Easy Riding: Snowboard Freestyle Book - Softcover

Hansi Herbig

 
9783932170782: Easy Riding: Snowboard Freestyle Book

Inhaltsangabe

Gebraucht - Gut; Zahlr. Fotos; Taschenbuch; Hansi Herbig; Easy Riding - Snowboard Freestyle Book - bk282; Deutsch

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Über die Autorin bzw. den Autor

Hansi Herbig wurde 1973 in München geboren. Gemeinsam mit Freunden baute er das Pleasure Snowboard Magazin auf. Seit 2002 arbeitet er als freier Fotograf für deutsche und internationale Zeitschriften wie Snowsurf, Whitelines, Snowstyle, Transworldsnowboarding und Snowboarder.

Aus dem Klappentext

Easy Riding ist ein umfangreiches Nachschlagewerk für die Jackentasche, ein Muß für jeden echten Boarder. Das unverzichtbare Snowboardbuch mit Tricks und Tips für Halfpipe, Kicker und Rail auf das die Snowboardgemeinde lange gewartet hat. Mit vielen Fotosequenzen vom besten deutschen Snowboardfotografen.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Kick it like Der Kicker

Kicker, Booter, Cheese Wedge die Sprungschanzen oder Rampen haben beim Snowboarden unterschiedliche Bezeichnungen, Kicker ist die geläufigste. Damit ist eine Schanze gemeint, über die ein gerader Sprung ausgeführt wird, beim dem Absprung und Landung in derselben Bewegungsrichtung erfolgen. Kicker können von Pistenraupen im Funpark aufgeschoben, oder in mühevoller Handarbeit abseits der Piste geschaufelt werden.
Egal ob zwischen Absprung und Landung ein Gap liegt, ob es über ein plattgewalztes Table geht, oder ob man ein Stück weit bergauf springen muß, um einen Step Up zu schaffen: Unabhängig von der Form des Kickers ist der grundsätzliche Ablauf eines solchen Sprungs immer gleich. Er beginnt stets mit einer möglichst geraden Anfahrt, während der die nötige Geschwindigkeit aufgenommen wird. Beim Absprung drückt man sich mit einem Ollie ab, dem die Flugphase folgt. Während dieser Zeit werden eventuelle Tricks ausgeführt, die hoffentlich mit einer sicheren Landung enden.
Um nicht entweder zu kurz oder zu weit zu springen, ist die richtige Geschwindigkeit für den Absprung der entscheidende Faktor. Stimmt diese, entscheidet der Ollie über Flugkurve und Luftstand, um die Flugphase (Airtime) optimal nutzen zu können. Ob ein Sprung tatsächlich gelungen ist, zeigt sich erst bei der Landung, die so sauber wie möglich ausgeführt werden sollte. Speed, Airtime, Landung das sind die drei Kriterien für einen guten Sprung.
Kicker-Fahren ist Kopfsache. Man sollte unbedingt in der Lage sein, den Sprung in jeder Phase zu kontrollieren. Auch hier ist eine vorsichtige Selbsteinschätzung hilfreich. Man sollte nie einen Kicker springen, bei dem man kein gutes Gefühl hat und den man sich eigentlich noch nicht zutraut. Lieber noch ein paarmal bei einem kleineren Sprung Selbstvertrauen sammeln, anstatt eine Verletzung zu riskieren. Kicker richtig einzuschätzen zu können, ist eine Frage der Erfahrung. Um sich auf die Aneignung einer sauberen Technik konzentrieren zu können, ist es ratsam, sich bewußt langsam zu steigern. Übrigens: Die Größe der Kicker wird in der Länge des Tables gemessen, also dem Abstand von der Kante des Absprungs bis zur Oberkante der Landung.
Leider sind die in den verschiedenen Snowparks angebotenen Kicker oft von sehr unterschiedlicher Qualität. Entscheidend für einen guten Kicker ist das Zusammenspiel der Neigung von Absprung und Landung in Verbindung mit der Größe des Tables und der Länge der Landung. Je besser diese Faktoren zusammenpassen, desto einfacher ist es, die richtige Absprunggeschwindigkeit zu finden. Als Faustregel gilt: Je steiler der Absprung, desto steiler muß auch die Landung sein vorausgesetzt sie ist lang genug.

Straight Air
Für den Straight Air sollte man zuerst einen sauberen Ollie beherrschen. Dabei sind die Skateboardfahrer eindeutig im Vorteil, da sie den Bewegungsablauf bereits verinnerlicht haben.
Aber der Ollie ist auch auf dem Snowboard leicht zu erlernen: Man verlagert dazu sein Gewicht auf den hinteren Fuß, zieht gleichzeitig den vorderen Fuß an und drückt sich dann über das Tail ab. Anschließend zieht man beide Beine an und sollte sich nun in der Luft befinden. Nicht vergessen: Der Ollie ist ein Sprung, die Spannkraft des Brettes wirkt nur unterstützend, das aktive Abspringen ist das entscheidende Kriterium für einen hohen Ollie. Das liest sich zwar umständlich, wird aber schnell zu einer flüssigen Bewegung und ist als Basis eines jeden guten Tricks unerläßlich. Schließlich sieht ein Trick, der mit Pop abgesprungen wird um ein Vielfaches besser aus,
als einer, der gerade mal einen Meter mehr Höhe hat als der Kicker, von dem aus er startet. Außerdem ist es immer besser den Kicker zu drücken, als sich von ihm drücken zu lassen, d.h. ein Ollie bringt nicht nur Höhe, sondern auch Kontrolle.
Indem man nach dem Absprung die Beine angezogen läßt, also kompakt bleibt, behält man in der Luft die Kontrolle. Dies ist auch die Grundvoraussetzung für Grabs, die deshalb ihrerseits eine bessere Kontrolle bringen. Der Griff ans Brett hat zur Folge, daß man während der gesamten Flugphase kompakt bleibt und nicht verkrampft und steif durch die Gegend fliegt. Zudem sieht ein Trick mit Grab meistens auch noch besser aus. Ob man dazu noch boned , d.h. das vordere oder hintere Bein durchstreckt, sich ins Hohlkreuz legt, also tweakt , oder aber Ober- gegen Unterkörper verdreht und einen Shifty macht der Straight Air ist ein absolut überragender Trick, der sich nicht hinter den Spin-Tricks zu verstecken braucht! Wenn man einen neuen Kicker ausprobiert, sollten der Einfachheit halber Straight Airs grundsätzlich erste Wahl sein, da man hier Flugphase und Landung am besten unter Kontrolle hat.
Beim Landen ist es vor allem wichtig, tief in die Knie zu gehen und den Aufprall abzufedern. Übrigens: Auch wenn sich der Straight Air noch so gut und stylisch angefühlt hat Hochreißen der Arme und lautes Yeah - oder Toll - Geschrei gilt es zu vermeiden, wenn man nicht zum Quotenidioten des örtlichen Funparks avancieren will.

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9783608500783: Easy Riding (cc - carbon copy books, Bd. 23): Snowboard Freestyle Book

Vorgestellte Ausgabe

ISBN 10:  3608500782 ISBN 13:  9783608500783
Verlag: Tropen, 2008
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