Als sie mehrere Stunden später in das nahegelegene Krankenhaus gebracht wurde, war es zu spät. Der Tod Bian Zhingyuns bildete den blutigen Auftakt des „Roten August“, d.h. des Monats, in dem Mao Zedong, nach Peking zurückgekehrt, die Kulturrevolution (zum zweiten Mal) in Gang gesetzt. Innerhalb von drei Wochen wurden allein in Peking mehr als 1700 Lehrer und andere „rechte Elemente“ von Schülern und Studenten erschlagen. Die Schule, an der dies geschah, war nicht irgendeine Schule, sondern es handelt sich um das Mädchengymnasium, das der Pädagogischen Hochschule in Peking angegliedert ist. Es war (und ist) eine Eliteschule, an der vor allem die Töchter hoher Kader der Kommunistischen Partei Chinas und hohen Militärs ausgebildet wurden. Man brauchte 199 von 200 möglichen Punkten (oder eine Hintertür), um die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Bis heute sind die Opfer des „Roten August“ in Peking nicht rehabilitiert. In keinem Prozess wurden die Vorgänge untersucht, die Schuldigen verurteilt und die Opfer bzw. deren Angehörigen Genugtuung verschafft. Das ist kein Zufall: stammen doch die Kader, die heute in der VR China (in Politik und Wirtschaft) an der Macht sind, aus solchen Familien, deren Söhne und Töchter sich im „Blutigen August“ als Rotgardisten besonders hervorgetan haben.
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Zustand: New. Am 5. August 1966 wurde Bian Zhongyun, Lehrerin und Vizedirektorin eines Pekinger Maedchengymnasiums, von den Schuelerinnen ihrer eigenen Schule zu Tode gepruegelt. Man liess sie sterbend auf einer Abfallkarre liegen. Als sie mehrere Stunden spaeter in das naheg. Artikel-Nr. 151733583
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